Feminismus ist unnötig? Schön wär‘s

Feminismus ist unnötig? Schön wär‘s

Eine kleine Ankündigung vorweg: Ich als Feministin setze mich für beide Geschlechter ein. Nachdem ich in den letzten Tagen aber sehr oft zu Ohren bekommen habe, Feminismus sei unnötig, weil Frauen überhaupt nicht mehr diskriminiert werden (bzw Sexismus erfahren) würden, hoffe ich das nun zumindest ein Stück weit widerlegen zu können.

Die am 5. März veröffentlichte Studie befragte EU-weit 42.000 Frauen, darunter 1.500 in Deutschland. 33 Prozent der Frauen auf EU-Ebene gaben demnach an, seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren zu haben. 55 Prozent haben seitdem sexuelle Belästigung erlebt, in Deutschland sind es sogar 60 Prozent. Dazu zählen zum Beispiel unerwünschte Berührungen, Umarmungen oder Küsse. 33 Prozent der betroffenen Frauen in Deutschland gaben an, die sexuelle Belästigung im Arbeitsumfeld erlebt zu haben.

60% der Deutschen Frauen, das heißt drei von fünf Frauen haben seit ihrem 15ten Lebensjahr sexuelle Belästigung erfahren.

Ich bin 16 und habe sie schon am eigenen Leib erlebt. Bis jetzt gibt es nur wenige Menschen, mit denen ich offen darüber gesprochen habe, selbst meine Eltern wissen bis jetzt nichts davon. Warum? Aus Scham. Was küsse ich auch einen Menschen, den ich bis jetzt gerade nicht kannte? Ja, ich habe nein gesagt, aber er hat mich weiter angefasst, auch nachdem ich ihn versucht habe, wegzuschieben. Ich konnte nichts tun und war mit der Situation heillos überfordert. Als ich es dann irgendwann geschafft habe, zu gehen bin ich zu meiner Familie zurückgekehrt und habe mich verhalten, als wäre nichts gewesen.

Nichtsdestotrotz ist es „meine Schuld“ – denn ich habe ihm ja Hoffnungen gemacht. Bin mit ihm mit, in die dunklere Ecke gegangen. Trotzdem war es nicht ok, dass er das gemacht hat. Als eine Freundin von mir neulich feiern war, wurde sie von einem Typen angegrapscht. Eine andere Freundin wurde beim Tanzen von hinten angemacht und aus ihrer Erzählung wörtlich hat er ihr „seinen Schwanz zwischen die Beine gepresst“ – Ungefragt, auch nach Zurückweisung hörte er nicht auf.

Letztes Jahr hat eine Freundin von mir viel zu viel getrunken und ein Typ hat die Tatsache, dass sie zu betrunken war um „Nein“ zu sagen, gnadenlos ausgenutzt. Im Klartext: Er hat sie vergewaltigt. Als sie irgendwann wieder bei unserer Gruppe aufgetaucht ist konnte sie nicht einmal sprechen, weil sie so sehr geweint hat. Aber sie will keine Anzeige erstatten, weil sie der Meinung ist, dass sowieso nichts passieren wird und weil sie nicht will, dass alle davon erfahren. Weil sie sich schämt.

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Für all diejenigen Menschen, die jetzt wieder mit „das sind nicht representative Einzelfälle“ kommen – noch mehr Statistiken:

Fast die Hälfte der Frauen in Deutschland hat einer repräsentativen Umfrage zufolge sexuelle Belästigung erfahren. 43 Prozent der befragten Frauen gaben an, schon einmal sexuell bedrängt oder belästigt worden zu sein – bei den befragten Männern waren es zwölf Prozent. Das ergab eine Umfrage des Instituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur, an der Ende Oktober rund 2.000 Menschen teilnahmen.

und noch eine:

40% der Frauen in Deutschland haben seit ihrem 16. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt.

25% der in Deutschland lebenden Frauen haben Gewalt durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner erlebt (häusliche Gewalt).

42% der in Deutschland lebenden Frauen haben psychische Gewalt erlebt, z.B. Einschüchterung, Verleumdungen, Drohungen, Psychoterror.

und ein Video:

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=b1XGPvbWn0A&w=560&h=315]

Feminismus „jammert nicht herum“ (wie es die Autorin eines Kommentars beschrieb) sondern fordert Respekt ein. Ein Respekt, der definitiv nicht gegeben ist, wenn man sich diese Zahlen ansieht. Wenn Frauen noch nie persönlich so etwas erlebt haben, ist das schön. Aber das heißt nicht, dass so etwas nicht existiert.

Ich habe meine eigenen Erfahrungen. Und ich bin kein Einzelfall. Und wenn ich dafür aufstehe, und Gleichberechtigung fordere, mir aber nur entgegnet wird, dass auch Männer diskriminiert werden (was wahr ist), dann hast du das eigentliche Problem nicht verstanden. Das Problem ist, dass Frauen immer noch mit vielen Problemen zu kämpfen haben. Fast alle Vergewaltigungsopfer sind Frauen oder Kinder. (Ja, auch Frauen können Vergewaltiger sein, auch Männer Opfer) In Zahlen: 94% weibliche Opfer; 6% männliche Opfer

Was man dagegen tun kann? Bringt euren Kindern, euren Mitmenschen Respekt bei. Hört auf Mädchen, die sich freizügig kleiden, als Schlampe zu bezeichnen. Hört auf über Jungs zu sagen „es sind halt Jungen“ wenn sie sexistische Kommentare machen. Seid respektvoll im Umgang miteinander und erklärt Opfern, dass es niemals ihre eigene Schuld ist. Bringt solche Delikte zur Anklage. Diese Menschen haben es verdient, bestraft zu werden.

88 Gedanken zu „Feminismus ist unnötig? Schön wär‘s

  1. Es gibt keine Diskriminierung von Frauen. Zu deinen Zahlen: 65% der Opfer von Gewalt sind Männer und da sind Opfer von Häuslicher Gewalt und Vergewaltigung nicht mit drin, da Frauen als Täter in Deutschland immer noch von der Gesellschaft in Schutz genommen werden.

    Desweitern sind diese Zahlen Interpretiert. Sprich, die befragten haben nie angegeben, das sie sexuell belästigt worden sind. Da stehen dann so fragen wie: Wurden sie schon einmal plötzlich umarmt, ohne das sie ihr einverständniss gegeben haben. Was so gut wie jeder mit Ja beantworten kann, der mal bei einer Sylvesterfeier draussen unter Fremden mitgefeiert hat. Und schwupps wird interpretiert, das diese Person Sexuell belästigt worden ist. Also nein, wir habne kein Gesellschaftliches Problem damit

    Und auch sonst gibt es keinerlei Diskriminierung von Frauen. Der Gender Pay Gab existiert nicht aufgrund von Diskriminierung, sondern weil Frauen wesentlich weniger Arbeiten und Leisten als Männer. Hier genügt ein Blick zum Statistischen Bundesamt. Feministinnen lügen aber, das diese eine Diskriminierung sei. Auch die Gläserne Decke, es gibt keinen Beleg, das Frauen aufgrund ihres Frauseins nicht in den Chefetagen sind usw usw usw.

    Auch deine Beispiele sind absolut keine Diskriminierung. Feminismus ist also Sinnlos. und nicht nur das, Feminismus Disrkiminiert mit allem Männer, die einseitigen Frauenförderungen, die Männer auschliesen und die von Männern bezahlt werden müssen, so was wie das Telefon zu hilfe bei Gewalt, aber nur für Frauen, Frauenquoten, das gesamte Familienrecht, das von Feministinnen so gestaltet wurde, das es Väter zu reinen Zahleseln degradiert. Dazu noch andere Gesellschaftliche Diskriminierungen, wie Hotels nur für Frauen, das Männer für Frauen die Eintritte, Getränke und andere Specials bezahlen müssen, unterschiedliche Preisen in z. B. Fitnessclubs und und und. Nein, die einzigen die wirklich Diskriminiert werden, das sind Männer.

    1. @Imion:
      „Der Gender Pay Gab existiert nicht aufgrund von Diskriminierung, sondern weil Frauen wesentlich weniger Arbeiten und Leisten als Männer.“
      Woher hast Du die Info, daß es einen GPG gäbe?
      Destatis und das IW konnten keinen finden.
      Was aber auch kein Wunder ist, da sie primär den Wage-Gap untersucht haben und dazu unzureichende Datensätze vorliegen hatten ( besonders destatis ).
      Sie kommen auf einen unerklärlichen Rest von kleiner 6% ( destatis ), resp. kleiner 2% ( IW ), bei 7% ( destatis ) bzw. 3-4% ( IW ) Rauschen.
      Das schließt einen GPG zwar nicht aus, aber bestätigt auch keinen.
      Sicher ist aber ( schon durch grobe Stichproben eindeutig ), daß es diverse weitere Lohnunterschiede gibt ( geographische z.B. ), die erheblich größer und relevanter sind.

  2. Es gibt keine Diskriminierung von Frauen. Zu deinen Zahlen: 65% der Opfer von Gewalt sind Männer und da sind Opfer von Häuslicher Gewalt und Vergewaltigung nicht mit drin, da Frauen als Täter in Deutschland immer noch von der Gesellschaft in Schutz genommen werden.

    Desweitern sind diese Zahlen Interpretiert. Sprich, die befragten haben nie angegeben, das sie sexuell belästigt worden sind. Da stehen dann so fragen wie: Wurden sie schon einmal plötzlich umarmt, ohne das sie ihr einverständniss gegeben haben. Was so gut wie jeder mit Ja beantworten kann, der mal bei einer Sylvesterfeier draussen unter Fremden mitgefeiert hat. Und schwupps wird interpretiert, das diese Person Sexuell belästigt worden ist. Also nein, wir habne kein Gesellschaftliches Problem damit

    Und auch sonst gibt es keinerlei Diskriminierung von Frauen. Der Gender Pay Gab existiert nicht aufgrund von Diskriminierung, sondern weil Frauen wesentlich weniger Arbeiten und Leisten als Männer. Hier genügt ein Blick zum Statistischen Bundesamt. Feministinnen lügen aber, das diese eine Diskriminierung sei. Auch die Gläserne Decke, es gibt keinen Beleg, das Frauen aufgrund ihres Frauseins nicht in den Chefetagen sind usw usw usw.

