Über die Kunst, zu trauern.

Wie man trauert.

Man weint.
Man tobt.
Man heult.
Man zweifelt.
Man stellt sich Fragen.
Warum?
Was wäre wenn?
Man lenkt sich ab.
Man denkt nicht mehr daran.
Man erinnert sich und fühlt sich schlecht
so lange
nicht
getrauert
zu haben.

Du wirst es niemals verstehen…

Du wirst niemals verstehen, wie sehr ich dich liebe.
Niemals wissen, wie viele Tränen ich wegen dir vergossen habe.
Niemals verstehen, in was du mein Herz verwandelt hast.
In einen Scherbenhaufen.
Niemals wissen, was ich für dich empfunden habe.
Du wirst es niemals wissen.
Niemals mit mir zusammensein, mein Gesicht in deine Hände nehmen und mir zuflüstern, dass du mich liebst.
Niemals mit mir zusammen essen gehen und dich mit mir über tausend Kleinigkeiten streiten.
Niemals.

 

Auszug aus einem Buch dass ich niemals schreiben werde.

Eine tickende Zeitbombe, Provokation oder doch ein normaler Mensch?

Hi.

Ich weiß nicht, wie ihr diesen Beitrag aufnehmen werden. Vielleicht seht ihr ihn, so wie dieser Twittermensch als eine Provokation.

Ich bin ich. Ich bin 16. Ich bin ein Mädchen. Ich bin bisexuell.

Und wisst ihr, womit ich meine Tage verbringe? Damit, meinen Klassenkameraden zu erklären, dass ich es scheiße finde, wenn sie “schwul” als Beleidigung verwenden. Damit, Leuten zu erklären dass ich nicht lesbisch bin, bloß weil ich in letzter Zeit mehr Mädchen geküsst habe als Jungs, dass ich trotzdem bisexuell bin. Dass ich nicht lesbisch bin, auch wenn ich mich “so verhalte”. Himmel, ich weiß noch nicht einmal genau, was das heißen soll. Ich weiß nicht, was es heißen soll, wenn Menschen mir sagen, ich verhalte mich “lesbisch”. Was zur Hölle ist das?

Ist mein Verhalten lesbisch, weil ich kurze Haare habe? Ist mein Verhalten manchmal “lesbischer” als sonst, weil ich manchmal weniger femininere Klamotten anziehe? Ist mein Verhalten “lesbisch” weil ich meinem Geografielehrer wiederspreche, wenn er sagt: “But let’s be honest, the only people who want to talk about homosexuality with minors are the ones who are attracted to them.” (Geografieunterricht auf Englisch) Wir haben über die Gesetzeslage in Russland gesprochen und sein weiterer Kommentar war, dass es auch Länder gibt, in denen man dafür hingerichtet werden kann, insofern sollten sie froh sein, wenn man nur dafür eingesperrt wird oder eine Geldstrafe bezahlen muss. Nur.

Jetzt, fast einen Monat, nachdem ich diesen Beitrag begonnen habe ist die Ehe für alle endlich Realität geworden aber im Denken der Menschen hat sich trotzdem nicht wirklich etwas verändert.

“Pass aber auf, dass du dich nicht in mich verliebst” oder andere, ähnliche Sprüche bekomme ich oft zu hören, wenn ich Zeit mit anderen Mädchen verbringe oder wenn sie sich mit mir umziehen müssen.
Als ob allein die Tatsache, dass ich auch auf Mädchen stehe gleich bedeutet, dass ich mich in jede Person verliebe, die ich halbwegs attraktiv finde. Das ist nicht der Fall.
Und nein, ich bin nicht nur bi, weil ich “Aufmerksamkeit möchte”
Ich habe mir das nicht ausgesucht und ich bin nunmal wer ich bin.
Das kann ich nicht ändern.
Will ich auch nicht.

Was ich will ist, dass ich endlich wie ein normaler Mensch behandelt werde und nicht wie irgendeine seltsame Attraktion oder eine tickende Zeitbombe.

Brennende Autos und verbrannte Chancen

Anmerkung: Das hier ist ein Kommentar.


Das erste was einem einfällt, wenn man an  G20 zurückdenkt sind die allgegenwärtigen Eskalationen im Schanzenviertel und Straßenschlachten zwischen Polizisten und Linksextremen Demonstranten.

Aus ganz Europa sind Menschen angereist um in Hamburg zu demonstrieren, aber längst nicht alle davon sind gewalttätig. Abgesehen von all den Ausschreitungen gab es auch viele friedliche, kreative und medienwirksame Demonstrationen mit Botschaften an die Oberhäupter der 20 Staaten. Botschaften, Vorstellungen, Ideen, Ideale, Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft der G20. Menschen sind angereist, um ihre Ideen zu verbreiten, um Einfluss auf die Politik zu nehmen, und Aufmerksamkeit auf wichtige Themen wie den Klimawandel zu lenken. All das hätte etwas bewirken können, wären sie nicht von den Krawallen, Ausschreitungen und Straßenschlachten überschattet worden. Was die brutalen Krawallmacher nicht begreifen, ist dass sie zusammen mit Autos und Geschäften auch ihre Chancen, etwas zu verändern, verbrennen.
Denn niemand nimmt gewalttätige Demonstranten ernst, die Eigentum Unbeteiligter zerstören und Polizisten angreifen.

Der Kampf gegen den Kapitalismus & die Konsumgesellschaft? Also bitte, was hat man denn davon, eine Familie, die auf das Auto für alltägliche Dinge angewiesen ist, beträchtlichen Sachschaden zuzufügen und sie vor logistische Herausforderungen zu stellen? Welchem höheren Ziel dient das? Was hat die Allgemeinheit davon, wenn Asphalt erneuert werden muss, weil Autos darauf gebrannt haben und wenn Menschen sich nicht einmal mehr trauen, einkaufen zu gehen?

Die Bilder die man aus diesen Tagen & Nächten sieht erinnern nicht an Hamburg sondern schon fast an Bürgerkriegsszenarien.

Neben all den Autos, Brandsätzen und Mülltonnen haben die radikalen Demonstranten auch jegliche Chancen, gehört zu werden, verbrannt.

Well done.