    Auch deine Beispiele sind absolut keine Diskriminierung. Feminismus ist also Sinnlos. und nicht nur das, Feminismus Disrkiminiert mit allem Männer, die einseitigen Frauenförderungen, die Männer auschliesen und die von Männern bezahlt werden müssen, so was wie das Telefon zu hilfe bei Gewalt, aber nur für Frauen, Frauenquoten, das gesamte Familienrecht, das von Feministinnen so gestaltet wurde, das es Väter zu reinen Zahleseln degradiert. Dazu noch andere Gesellschaftliche Diskriminierungen, wie Hotels nur für Frauen, das Männer für Frauen die Eintritte, Getränke und andere Specials bezahlen müssen, unterschiedliche Preisen in z. B. Fitnessclubs und und und. Nein, die einzigen die wirklich Diskriminiert werden, das sind Männer.

    1. @Imion:
      „Der Gender Pay Gab existiert nicht aufgrund von Diskriminierung, sondern weil Frauen wesentlich weniger Arbeiten und Leisten als Männer.“
      Woher hast Du die Info, daß es einen GPG gäbe?
      Destatis und das IW konnten keinen finden.
      Was aber auch kein Wunder ist, da sie primär den Wage-Gap untersucht haben und dazu unzureichende Datensätze vorliegen hatten ( besonders destatis ).
      Sie kommen auf einen unerklärlichen Rest von kleiner 6% ( destatis ), resp. kleiner 2% ( IW ), bei 7% ( destatis ) bzw. 3-4% ( IW ) Rauschen.
      Das schließt einen GPG zwar nicht aus, aber bestätigt auch keinen.
      Sicher ist aber ( schon durch grobe Stichproben eindeutig ), daß es diverse weitere Lohnunterschiede gibt ( geographische z.B. ), die erheblich größer und relevanter sind.

  3. „Es gibt keine Diskriminierung von Frauen. Zu deinen Zahlen: 65% der Opfer von Gewalt sind Männer und da sind Opfer von Häuslicher Gewalt und Vergewaltigung nicht mit drin, da Frauen als Täter in Deutschland immer noch von der Gesellschaft in Schutz genommen werden.“
    – Meist Gewalt von Männern gegen Männer, meist in der Öffentlichkeit. Bei Frauen ist es jedoch häufiger, häusliche Gewalt bzw Gewalt im sozialen Umfeld zu erleben. Trotzdem muss man genauso etwas gegen häusliche Gewalt gegen Männer unternehmen.
    http://www.big-berlin.info/news/441

    „Desweitern sind diese Zahlen Interpretiert. Sprich, die befragten haben nie angegeben, das sie sexuell belästigt worden sind. Da stehen dann so fragen wie: Wurden sie schon einmal plötzlich umarmt, ohne das sie ihr einverständniss gegeben haben. Was so gut wie jeder mit Ja beantworten kann, der mal bei einer Sylvesterfeier draussen unter Fremden mitgefeiert hat. Und schwupps wird interpretiert, das diese Person Sexuell belästigt worden ist. Also nein, wir habne kein Gesellschaftliches Problem damit“
    Woher genau willst du denn jetzt bitte wissen, welche Fragen da drin standen? Und ich denke, dass sexuelle Belästigung an dem Punkt anfängt, wo sich eine Person unwohl fühlt, weil ein/ anderer/e sie anfasst oder anzügliche Kommentare macht. Das nennt sich btw auch Rape Culture, weil Menschen wie du das Ganze entschuldigen. Und dir ist auch bewusst, dass du durch diesen Kommentar alle Opfer von sexueller Gewalt weiter in die Dunkelheit drängst, weil du zeigst, dass du ihre Sorgen und Ängste, sowie ihre Erfahrungen nicht ernst nimmst. Wenn die Statistik über Sexuelle Gewalt gegen Männer wäre – Hättest du den gleichen Kommentar geschrieben? Schließlich sind auch diese Zahlen „interpretiert.“

    1. @someone
      „Bei Frauen ist es jedoch häufiger, häusliche Gewalt bzw Gewalt im sozialen Umfeld zu erleben. “
      Nein, im Häuslichen Bereich haben wir eine gleichverteilung. Ist auch wieder so was, wo Feministinnen gelogen haben und Menschen sogar mit dem Tod bedroht haben. Siehe Erin Pizzey, die Gründerin der ersten Frauenhauses in Europa. Ja, genau diese wurde von Feministinnen mit dem Tod bedroht. Ansonsten:https://manndat.de/gewalt-gegen-maenner/haeusliche-gewalt-was-tun-als-maennlicher-betroffener.html

      „Woher genau willst du denn jetzt bitte wissen, welche Fragen da drin standen?“
      Das wurde schon mehrfach unter die Lupe genommen.

      „Und ich denke, dass sexuelle Belästigung an dem Punkt anfängt, wo sich eine Person unwohl fühlt, weil ein/ anderer/e sie anfasst oder anzügliche Kommentare macht.“
      Nein.

      „Das nennt sich btw auch Rape Culture, weil Menschen wie du das Ganze entschuldigen.“
      Nein, weder haben wir eine Rape Culture noch entschuldige ich echte Sexuelle Gewalt. Wie kommst auf das schmale Brett?

      „Und dir ist auch bewusst, dass du durch diesen Kommentar alle Opfer von sexueller Gewalt weiter in die Dunkelheit drängst, weil du zeigst, dass du ihre Sorgen und Ängste, sowie ihre Erfahrungen nicht ernst nimmst.“
      Nein, echte Opfer nehme ich ernst. Was ich ablehne ist, das ganze aufzubauschen bis zum geht nicht mehr und dinge als Sexuelle Belästigung zu betiteln, die keine sind. Das schadet nämlich wirklich den echten Opfern.

      „Wenn die Statistik über Sexuelle Gewalt gegen Männer wäre – Hättest du den gleichen Kommentar geschrieben?“
      Jup, hätte ich.

    2. Dieser Kommentar widerspricht dem ersten Teil deines Lösungsansatzes. Hinzu kommt, dass auch bei Sexualdelikten meist eine nähere Bekanntschaft zwischen Opfern und Tätern besteht. Wenn also gerade Freunde z.B. eine höhere Gefahr sind als Fremde, wie soll das mit dem Respekt beibringen funktionieren? Seit unzähligen Jahren erzählt man Jungen sie dürfen keine Frauen schlagen und doch hat häußliche Gewalt in der Richtung kein Ende gefunden. Mehr oder weniger bekannte feministische Männer die vermeintlich für Frauen kämpfen haben sich in den letzen Monaten als besondere Sexisten bis hin zu Verbrechern herausgestellt.

      Da ist deine letzte Aussage schon nützlicher. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass der Anteil der betroffenen Frauen so hoch ist wie du ihn darstellst, ist die Anzahl der Täter eher gering. Die beste Möglichkeit dagegen vorzugehen ist sich mit allen Mitteln zu wehren zu denen man fähig ist. Leute die damit durchkommen tun es wieder und immer wieder. Belehrungen helfen da überhaupt nicht, eher Hinweise zur Hilfeleistung wie bei allgemeinen Gewalttaten in der Öffentlichkeit auch. Niemand mag es grundlos wie ein potentieller Verbrecher behandelt zu werden, aber viele sind sicher grundsetzlich bereit zu helfen wäre ihre Unsicherheit nicht im weg.

      Was die Statistiken angeht ist es korrekt das manche sehr manipulativ sind. Bei manchen kann man die ursprünglichen Fragestellungen einsehen und diese als suggestiv zu bezeichnen ist in den extremsten Fällen noch untertrieben. Feministen sind eine Intressengruppe wie viele andere die als Ziel leider oft der eigenen Verbreitung den Vorrang über allem anderen geben. Das funktioniert besonders gut über Angst und ein Gefühl von Ungerechtigkeit. Daher werden „Fakten“ entsprechend dieser Haltung ausgelegt. So wie mit der Angst draußen Nachts alleine unterwegs zu sein, es gibt kein höheres Risiko für Frauen in der Hinsicht (das Risiko ist sogar etwas größer für Männer) trotzdem wird diese Furcht sowohl gefördert als auch als Beweise für Unterdrückung dargestellt. Das wissen viele Feministen auch, aber nur die wenigsten sprechen sich in dem Zusammenhang deutlich gegen diese Darstellung aus.

    3. Übrigens hängt hier auch immer noch ein Kommentar von mir im Cache, der freigeschaltet werden möchte. Es geht darin um die Zahlen zu häuslicher Gewalt.
      Wenn Du damit ( dem Freischalten ) Probleme hast, dann frage doch einfach mal einen etwas I-Net-affineren Mitschüler, der hilft Dir sicherlich gern bei der Blogbediehnung.

    4. „http://www.big-berlin.info/news/441“
      „Die meisten Täter häuslicher Gewalt sind männliche Deutsche“
      Womit sich diese Studie schon als feministische ( und antideutsche ) Bullshitpropagande zu erkennen gibt. Und so einen Scheiß glaubst Du, verwendest Du als „Argument?

      Nochmal zum mitdenken:
      Rund 50% aller häuslichen, partnerschaftlichen Gewaltinitiativen lässt sich keinem Geschlecht zuordnen, sondern schaukelt sich gegenseitig auf
      Der Rest teilt sich in 2x 25% auf.
      Und häusliche Gewalt gegen Kinder wird in 66-74% der Fälle von den Müttern begangen ( in Absolutzahlen ), was aufgrund der Alleinerziehungszahlen wohlwollend zu 50:50 runtergeschätzt wird.

      Seriöse Quellen:
      https://frauengewalt.wordpress.com/

      Mittlerweile sind es über 560 Studien, Metastudien, Fachaufsätze u.s.w. aus der gesamten westlichen Welt.
      Was soll also das eine Pöbelpamphlet von „big“?

  4. „Es gibt keine Diskriminierung von Frauen. Zu deinen Zahlen: 65% der Opfer von Gewalt sind Männer und da sind Opfer von Häuslicher Gewalt und Vergewaltigung nicht mit drin, da Frauen als Täter in Deutschland immer noch von der Gesellschaft in Schutz genommen werden.“
    – Meist Gewalt von Männern gegen Männer, meist in der Öffentlichkeit. Bei Frauen ist es jedoch häufiger, häusliche Gewalt bzw Gewalt im sozialen Umfeld zu erleben. Trotzdem muss man genauso etwas gegen häusliche Gewalt gegen Männer unternehmen.
    http://www.big-berlin.info/news/441

    „Desweitern sind diese Zahlen Interpretiert. Sprich, die befragten haben nie angegeben, das sie sexuell belästigt worden sind. Da stehen dann so fragen wie: Wurden sie schon einmal plötzlich umarmt, ohne das sie ihr einverständniss gegeben haben. Was so gut wie jeder mit Ja beantworten kann, der mal bei einer Sylvesterfeier draussen unter Fremden mitgefeiert hat. Und schwupps wird interpretiert, das diese Person Sexuell belästigt worden ist. Also nein, wir habne kein Gesellschaftliches Problem damit“
    Woher genau willst du denn jetzt bitte wissen, welche Fragen da drin standen? Und ich denke, dass sexuelle Belästigung an dem Punkt anfängt, wo sich eine Person unwohl fühlt, weil ein/ anderer/e sie anfasst oder anzügliche Kommentare macht. Das nennt sich btw auch Rape Culture, weil Menschen wie du das Ganze entschuldigen. Und dir ist auch bewusst, dass du durch diesen Kommentar alle Opfer von sexueller Gewalt weiter in die Dunkelheit drängst, weil du zeigst, dass du ihre Sorgen und Ängste, sowie ihre Erfahrungen nicht ernst nimmst. Wenn die Statistik über Sexuelle Gewalt gegen Männer wäre – Hättest du den gleichen Kommentar geschrieben? Schließlich sind auch diese Zahlen „interpretiert.“

    1. @someone
      „Bei Frauen ist es jedoch häufiger, häusliche Gewalt bzw Gewalt im sozialen Umfeld zu erleben. “
      Nein, im Häuslichen Bereich haben wir eine gleichverteilung. Ist auch wieder so was, wo Feministinnen gelogen haben und Menschen sogar mit dem Tod bedroht haben. Siehe Erin Pizzey, die Gründerin der ersten Frauenhauses in Europa. Ja, genau diese wurde von Feministinnen mit dem Tod bedroht. Ansonsten:https://manndat.de/gewalt-gegen-maenner/haeusliche-gewalt-was-tun-als-maennlicher-betroffener.html

      „Woher genau willst du denn jetzt bitte wissen, welche Fragen da drin standen?“
      Das wurde schon mehrfach unter die Lupe genommen.

      „Und ich denke, dass sexuelle Belästigung an dem Punkt anfängt, wo sich eine Person unwohl fühlt, weil ein/ anderer/e sie anfasst oder anzügliche Kommentare macht.“
      Nein.

      „Das nennt sich btw auch Rape Culture, weil Menschen wie du das Ganze entschuldigen.“
      Nein, weder haben wir eine Rape Culture noch entschuldige ich echte Sexuelle Gewalt. Wie kommst auf das schmale Brett?

      „Und dir ist auch bewusst, dass du durch diesen Kommentar alle Opfer von sexueller Gewalt weiter in die Dunkelheit drängst, weil du zeigst, dass du ihre Sorgen und Ängste, sowie ihre Erfahrungen nicht ernst nimmst.“
      Nein, echte Opfer nehme ich ernst. Was ich ablehne ist, das ganze aufzubauschen bis zum geht nicht mehr und dinge als Sexuelle Belästigung zu betiteln, die keine sind. Das schadet nämlich wirklich den echten Opfern.

      „Wenn die Statistik über Sexuelle Gewalt gegen Männer wäre – Hättest du den gleichen Kommentar geschrieben?“
      Jup, hätte ich.

    2. Dieser Kommentar widerspricht dem ersten Teil deines Lösungsansatzes. Hinzu kommt, dass auch bei Sexualdelikten meist eine nähere Bekanntschaft zwischen Opfern und Tätern besteht. Wenn also gerade Freunde z.B. eine höhere Gefahr sind als Fremde, wie soll das mit dem Respekt beibringen funktionieren? Seit unzähligen Jahren erzählt man Jungen sie dürfen keine Frauen schlagen und doch hat häußliche Gewalt in der Richtung kein Ende gefunden. Mehr oder weniger bekannte feministische Männer die vermeintlich für Frauen kämpfen haben sich in den letzen Monaten als besondere Sexisten bis hin zu Verbrechern herausgestellt.

      Da ist deine letzte Aussage schon nützlicher. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass der Anteil der betroffenen Frauen so hoch ist wie du ihn darstellst, ist die Anzahl der Täter eher gering. Die beste Möglichkeit dagegen vorzugehen ist sich mit allen Mitteln zu wehren zu denen man fähig ist. Leute die damit durchkommen tun es wieder und immer wieder. Belehrungen helfen da überhaupt nicht, eher Hinweise zur Hilfeleistung wie bei allgemeinen Gewalttaten in der Öffentlichkeit auch. Niemand mag es grundlos wie ein potentieller Verbrecher behandelt zu werden, aber viele sind sicher grundsetzlich bereit zu helfen wäre ihre Unsicherheit nicht im weg.

      Was die Statistiken angeht ist es korrekt das manche sehr manipulativ sind. Bei manchen kann man die ursprünglichen Fragestellungen einsehen und diese als suggestiv zu bezeichnen ist in den extremsten Fällen noch untertrieben. Feministen sind eine Intressengruppe wie viele andere die als Ziel leider oft der eigenen Verbreitung den Vorrang über allem anderen geben. Das funktioniert besonders gut über Angst und ein Gefühl von Ungerechtigkeit. Daher werden „Fakten“ entsprechend dieser Haltung ausgelegt. So wie mit der Angst draußen Nachts alleine unterwegs zu sein, es gibt kein höheres Risiko für Frauen in der Hinsicht (das Risiko ist sogar etwas größer für Männer) trotzdem wird diese Furcht sowohl gefördert als auch als Beweise für Unterdrückung dargestellt. Das wissen viele Feministen auch, aber nur die wenigsten sprechen sich in dem Zusammenhang deutlich gegen diese Darstellung aus.

    3. Übrigens hängt hier auch immer noch ein Kommentar von mir im Cache, der freigeschaltet werden möchte. Es geht darin um die Zahlen zu häuslicher Gewalt.
      Wenn Du damit ( dem Freischalten ) Probleme hast, dann frage doch einfach mal einen etwas I-Net-affineren Mitschüler, der hilft Dir sicherlich gern bei der Blogbediehnung.

    4. „http://www.big-berlin.info/news/441“
      „Die meisten Täter häuslicher Gewalt sind männliche Deutsche“
      Womit sich diese Studie schon als feministische ( und antideutsche ) Bullshitpropagande zu erkennen gibt. Und so einen Scheiß glaubst Du, verwendest Du als „Argument?

      Nochmal zum mitdenken:
      Rund 50% aller häuslichen, partnerschaftlichen Gewaltinitiativen lässt sich keinem Geschlecht zuordnen, sondern schaukelt sich gegenseitig auf
      Der Rest teilt sich in 2x 25% auf.
      Und häusliche Gewalt gegen Kinder wird in 66-74% der Fälle von den Müttern begangen ( in Absolutzahlen ), was aufgrund der Alleinerziehungszahlen wohlwollend zu 50:50 runtergeschätzt wird.

      Seriöse Quellen:
      https://frauengewalt.wordpress.com/

      Mittlerweile sind es über 560 Studien, Metastudien, Fachaufsätze u.s.w. aus der gesamten westlichen Welt.
      Was soll also das eine Pöbelpamphlet von „big“?

  5. Was dir geschehen ist, ist scheiße.
    Da gebe ich dir völlig recht.
    Und was deiner Freundin geschehen ist, ist schlicht eines der traumatisierensten Verbrechen die es gibt.
    Unendschuldbar und gehört bestraft.

    Aus deinen anderen posts lese ich heraus, daß du feminismus als gleichberechtigung aller Menschen siehst.
    Und das finde ich wunderbar.
    Genau das ist es was ich als MRA auch möchte.

    Aber lass mich dir eine (leider nicht ganz so kurze ) Geschichte erzählen.
    Ich war dir und den Ideologien die du vertrittst einmal sehr ähnlich.
    Ich war jung, und wuchs in der Gewissheit auf, das Frauen in unserer Gesellschaft benachteiligt werden.
    Und weil ich als kleiner Junge eben auch immer der Ritter seien wollte, beschloß ich mich dafür zu engagieren.

    Mein Engagement wuchs noch, als mein Kampfsport Trainer anfing selbstverteidigungskurse extra für Frauen zu geben.
    (Ich dürfte ihm assistieren und den Bad Guy spielen.)

    Ich bezeichnete mich selbst als Feministin.
    Denn ich war der Ansicht das feminismus ein Gleichgewicht in den Machtverhältnissen in unserem Land herstellen will.
    Ich hab sogar bei einigen Kundgebungen mitgemacht und Unterschriften für z.b. mehr Frauenparkplätze in einem Einkaufszentrum gesammelt.

    Meine politische Einstellung war und ist bis heute sehr liberal.

    Und dann wurde ich vor mehr als 6 Jahren zum ersten mal Vater.
    Was für ein glücklicher tag in meinem leben.
    Als dieses kleine Bündel Menschlein zum ersten mal auf meiner Brust lag, passierte etwas mit mir.
    Lange Zeit später habe ich einmal ein Zitat gelesen, und wusste das dieser Mann recht hat.
    „Der Tag an dem ich Vater wurde war der Tag an dem mir klar wurde das ich Töten kann. “
    Denn das war der Tag, ab dem ich mit unerschütterlicher Sicherheit wußte, daß ich absolut alles tun würde um dieses winzige mir anvertraute Menschlein zu beschützen.

    Aber alles kommt anders als man denkt.
    Und die Beziehung zur Mutter des kleinen hielt nicht lange.
    Eine Woche nach seinem ersten Geburtstag hat sie mich verlassen.
    (Die genauen gründe und Umstände erspare ich mal allen. Aber soviel seigesagt. Es war nicht weil ich ihr oder dem Kind irgendetwas angetan habe. )
    Und zum ersten mal sah ich mich in einer Rechtlosen Lage.
    Wir waren ja nicht verheiratet.
    Also blieb das Kind bei ihr, und sie hatte das alleinige sorgerecht.
    Ich hab mich zwar um einen sehr ausgiebigen umgang bemüht. Und diesen weil wir beide erwachsen sind und die paarebene gut von der Eltern Ebene trennen konnten auch bekommen.
    Aber man hat stets dieses Damoklesschwert über sich.
    Das wenn du es nicht so machst wie mama das möchte, du dein Kind eben nicht mehr siehst.
    Also bin ich zum Jugendamt gegangen um zu sehen was man da so machen kann, damit ich irgendwelche Sicherheiten habe, das sie nicht spontan mit meinem Sohn nach was-weiß-ich-wohin auswandert.
    Ich bin dort sogar einem Mann als Gesprächspartner begegnet.
    Doch was ich zu hören bekommen habe war so garnicht was ich mir erhofft habe.

    Kurz zusammengefasst sagte er mir, ich solle den Ball flach halten.
    Solle der Mutter bezahlen was sie haben möchte. Und bloß nichts fordern.
    Das Kind ist bei der Mutter und die sei die wichtigere bezugsperson.

    Das war also der erste schlag unter die Gürtellinie den ich einstecken musste.
    Da bekam ich dann langsam zweifel an meiner feministischen weltsicht, das Frauen ja überall unterdrückt werden und Männer alle Rechte und Privilegien haben.

    Zu diesem Zeitpunkt bin ich dann eine fernbeziehung mit einer deutlich jüngeren Frau eingegangen.
    Wir haben darüber gesprochen, und uns war beiden klar, daß wir momentan keine gemeinsamen Kinder wollen.
    Da sie aber Kondome nicht vertrug, versicherte sie mir das sie absolut zuverlässig die Pille nimmt.
    (Wie naiv man auch mit Mitte 30 noch seien kann wundert mich immer wieder. )
    Nun, es kam wie es kommen mußte, einige Monate später war sie schwanger.
    Und berichtete mir das mit dem sofort hinzugefügten Zusatz, das eine Abtreibung für sie absolut nicht in frage kommt.

    Wir haben es dann versucht, und sie ist bei mir eingezogen. Aber ihre Eifersucht auf meine ex war einfach unermesslich.
    Der tropfen der das Fass zum überlaufen brachte war dann, das ich der Mutter meines ersten Sohnes 100 Euro geliehen habe, damit sie ihre Miete für den Monat bezahlen kann.
    Das war dann das aus dieser Beziehung.
    Und besagte Dame ist in ihre Heimat zu ihren Eltern zurück gezogen.
    Da unser Kind zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf der Welt war, hatte ich absolut keine handhabe, sie daran zu hindern.
    (Und hätte es auch vermutlich nicht getan, da sie und mein Sohn dort sehr viel mehr Unterstützung bekommen, als ich leisten könnte. )
    Sie hat mich natürlich auch auf allen Messangern geblockt.
    Und gedroht mich an zu zeigen. Weil meine wöchentlichen nachfragen wie es unserem kind geht, und ob sie ein neues Ultraschall Bild hat, an stalking Grenzen. 🙁
    Sie hat sich auch ohne mich für einen Namen entschieden. (Mitspracherecht Fehlanzeige. )
    Und mir sehr deutlich zu verstehen gegeben, ICH hätte nicht mit zu entscheiden wie IHR Kind heißen wird.

    Zur Geburt bin ich dann die 600km gefahren, um meinen Sohn zu sehen und die Vaterschaft an zu erkennen.

    Das war dann kein schlag mehr, sondern eher ein tritt in die Weichteile.

    Zwei Monate nachdem ich wieder Zuhause war, kam dann der erste Brief von ihrem Anwalt.
    Unterhalt für den kleinen habe ich zwar bis dahin immer regelmäßig gezahlt. Aber jetzt wollte sie noch unterhalt für sich.
    Immerhin hat sie ja ihre erfolgversprechende Karriere geopfert, um mein Kind groß zu ziehen.
    Das sie in ihrem gesamten leben erst 12 Monate Vollzieht gearbeitet hat, und sich die gesamte SS hat krankschreiben lassen, war irgendwie nie ausschlaggebend.

    Also bekommt sie zusätzlich zum Kindesunterhalt noch einmal genauso viel für sich.
    Unterhalt für meinen großen muß ich natürlich auch zahlen.
    Also blieb mir über 3 Jahre trotz 40h Woche in einem nicht schlecht bezahlten Job, lediglich der selbsterhalt (1100€ pro Monat im Jahresdurchschnitt. )
    Das heißt.
    Auch weihnachtsgeld und Urlaubsgeld werden angerechnet.
    Was soviel bedeutet wie. In 10 von 12 Monaten bleiben mir weniger als 900 Euro von meinem Brutto.
    Für mich bedeutete daß :
    Ich mußte die gerade renovierte Wohnung aufgeben.
    Mein Auto verkaufen
    Und jahrelang von knapp 200 Euro im Monat leben, und meinem großen ein Vater sein.

    Das war mehr als hart.
    Aber genug von meinem Leidensweg.
    Worauf ich eigentlich hinaus wollte waren die Reaktionen von meinen feministischen Freunden.
    Denn ich war Feuer und flamme diese himmelhoch schreiende Ungerechtigkeit zu bekämpfen.
    Gleiches Recht für beide Geschlechter!
    Das war doch unser Ansatz. …

    Nun. Ich wurde bitter enttäuscht.
    Denn die selben Menschen mit denen ich für Frauenrechte und Parkplätze auf die Straße gegangen bin, wollten plötzlich nichts mehr von gleichberechtigungwissen.

    Ich bakam Sprüche an den Kopf geworfen wie:
    Du bist ein cis Mann. Du brauchst nicht noch mehr Privilegien. Du bist teil des Problems.
    Wie kannst du es wagen ihr ihr recht auf Selbstbestimmung absprechen zu wollen.

    Du bist der Vater. Du hast das recht zu zahlen und sonst garnichts.

    Tja, wärst du mal netter zu ihr gewesen, dann hätte sie dich auch nicht verlassen.
    (Und hinter meinem Rücken wurde gemunkelt das ich wohl pervers bin. )

    Einer nach dem anderen wandte sich von mir ab.
    Einer warf mir sogar einmal vor, ich sei ein Maulwurf der Maskulinisten.
    (Das war das erste mal, das ich das Wort überhaupt hörte. )

    Aber ich hab es einmal nachgeschlagen.
    Und bin auf einige wenige Webseiten gestoßen die dann doch eher meiner Idee von gleichberechtigung entsprachen.

    Und das beste war, auch wenn der Ton dort manchmal etwas Harscher ist.
    Diese Menschen sehen Frauen nicht als das böse geschlecht. (Von einigen erbärmlichen Ausnahmen abgesehen )
    Sie glauben, so wie ich, das gleichberechtigung bedeutet, daß jeder die gleichen Chancen haben sollte sein Leben so zu gestalten wie er oder sie das möchte.
    Und das paarbeziehungen auf Augenhöhe in allen Bereichen seien sollten.

    (Aber wie du schon sagtest, Spinner findet man in jedem Lager.)

    Aber sie haben fast alle ein Problem damit feminismus als weg zur gleichberechtigung zu sehen.
    Denn sie haben wie ich auch die bittere Feststellung gemacht das die Gleichberechtigung die Feministinnen möchten meist keine gleichberechtigung ist.
    Denn für gefühlte 99% der Feministinnen hört gleichberechtigung auf, wenn der machtlose / Leittragende der ungleichberechtigung ein heterosexueller weißer Mann ist.

    Ich rate dir deswegen ganz klar.
    Informiere dich stets über mehrere Standpunkte zu einem Thema bevor du dir eine Meinung bildest.
    Schau dir die Statistiken und Quellen genau an.
    Prüfe die Quellen von Aussagen die du zu dem Thema liest.

    Das alles macht natürlich dein Erlebnis oder das furchtbare gewaltverbrechen das deiner Freundin geschehen ist nicht besser.

    Und ich stimme dir absolut zu, das Frauen ganz andere Schwierigkeiten zu bewältigen haben als Männer.
    Und das ist definitiv etwas worüber mehr Aufklärung betrieben werden muß.
    (Bei beiden Geschlechtern )

    Ich kenne mitlerweile die meisten der von dir oben zitierten statistiken.
    Und zu mehren davon fällt mir eine Antwort ein, die du vermutlich nicht hören willst.

    Deswegen lasse ich das diskutieren für heute.
    Und wünsche dir einen ruhigen Schlaf.

    1. Das ist wirklich heftig, was dir widerfahren ist.
      Ich hoffe, du stehst das alles durch und verliert den Mut, und den Glauben an die Menschheit, und den Glauben an Gerechtigkeit nicht.
      Viele Grüße

  6. Was dir geschehen ist, ist scheiße.
    Da gebe ich dir völlig recht.
    Und was deiner Freundin geschehen ist, ist schlicht eines der traumatisierensten Verbrechen die es gibt.
    Unendschuldbar und gehört bestraft.

    Aus deinen anderen posts lese ich heraus, daß du feminismus als gleichberechtigung aller Menschen siehst.
    Und das finde ich wunderbar.
    Genau das ist es was ich als MRA auch möchte.

    Aber lass mich dir eine (leider nicht ganz so kurze ) Geschichte erzählen.
    Ich war dir und den Ideologien die du vertrittst einmal sehr ähnlich.
    Ich war jung, und wuchs in der Gewissheit auf, das Frauen in unserer Gesellschaft benachteiligt werden.
    Und weil ich als kleiner Junge eben auch immer der Ritter seien wollte, beschloß ich mich dafür zu engagieren.

    Mein Engagement wuchs noch, als mein Kampfsport Trainer anfing selbstverteidigungskurse extra für Frauen zu geben.
    (Ich dürfte ihm assistieren und den Bad Guy spielen.)

    Ich bezeichnete mich selbst als Feministin.
    Denn ich war der Ansicht das feminismus ein Gleichgewicht in den Machtverhältnissen in unserem Land herstellen will.
    Ich hab sogar bei einigen Kundgebungen mitgemacht und Unterschriften für z.b. mehr Frauenparkplätze in einem Einkaufszentrum gesammelt.

    Meine politische Einstellung war und ist bis heute sehr liberal.

    Und dann wurde ich vor mehr als 6 Jahren zum ersten mal Vater.
    Was für ein glücklicher tag in meinem leben.
    Als dieses kleine Bündel Menschlein zum ersten mal auf meiner Brust lag, passierte etwas mit mir.
    Lange Zeit später habe ich einmal ein Zitat gelesen, und wusste das dieser Mann recht hat.
    „Der Tag an dem ich Vater wurde war der Tag an dem mir klar wurde das ich Töten kann. “
    Denn das war der Tag, ab dem ich mit unerschütterlicher Sicherheit wußte, daß ich absolut alles tun würde um dieses winzige mir anvertraute Menschlein zu beschützen.

    Aber alles kommt anders als man denkt.
    Und die Beziehung zur Mutter des kleinen hielt nicht lange.
    Eine Woche nach seinem ersten Geburtstag hat sie mich verlassen.
    (Die genauen gründe und Umstände erspare ich mal allen. Aber soviel seigesagt. Es war nicht weil ich ihr oder dem Kind irgendetwas angetan habe. )
    Und zum ersten mal sah ich mich in einer Rechtlosen Lage.
    Wir waren ja nicht verheiratet.
    Also blieb das Kind bei ihr, und sie hatte das alleinige sorgerecht.
    Ich hab mich zwar um einen sehr ausgiebigen umgang bemüht. Und diesen weil wir beide erwachsen sind und die paarebene gut von der Eltern Ebene trennen konnten auch bekommen.
    Aber man hat stets dieses Damoklesschwert über sich.
    Das wenn du es nicht so machst wie mama das möchte, du dein Kind eben nicht mehr siehst.
    Also bin ich zum Jugendamt gegangen um zu sehen was man da so machen kann, damit ich irgendwelche Sicherheiten habe, das sie nicht spontan mit meinem Sohn nach was-weiß-ich-wohin auswandert.
    Ich bin dort sogar einem Mann als Gesprächspartner begegnet.
    Doch was ich zu hören bekommen habe war so garnicht was ich mir erhofft habe.

    Kurz zusammengefasst sagte er mir, ich solle den Ball flach halten.
    Solle der Mutter bezahlen was sie haben möchte. Und bloß nichts fordern.
    Das Kind ist bei der Mutter und die sei die wichtigere bezugsperson.

    Das war also der erste schlag unter die Gürtellinie den ich einstecken musste.
    Da bekam ich dann langsam zweifel an meiner feministischen weltsicht, das Frauen ja überall unterdrückt werden und Männer alle Rechte und Privilegien haben.

    Zu diesem Zeitpunkt bin ich dann eine fernbeziehung mit einer deutlich jüngeren Frau eingegangen.
    Wir haben darüber gesprochen, und uns war beiden klar, daß wir momentan keine gemeinsamen Kinder wollen.
    Da sie aber Kondome nicht vertrug, versicherte sie mir das sie absolut zuverlässig die Pille nimmt.
    (Wie naiv man auch mit Mitte 30 noch seien kann wundert mich immer wieder. )
    Nun, es kam wie es kommen mußte, einige Monate später war sie schwanger.
    Und berichtete mir das mit dem sofort hinzugefügten Zusatz, das eine Abtreibung für sie absolut nicht in frage kommt.

    Wir haben es dann versucht, und sie ist bei mir eingezogen. Aber ihre Eifersucht auf meine ex war einfach unermesslich.
    Der tropfen der das Fass zum überlaufen brachte war dann, das ich der Mutter meines ersten Sohnes 100 Euro geliehen habe, damit sie ihre Miete für den Monat bezahlen kann.
    Das war dann das aus dieser Beziehung.
    Und besagte Dame ist in ihre Heimat zu ihren Eltern zurück gezogen.
    Da unser Kind zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf der Welt war, hatte ich absolut keine handhabe, sie daran zu hindern.
    (Und hätte es auch vermutlich nicht getan, da sie und mein Sohn dort sehr viel mehr Unterstützung bekommen, als ich leisten könnte. )
    Sie hat mich natürlich auch auf allen Messangern geblockt.
    Und gedroht mich an zu zeigen. Weil meine wöchentlichen nachfragen wie es unserem kind geht, und ob sie ein neues Ultraschall Bild hat, an stalking Grenzen. 🙁
    Sie hat sich auch ohne mich für einen Namen entschieden. (Mitspracherecht Fehlanzeige. )
    Und mir sehr deutlich zu verstehen gegeben, ICH hätte nicht mit zu entscheiden wie IHR Kind heißen wird.

    Zur Geburt bin ich dann die 600km gefahren, um meinen Sohn zu sehen und die Vaterschaft an zu erkennen.

    Das war dann kein schlag mehr, sondern eher ein tritt in die Weichteile.

    Zwei Monate nachdem ich wieder Zuhause war, kam dann der erste Brief von ihrem Anwalt.
    Unterhalt für den kleinen habe ich zwar bis dahin immer regelmäßig gezahlt. Aber jetzt wollte sie noch unterhalt für sich.
    Immerhin hat sie ja ihre erfolgversprechende Karriere geopfert, um mein Kind groß zu ziehen.
    Das sie in ihrem gesamten leben erst 12 Monate Vollzieht gearbeitet hat, und sich die gesamte SS hat krankschreiben lassen, war irgendwie nie ausschlaggebend.

    Also bekommt sie zusätzlich zum Kindesunterhalt noch einmal genauso viel für sich.
    Unterhalt für meinen großen muß ich natürlich auch zahlen.
    Also blieb mir über 3 Jahre trotz 40h Woche in einem nicht schlecht bezahlten Job, lediglich der selbsterhalt (1100€ pro Monat im Jahresdurchschnitt. )
    Das heißt.
    Auch weihnachtsgeld und Urlaubsgeld werden angerechnet.
    Was soviel bedeutet wie. In 10 von 12 Monaten bleiben mir weniger als 900 Euro von meinem Brutto.
    Für mich bedeutete daß :
    Ich mußte die gerade renovierte Wohnung aufgeben.
    Mein Auto verkaufen
    Und jahrelang von knapp 200 Euro im Monat leben, und meinem großen ein Vater sein.

    Das war mehr als hart.
    Aber genug von meinem Leidensweg.
    Worauf ich eigentlich hinaus wollte waren die Reaktionen von meinen feministischen Freunden.
    Denn ich war Feuer und flamme diese himmelhoch schreiende Ungerechtigkeit zu bekämpfen.
    Gleiches Recht für beide Geschlechter!
    Das war doch unser Ansatz. …

    Nun. Ich wurde bitter enttäuscht.
    Denn die selben Menschen mit denen ich für Frauenrechte und Parkplätze auf die Straße gegangen bin, wollten plötzlich nichts mehr von gleichberechtigungwissen.

    Ich bakam Sprüche an den Kopf geworfen wie:
    Du bist ein cis Mann. Du brauchst nicht noch mehr Privilegien. Du bist teil des Problems.
    Wie kannst du es wagen ihr ihr recht auf Selbstbestimmung absprechen zu wollen.

    Du bist der Vater. Du hast das recht zu zahlen und sonst garnichts.

    Tja, wärst du mal netter zu ihr gewesen, dann hätte sie dich auch nicht verlassen.
    (Und hinter meinem Rücken wurde gemunkelt das ich wohl pervers bin. )

    Einer nach dem anderen wandte sich von mir ab.
    Einer warf mir sogar einmal vor, ich sei ein Maulwurf der Maskulinisten.
    (Das war das erste mal, das ich das Wort überhaupt hörte. )

    Aber ich hab es einmal nachgeschlagen.
    Und bin auf einige wenige Webseiten gestoßen die dann doch eher meiner Idee von gleichberechtigung entsprachen.

    Und das beste war, auch wenn der Ton dort manchmal etwas Harscher ist.
    Diese Menschen sehen Frauen nicht als das böse geschlecht. (Von einigen erbärmlichen Ausnahmen abgesehen )
    Sie glauben, so wie ich, das gleichberechtigung bedeutet, daß jeder die gleichen Chancen haben sollte sein Leben so zu gestalten wie er oder sie das möchte.
    Und das paarbeziehungen auf Augenhöhe in allen Bereichen seien sollten.

    (Aber wie du schon sagtest, Spinner findet man in jedem Lager.)

    Aber sie haben fast alle ein Problem damit feminismus als weg zur gleichberechtigung zu sehen.
    Denn sie haben wie ich auch die bittere Feststellung gemacht das die Gleichberechtigung die Feministinnen möchten meist keine gleichberechtigung ist.
    Denn für gefühlte 99% der Feministinnen hört gleichberechtigung auf, wenn der machtlose / Leittragende der ungleichberechtigung ein heterosexueller weißer Mann ist.

    Ich rate dir deswegen ganz klar.
    Informiere dich stets über mehrere Standpunkte zu einem Thema bevor du dir eine Meinung bildest.
    Schau dir die Statistiken und Quellen genau an.
    Prüfe die Quellen von Aussagen die du zu dem Thema liest.

    Das alles macht natürlich dein Erlebnis oder das furchtbare gewaltverbrechen das deiner Freundin geschehen ist nicht besser.

    Und ich stimme dir absolut zu, das Frauen ganz andere Schwierigkeiten zu bewältigen haben als Männer.
    Und das ist definitiv etwas worüber mehr Aufklärung betrieben werden muß.
    (Bei beiden Geschlechtern )

    Ich kenne mitlerweile die meisten der von dir oben zitierten statistiken.
    Und zu mehren davon fällt mir eine Antwort ein, die du vermutlich nicht hören willst.

    Deswegen lasse ich das diskutieren für heute.
    Und wünsche dir einen ruhigen Schlaf.

    1. Das ist wirklich heftig, was dir widerfahren ist.
      Ich hoffe, du stehst das alles durch und verliert den Mut, und den Glauben an die Menschheit, und den Glauben an Gerechtigkeit nicht.
      Viele Grüße

  7. „„Ich als Feministin setze mich für beide Geschlechter ein.““
    Warum lese ich dann nur Frauen, Frauen, Frauen….
    Laut einer Studie von Familienministerium und Bundeskriminalamt werden Männer zunehmend oft Opfer von Gewalt durch ihre Freundin oder Ex-Partnerin. Während 2012 noch 19.971 männliche Opfer gezählt wurden, waren es vergangenes Jahr bereits 23.167 ein Plus von 15 Prozent.
    Auch die Prozentzahl männlicher Opfer erhöhte sich zuletzt von 16,5 auf 18,2 Prozent.
    116 Männer starben im letzten Jahr durch Gewalt in der Partnerschaft. Auch das Hilfeangebot ist einseitig sexistisch zu Gunsten der Frauen. 435 Frauenhäusern in der Bundesrepublik stehen nur drei Männerhäuser gegenüber.
    Hinzu kommt noch, dass Frauen im Allgemeinen mehr zu psychischer Gewalt und eher noch zu Psychoterror neigen.
    Vielleicht solltest du deine Texte gegen Gewalt, deinem Anspruch gemäß, Geschlechtsneutraler abfassen.
    Mal eine Geschichte dazu, dem Mann wurde nicht einmal durch die Ärztin geholfen, weil es in Deutschland keine Möglichkeit dafür gibt, das zu tun.
    „„Ich als Feministin setze mich für beide Geschlechter ein.““
    Warum lese ich dann nur Frauen, Frauen, Frauen….
    Laut einer Studie von Familienministerium und Bundeskriminalamt werden Männer zunehmend oft Opfer von Gewalt durch ihre Freundin oder Ex-Partnerin. Während 2012 noch 19.971 männliche Opfer gezählt wurden, waren es vergangenes Jahr bereits 23.167 – ein Plus von 15 Prozent.
    Auch die Prozentzahl männlicher Opfer erhöhte sich zuletzt von 16,5 auf 18,2 Prozent.
    116 Männer starben im letzten Jahr durch Gewalt in der Partnerschaft. Auch das Hilfeangebot ist einseitig sexistisch zu Gunsten der Frauen. 435 Frauenhäusern in der Bundesrepublik stehen nur drei Männerhäuser gegenüber.
    Hinzu kommt noch, dass Frauen im Allgemeinen mehr zu psychischer Gewalt und eher noch zu Psychoterror neigen.
    Vielleicht solltest du deine Texte gegen Gewalt, deinem Anspruch gemäß, Geschlechtsneutraler abfassen.
    http://www.deutschlandfunkkultur.de/von-psychoterror-bis-vergewaltigung-wenn-maenner-opfer.976.de.html?dram:article_id=367876

    1. Du verstehst schon, was „und“ bedeutet, oder?
      Ich habe diesen Beitrag als Antwort auf all die Antifeministen die behauptet hatten, Feminismus wäre unnötig weil Frauen weder Sexismus, noch Diskriminierung erfahren würden.

      1. „Ich habe diesen Beitrag als Antwort auf all die Antifeministen die behauptet hatten, Feminismus wäre unnötig weil Frauen weder Sexismus, noch Diskriminierung erfahren würden.“
        Wäre nett, wenn Du Deine Zitate und Thesen mal mit ein paar Quellenbelegen versehen könntest. Ansonsten sind es nämlich reine Unterstellungen, ohne Wert.

        Wer sind denn „all die Antifeministen“ und wie viele und wo? Zitiere sie doch direkt ( mit Quellink ). Ich, als äußerst feminismuskritischer Mensch kenne keinen einzigen davon, obwohl ich täglich in der „Antifeministenszene“ herumsurfe.

        Schon im ersten Absatz des Posts zitierst Du scheinbar irgendwen, der behauptet etwas über irgendeine Studie zu sagen. Nun, es gibt viele irgendwers, die behaupten irgendwas über irgendeine Studie erwähnen zu können.
        Das besagt aber nicht, daß sie ernstzunehmende Menschen sind, noch nichtmal, daß es sie, oder die unterstellte Studie überhaupt gibt. Kurz gesagt: Das ist verdammt dünn, was Du zur Rechtfertigung von Feminismus anführst.
        Sowas z.B. sollte man nicht einfach so unterstellen:
        „Fast alle Vergewaltigungsopfer sind Frauen oder Kinder. (Ja, auch Frauen können Vergewaltiger sein, auch Männer Opfer) In Zahlen: 94% weibliche Opfer; 6% männliche Opfer“

        Sowas z.B. sollte man nicht einfach so unterstellen, sonst outet man sich als Feministin im schlechtesten Sinne des Wortes.
        Hattest Du nicht letztens erst geschrieben, daß Du der Meinung bist, Feministen würden nicht lügen ( was übrigens eine Lüge ist, aber die kann ja auch auf schlichter Gutgläubigkeit/Ignoranz beruhen )?
        Ex-BGH-Richter Fischer hat übrigens gerade ein regelrechtes Bildungswerk zu ( feministischen ) Zahlenspielereien, resp. dem Bildungsstand mancher Interpreten von unverstandenen Daten geschrieben, welches sehr empfehlenswert ist:
        http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-12/sexualstrafrecht-sexismus-debatte-zahlen
        Ist ziemlich lang, aber das ist auch gerechtfertigt durch die Infofülle, die sich im dem Artikel befindet.

  8. „„Ich als Feministin setze mich für beide Geschlechter ein.““
    Warum lese ich dann nur Frauen, Frauen, Frauen….
    Laut einer Studie von Familienministerium und Bundeskriminalamt werden Männer zunehmend oft Opfer von Gewalt durch ihre Freundin oder Ex-Partnerin. Während 2012 noch 19.971 männliche Opfer gezählt wurden, waren es vergangenes Jahr bereits 23.167 ein Plus von 15 Prozent.
    Auch die Prozentzahl männlicher Opfer erhöhte sich zuletzt von 16,5 auf 18,2 Prozent.
    116 Männer starben im letzten Jahr durch Gewalt in der Partnerschaft. Auch das Hilfeangebot ist einseitig sexistisch zu Gunsten der Frauen. 435 Frauenhäusern in der Bundesrepublik stehen nur drei Männerhäuser gegenüber.
    Hinzu kommt noch, dass Frauen im Allgemeinen mehr zu psychischer Gewalt und eher noch zu Psychoterror neigen.
    Vielleicht solltest du deine Texte gegen Gewalt, deinem Anspruch gemäß, Geschlechtsneutraler abfassen.
    Mal eine Geschichte dazu, dem Mann wurde nicht einmal durch die Ärztin geholfen, weil es in Deutschland keine Möglichkeit dafür gibt, das zu tun.
    „„Ich als Feministin setze mich für beide Geschlechter ein.““
    Warum lese ich dann nur Frauen, Frauen, Frauen….
    Laut einer Studie von Familienministerium und Bundeskriminalamt werden Männer zunehmend oft Opfer von Gewalt durch ihre Freundin oder Ex-Partnerin. Während 2012 noch 19.971 männliche Opfer gezählt wurden, waren es vergangenes Jahr bereits 23.167 – ein Plus von 15 Prozent.
    Auch die Prozentzahl männlicher Opfer erhöhte sich zuletzt von 16,5 auf 18,2 Prozent.
    116 Männer starben im letzten Jahr durch Gewalt in der Partnerschaft. Auch das Hilfeangebot ist einseitig sexistisch zu Gunsten der Frauen. 435 Frauenhäusern in der Bundesrepublik stehen nur drei Männerhäuser gegenüber.
    Hinzu kommt noch, dass Frauen im Allgemeinen mehr zu psychischer Gewalt und eher noch zu Psychoterror neigen.
    Vielleicht solltest du deine Texte gegen Gewalt, deinem Anspruch gemäß, Geschlechtsneutraler abfassen.
    http://www.deutschlandfunkkultur.de/von-psychoterror-bis-vergewaltigung-wenn-maenner-opfer.976.de.html?dram:article_id=367876

    1. Du verstehst schon, was „und“ bedeutet, oder?
      Ich habe diesen Beitrag als Antwort auf all die Antifeministen die behauptet hatten, Feminismus wäre unnötig weil Frauen weder Sexismus, noch Diskriminierung erfahren würden.

      1. „Ich habe diesen Beitrag als Antwort auf all die Antifeministen die behauptet hatten, Feminismus wäre unnötig weil Frauen weder Sexismus, noch Diskriminierung erfahren würden.“
        Wäre nett, wenn Du Deine Zitate und Thesen mal mit ein paar Quellenbelegen versehen könntest. Ansonsten sind es nämlich reine Unterstellungen, ohne Wert.

        Wer sind denn „all die Antifeministen“ und wie viele und wo? Zitiere sie doch direkt ( mit Quellink ). Ich, als äußerst feminismuskritischer Mensch kenne keinen einzigen davon, obwohl ich täglich in der „Antifeministenszene“ herumsurfe.

        Schon im ersten Absatz des Posts zitierst Du scheinbar irgendwen, der behauptet etwas über irgendeine Studie zu sagen. Nun, es gibt viele irgendwers, die behaupten irgendwas über irgendeine Studie erwähnen zu können.
        Das besagt aber nicht, daß sie ernstzunehmende Menschen sind, noch nichtmal, daß es sie, oder die unterstellte Studie überhaupt gibt. Kurz gesagt: Das ist verdammt dünn, was Du zur Rechtfertigung von Feminismus anführst.
        Sowas z.B. sollte man nicht einfach so unterstellen:
        „Fast alle Vergewaltigungsopfer sind Frauen oder Kinder. (Ja, auch Frauen können Vergewaltiger sein, auch Männer Opfer) In Zahlen: 94% weibliche Opfer; 6% männliche Opfer“

        Sowas z.B. sollte man nicht einfach so unterstellen, sonst outet man sich als Feministin im schlechtesten Sinne des Wortes.
        Hattest Du nicht letztens erst geschrieben, daß Du der Meinung bist, Feministen würden nicht lügen ( was übrigens eine Lüge ist, aber die kann ja auch auf schlichter Gutgläubigkeit/Ignoranz beruhen )?
        Ex-BGH-Richter Fischer hat übrigens gerade ein regelrechtes Bildungswerk zu ( feministischen ) Zahlenspielereien, resp. dem Bildungsstand mancher Interpreten von unverstandenen Daten geschrieben, welches sehr empfehlenswert ist:
        http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-12/sexualstrafrecht-sexismus-debatte-zahlen
        Ist ziemlich lang, aber das ist auch gerechtfertigt durch die Infofülle, die sich im dem Artikel befindet.

  9. Jeder einzelne Kommentarschreiber, der selbst schlechte Erfahrungen, sei es mit Männern oder mit Frauen gemacht hat, hat mein aufrichtiges Mitgefühl.
    Aber in der ganzen Debatte fehlt mir Suche nach Lösungen! Sollen wir uns jetzt also darauf einigen, dass Frauen weiter belästigt werden dürfen, weil Männer auch in mancher Hinsicht benachteiligt werden? Im Stil: Solange bei mir nicht alles ok ist, soll sich in deinem Leben auch nichts verbessern? Dann wird sich niemals etwas ändern. Ist es also das, worauf die Kommentatoren vor mir hinaus wollen?

    Warum sprechen wir hier überhaupt von verschiedenen Gruppen? Hier geht es nicht um „Männer gegen Frauen“, wie es sich für viele offenbar anfühlt, sondern um Probleme in unserer Gesellschaft, die alle und jeden einzelnen angehen. Und ich vertraue darauf, dass WIR sie gemeinsam lösen können!

    1. Die Lösungsansätze gibt es doch.
      Sie sind eigentlich sehr einfach.

      Gebt allen Menschen die gleichen Rechte.
      Oder zumindest in soweit wie das biologisch möglich ist.
      Von mir aus nennen wir es Chancengleichheit.

      Und lasst die Menschen dann einfach machen.
      Und ihre eigenen entscheidungen treffen.

      Das man dann natürlich weiter diskutieren kann und sollte.
      Vor allem über Chancengleichheit und unterschiedliche Behandlung.
      Ja. Vollkommen sinnvoll.

  10. Jeder einzelne Kommentarschreiber, der selbst schlechte Erfahrungen, sei es mit Männern oder mit Frauen gemacht hat, hat mein aufrichtiges Mitgefühl.
    Aber in der ganzen Debatte fehlt mir Suche nach Lösungen! Sollen wir uns jetzt also darauf einigen, dass Frauen weiter belästigt werden dürfen, weil Männer auch in mancher Hinsicht benachteiligt werden? Im Stil: Solange bei mir nicht alles ok ist, soll sich in deinem Leben auch nichts verbessern? Dann wird sich niemals etwas ändern. Ist es also das, worauf die Kommentatoren vor mir hinaus wollen?

    Warum sprechen wir hier überhaupt von verschiedenen Gruppen? Hier geht es nicht um „Männer gegen Frauen“, wie es sich für viele offenbar anfühlt, sondern um Probleme in unserer Gesellschaft, die alle und jeden einzelnen angehen. Und ich vertraue darauf, dass WIR sie gemeinsam lösen können!

    1. Die Lösungsansätze gibt es doch.
      Sie sind eigentlich sehr einfach.

      Gebt allen Menschen die gleichen Rechte.
      Oder zumindest in soweit wie das biologisch möglich ist.
      Von mir aus nennen wir es Chancengleichheit.

      Und lasst die Menschen dann einfach machen.
      Und ihre eigenen entscheidungen treffen.

      Das man dann natürlich weiter diskutieren kann und sollte.
      Vor allem über Chancengleichheit und unterschiedliche Behandlung.
      Ja. Vollkommen sinnvoll.

  11. Sexual coercion is a pervasive problem but rarely examined in men. This study examined sexual coercion and psychosocial correlates among 284 diverse adolescent and emerging adult males in high school and college. Over 4 in 10 participants (43%) experienced sexual coercion: more specifically, the participants reported: verbal coercion (31%, n = 86), seduction coercion (26%, n = 73), physical coercion (18% n = 52), and substance coercion (7%, n = 19).

    http://www.apa.org/pubs/journals/releases/men-a0035915.pdf

    43% der Männer haben sexuellen Zwang erfahren.
    damit ist es belegt
    Wir brauchen Maskulismus!

    Stimmst du zu?

  12. Sexual coercion is a pervasive problem but rarely examined in men. This study examined sexual coercion and psychosocial correlates among 284 diverse adolescent and emerging adult males in high school and college. Over 4 in 10 participants (43%) experienced sexual coercion: more specifically, the participants reported: verbal coercion (31%, n = 86), seduction coercion (26%, n = 73), physical coercion (18% n = 52), and substance coercion (7%, n = 19).

    http://www.apa.org/pubs/journals/releases/men-a0035915.pdf

    43% der Männer haben sexuellen Zwang erfahren.
    damit ist es belegt
    Wir brauchen Maskulismus!

    Stimmst du zu?

    1. https://breakpt.wordpress.com/

      Ich habe noch etwas auf Deinem Blog rumgestöbert.
      Ließ vielleicht ein paar Beiträge bei Anne.
      Die coded auch gerne.

      https://medium.com/@marlene.jaeckel/the-empress-has-no-clothes-the-dark-underbelly-of-women-who-code-and-google-women-techmakers-723be27a45df

      Auch lesenswert.

      Was Du dir zu kurzen Haaren anhören musst, müssen Jungs sich zu langen Haaren anhören.
      Das ist auch gut so, denn ohne Grenzen gibt es ja gar keine Box, außerhalb derer man denken und rebellieren kann. 😉

      Wünsche Dir frohe Weihnachten!

      1. Jup, müssen Jungs vermutlich. Heißt noch lange nicht, dass es richtig ist. Und all diese „Boxen“ unterdrücken Individualität. Ich war lange nicht ich selbst, weil ich Angst hatte. Angst vor den Reaktionen meiner Mitmenschen, meiner Freunde, meiner Familie. Weil man, sobald man nicht mehr in die „Norm“ passt eine Zielscheibe auf dem Rücken hat.

        Danke und gleichfalls 🙂

    1. https://breakpt.wordpress.com/

      Ich habe noch etwas auf Deinem Blog rumgestöbert.
      Ließ vielleicht ein paar Beiträge bei Anne.
      Die coded auch gerne.

      https://medium.com/@marlene.jaeckel/the-empress-has-no-clothes-the-dark-underbelly-of-women-who-code-and-google-women-techmakers-723be27a45df

      Auch lesenswert.

      Was Du dir zu kurzen Haaren anhören musst, müssen Jungs sich zu langen Haaren anhören.
      Das ist auch gut so, denn ohne Grenzen gibt es ja gar keine Box, außerhalb derer man denken und rebellieren kann. 😉

      Wünsche Dir frohe Weihnachten!

      1. Jup, müssen Jungs vermutlich. Heißt noch lange nicht, dass es richtig ist. Und all diese „Boxen“ unterdrücken Individualität. Ich war lange nicht ich selbst, weil ich Angst hatte. Angst vor den Reaktionen meiner Mitmenschen, meiner Freunde, meiner Familie. Weil man, sobald man nicht mehr in die „Norm“ passt eine Zielscheibe auf dem Rücken hat.

        Danke und gleichfalls 🙂

  13. Im Blog auf tauschfrei von Anne Nühm hast du folgendes geschrieben:

    „Wenn du aber dein ganzes Leben lang erzählt bekommst, dass du nur aufgrund von deinem Geschlecht Dinge nicht tun kannst oder darfst, dann beginnen viele das zu glauben.“

    Dazu möchte ich dir mal meine ganz persönliche Geschichte erzählen:

    Mein Name ist Sebastian, ich bin 20 Jahre alt und studiere Informatik im 3. Semester.

    Mir ging es jahrelang so, dass ich mich nicht getraut habe, irgendwelche Zeichen des Interesses an Mädchen zu senden. Denn jedes Mal habe ich mich in Gedanken verstrickt, ob ich zu aufdringlich bin, oder etwas mache, was sie nicht will, etc. Obwohl mir durch mein großes Hobby Gesellschaftstanz Berührungen selbstverständlich waren, so habe ich doch das sexuelle in mir stets verschlossen gehalten.

    Wie groß die sexuelle Verunsicherung ist, sehe ich jetzt, da ich seit einem viertel Jahr eine Freundin habe. Es fällt mir unglaublich schwer, mich ihr auf irgendeine Art sexuell zu nähern, denn immer habe ich die große Angst, von ihr „nur für einen triebgesteuerten Mann“ gehalten zu werden, auch wenn sie mir sagt, dass das vollkommen in Ordnung ist. Ein schlechtes Männerbild hat sich bei mir so stark eingeprägt (auch durch das Elternhaus, in dem mein Vater nichts zu sagen hatte und „immer schuld war“), dass meine Sexualität nichts mehr zu melden hat. Sogar jetzt, wo ich weiß was die Ursache ist (schlechtes Männerbild, „Männer sind triebgesteuerte A*schlöcher, die nur das Eine im Sinn haben und danach Abhauen vor jeglicher Verantwortung usw.“ => Ich will nicht so sein) kann ich mich dennoch nicht dagegen wehren.

    Durch die dauerhafte Beschäftigung damit („Bin ich zu aufdringlich, komme ich ihr zu nahe“) sind mir sicher so einige Signale, die Frauen mir gesendet haben entgangen. Meine Freundin hat da sehr stark die Initiative ergriffen, sonst wäre mir das auch entgangen. Wie fein solche Signale sein können, ist mir erst einige Monate später aufgefallen, als ich dafür sensibilisiert war und diese bei einer Kommilitonin festgestellt habe. Früher hätte ich darauf nie reagiert, denn dazu hätte ich ihr ja sexuell nahe kommen müssen. Jetzt reagiere ich nicht, da ich meiner Freundin treu bin, aber es fällt mir auf.

    Immer in der Angst zu leben, sie zu belästigen, und der nächste Schritt könnte zu weit sein, führt dazu, keine Schritte mehr zu machen. Das mag ganz schön für Freundschaften sein, zerstört aber jede Basis für eine Beziehung im Keim. Denn man kann sie nicht anfangen.

    Und da möchte ich auf dein Zitat zurückgreifen und dir erzählen wie das schlechte Männerbild entstanden ist: Jahrelang habe ich in den Nachrichten und „von der Welt“ gesagt bekommen, dass Männer übergriffig, gewalttätig, verantwortungslos, etc. sind. Jeden Monat gab es einen neuen Skandal über irgendeinen Mann irgendwo auf der Welt der über die Stränge geschlagen hat. Und immer war das begleitet mit einem Aufruf an die Männer „nur ja nicht so zu sein“. Das ist das was man *Männern täglich sagt*.

    Und in meinem Willen, gut zu den Menschen zu sein, habe ich meine Sexualität unterdrückt, weil man mir eingeredet hat, sie sei Schuld an allem. Das hat mich nicht glücklich gemacht, denn für die Mädchen, in die ich mich damals verliebt habe, war männliche Sexualität essentiell für eine Beziehung, sodass diese nicht zustandegekommen ist (wie gesagt, sie konnte nicht anfangen, da ich keine Berührung dieser Art einsetzen konnte, weil ich meinte diese wäre übergriffig). Deshalb hatte ich vier unerfüllte Lieben, die alle sehr schmerzhaft für mich waren. Außerdem haben sie mein Selbstwertgefühl zerstört (Ich, der Mann den man nicht lieben kann), was nochmal sehr sehr schmerzhaft war (übrigens „nur“ vier, weil ich dazwischen oft für sehr lange Zeit „außer Gefecht gesetzt war“ und nachtrauerte).

    „Wenn du aber dein ganzes Leben lang erzählt bekommst, dass du nur aufgrund von deinem Geschlecht [übergriffig bist] oder [sexuell belästigst], dann beginnen viele das zu glauben.“

    Im Nachhinein ist das natürlich dennoch wunderbar, denn so konnte ich auf meine unvergleichliche Freudin warten, die mich mit ihrer Unterstützung und Akzeptanz (so, wie ich bin) für alles entschädigt, was vorher war.

    Doch etwas derartiges muss nicht sein. Bei meinem Bruder sehe ich die selben Anzeichen. Er wurde lange von einem Mädchen umschwärmt, die sich wirklich für ihn interessiert hat und die sehr nett gewesen wäre, doch er hat das nicht wahrgenommen. Und in meinem Bekanntenkreis gibt es auch Leute, die damit Schwierigkeiten haben. Sie alle sind gebildet und „von Natur aus“ nette Menschen, die für alle das Beste wollen, und das in diesem Fall auf eigene Kosten.

    Es trifft uns alle, dass wir Dinge erzählt bekommen und mit Vorurteilen angegriffen werden. Mit jedem Bericht über eine Frau, die „nicht einparken kann“ oder „für Technik zu doof ist“ wird dein Frauenbild geformt. Mit jedem Bericht über einen Mann, der „sexuell übergriffig war“ oder „sie begrapscht hat“ wird mein Männerbild geformt. Und beides ist nicht gut – aber betroffen sind wir beide.

    1. PS: Bei dem Versuch, mein Männerbild zu verbessern, habe ich mir speziell zu Geschlechterbildern allgemein Gedanken gemacht. Dabei habe ich eine Erkenntnis gewonnen, die sehr Philosophisch ist (wenn dir Philosophie nicht liegt, einfach überspringen und nur den oberen Beitrag beantworten):

      Es gibt Menschen, die sich in Frauen und Männer unterteilen (das dazwischen lasse ich der Einfachheit weg, das ist ein anderes Thema). Über sie gibt es ein gesellschaftliches Frauen- und Männerbild. Diese Bilder unterscheiden sich. Dieser Unterschied führt dazu, dass eine Seite von der anderen diskriminiert wird (welche ist vorerst egal). Um diese Diskriminierung zu verhindern, müssten die Bilder gleich sein. Also müsste das oberste Ziel sein, diese Bilder anzugleichen, bis sie Deckungsgleich sind, also Männerbild = Frauenbild = Menschenbild. Das hat folgende Auswirkung: Das Geschlecht ist vollkommen egal, bei jeder Entscheidung. Das heißt, es muss mir beim Tanzen egal sein, ob ich mit Frau oder Mann tanze, dann aus gesellschaftlicher Sicht sind beide gleich. Und ich dürfte keine Präferenz haben. Das heißt, alle Menschen müssten bisexuell sein, da es keinen Unterschied macht, ob ich eine Frau oder einen Mann liebe. Das ist aber ziemlich unbefriedigend (vor allem weil Paartanz dann nicht mehr funktioniert – wie gesagt meine große Leidenschaft). Deshalb ist ein anderes Frauen und Männerbild sehr viel wichtiger: Das PERSÖNLICHE Frauen- und Männerbild. Dieses hat jeder Mensch für sich selbst und diese Bilder können sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. In ihm befindet sich eine PERSÖNLICHE Erklärung für Unterschiede, die jedes Individuum im Alltag bemerkt, und es ist vom Gesellschaftlichen in so fern abhängig, als das es von den Medien und durch Diskussionen beeinflusst werden kann. In diesem Bild werden den Geschlechtern Eigenschaften zugewiesen (beim Tanzen etwa „die Frau lässt sich führen“ „der Mann führt und lässt die Frau gut aussehen“ – sorry für die Klischees, aber anders als mit Rollenteilung funktioniert Standard- und Lateintanz nicht, man würde schlichtweg gegeneinander ankämpfen und es würde von außen auch nach Kampf aussehen und nicht nach Tanz). Und diese Eigeschaften sind wiederum dafür verantwortlich, dass mir persönlich Geschlechter nicht Egal sein können, und ich Frauen liebe und als Mann führe und darauf aufpasse, dass die Frau auf der Fläche nicht stürzt.

      Das große Ziel sollte sein: Gesetze und allgemein gültige Normen nur auf einem gesellschaftlich anerkannten Menschenbild aufbauen (Frau und Mann hier draußen lassen, da diskriminierend bei Unterschieden) , aber private Bilder zulassen (da sie Lebensnotwendig sind, um den Sinn hinter den erkennbaren unterschieden – es tut mir wieder leid, es handelt sich da tatsächlich um objektiv erkennbare Geschlechtermerkmale, die man etwa auch beim Aktzeichnen erkennen kann – zu begreifen).

      Wie gesagt, philosophisch.

      1. Faszinierende Perspektive.
        Ich kann auch verstehen, was du meinst, nur ist das Leben kein Paartanz. Und persönliche Geschlechterbilder führen auch dazu, dass man Jungs beibringt, Mathe zu mögen und Mädchen Puppen, soziale Berufe… Das sind die Dinge, die mich an Geschlechterbildern stören – wie unterschiedlich Jungen und Mädchen schon von klein auf behandelt und erzogen werden.

      2. Das ist meiner Meinung nach auch das schöne an philosophischen Betrachtungen. Jeder Mensch kann über sie selbsttätig nachdenken und daraufhin entscheiden, ob er ihr folgt und wie weit.

        Ich denke in dem Ziel, das gesellschaftliche Frauen- und Männerbild zu verbessern, stimmen wir überein, und wir arbeiten beide auf unsere Weise darauf hin.

        Am persönlichen Geschlechterbild kann jeder Mensch selber arbeiten. Mein persönliches Frauenbild erlaubt es mir etwa zu sagen, dass ich meinen Kindern, sollte ich später welche haben, alle Möglichkeiten eröffne (also sowohl den Jungs als auch den Mädchen sowohl Puppen als auch technisches Spielzeug zur Verfügung stelle), da ich Frauen alles zutraue. Die Auswahl daraus können sie dann selber treffen.

        Leider ist es hier so, dass das Frauen- und Männerbild der Eltern sehr stark prägend ist. Wenn die Eltern ein bestimmtes Bild haben, ist ein Kind voll ausgeliefert. Das ist allerdings mit allen Bildern der Eltern so. Wenn deine Eltern etwa stark links oder stark rechts (politisch) geprägt sind, wird das Kind zwangsläufig auch dieses Bild mitbekommen. Die Bilder, die man dann von den Eltern (und der Gesellschaft) mitbekommt, kann man erst loswerden, wenn man eine gewisse Reife erreicht hat, um sich selbst zu reflektieren – so wie ich gerade mit meinem Männerbild.

        Ich hatte das Glück, dass meine Eltern mir ebenfalls alle Möglichkeiten gegeben haben und ich dann Gesangsunterricht nehmen konnte und zum tanzen gehen durfte, obwohl beides jetzt von der Gesellschaft eher weiblich konnotiert ist. Dafür interessiere ich mich kaum für Fußball, weil dieser Sport in der Familie eher abwertend behandelt wurde. Dass ich mich nicht für Autos interessiere, war dagegen meine eigene Neigung, ich fand andere Technik einfach um einiges spannender.

        Meine Freundin dagegen ist ein wahrer Fußballfan und interessiert sich um einiges mehr für Autos als ich, weil das in ihrer Familie wichtiger war. Das ist aber nach meinem persönlichen Frauenbild vollkommen in Ordnung und macht sie nicht weniger weiblich (da ich Frauen wie gesagt alles zutraue). Weil du es öfters erwähnt hast, kurze Haare würde ich an ihr nicht ganz so schön finden, obwohl ich sie dann immer noch anerkennen würde, aber das ist Geschmackssache. Das darf ich ihr genauso vorschreiben, wie sie mir etwa vorschreiben darf, dass ich mir keinen Bart wachsen lasse. Und über Geschmack lässt sich streiten. Aber es gibt sicher auch Jungs, die mehr auf kurze Haare stehen. Und Mädchen, die auf Bärte stehen.

        Für mich hat der Gedankengang eine Menge erklärt und hat mir geholfen, zu erkennen, wie ich zu Männern und zu Frauen stehe und wie das vereinbar ist mit meinem Wunsch nach echter Gleichberechtigung.

        Was Begrifflichkeiten angeht, so würde ich mich deswegen als Humanist bezeichnen, um gleich hier mit der Gleichberechtigung anzufangen.

        PS: Es freut mich sehr, dass ich mit dir auf einer sehr sachlichen und doch persönlichen Ebene, völlig frei von irgendwelchen Attacken diskutieren kann. Das ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Dafür vielen Dank, denn so macht es wirklich Spaß, sich mit dir über die Kommentarfunktion hier zu unterhalten. Wenn sich mehr Feministen, Maskulinisten und Humanisten und wie sie sich alle bezeichnen so vernetzen würden wie wir es hier gerade machen, dann wäre das sehr sehr gut, denn wir alle wollen eigentlich das gleiche: Eine gerechtere Welt.

      3. @sternenleben:

        »Das sind die Dinge, die mich an Geschlechterbildern stören – wie unterschiedlich Jungen und Mädchen schon von klein auf behandelt und erzogen werden.«

        Ich bin auf diesen Blogpost über allesevolution gestoßen. Zum Thema »Geschlechterbilder« möchte ich eine Erfahrung als Vater von zwei Kindern – Junge und Mädchen – ergänzen: ich glaube, dass diese Vorstellung einer Prägung von Geschlecht durch Erziehung dramatisch überschätzt wird. Die Mutter meiner Kinder (Ex-Frau) war studierte Informatikerin und hatte praktisch denselben Typ von IT-Job wie ich und war auch sonst ziemlich tough. Geschlechtstypische Zuweisungen wie die immer wieder ernsthaft genannten Klamottenfarben haben uns beide nicht interessiert, und auch der Kindergarten war tief in der Alternarivszene verwurzelt und hat darauf geachtet, von sich aus keine Geschlechtersegregation zu betreiben.

        Trotzdem war der Junge früh ein bücherverschlingender Nerd und das Mädchen eine Lillifee-Prinzessin, die bei Glitzer-Einhörnern leuchtende Augen bekommen hat. Auch das Distinktionsbedürfnis, nicht wie das andere Geschlecht sein zu wollen, hat sich bei beiden spontan entwickelt, unter anderem mit dem Effekt, dass die Kleidung des Jungen auf keinen Fall mädchenhaft wirken durfte, die des Mädchens aber ausdrücklich so wirken durfte oder sollte.

        Erst im Pubertätsalter, in dem sich beide gerade befinden, hat sich das ein bißchen aufgeweicht: der Junge interessiert sich jetzt auch für Design, und das Mädchen auch für Computerspiele. Der Junge ist in Mathe genauso schlecht wie ich in seinem Alter, und sich von mir das Programmieren beibringen lassen wollen beide nicht.

        Aber das Sozialverhalten zu den jeweils Gleichaltrigen ist immer noch geschlechtstypisch in der unterschiedlichen Art, wie beide ihre Sozialkontakte pflegen: das geschieht sehr bewusst und auf die Beziehung als solche bezogen bei den Mädchen und eher beiläufig und auf die gemeinsamen Interessen bezogen bei den Jungs.

        Im Lichte dieser Erfahrungen empfinde ich Unterstellungen, wie sie zum Beispiel von Stevie Schmiedels »pink stinks«-Kampagne gemacht werden, mittlerweile als bösartig. Es wird dramatisch unterschätzt, was die Kinder bereits selbst mitbringen, und gerade die moderne liberale Erziehung, die außerhalb religiös-fundamentalistischer Kreise heute der Normalfall sein dürfte, legt es ja darauf an, die eigenen Impulse der Kinder zu fördern anstatt ihnen welche aufzudrängen. Was als »Geschlechterparadox« bezeichnet worden ist (klassische Geschlechtermodelle trotz liberaler Kultur) gilt insofern auch für die Pädagogik.

        1. Na dann klingt eure Erziehung nach einem ziemlich gelungenen Beispiel. Es ist ja kein Problem, wenn Kinder von sich aus solche Tendenzen haben, der Feminismus möchte nur nicht, dass wir unseren Kindern das Ganze anerziehen. Wenn die Kinder das von sich aus wollen – Gerne! Was auch immer sie glücklich macht!

    2. Natürlich, du hast vollkommen Recht. Danke für diese neue Perspektive.
      Sexismus betrifft beide Geschlechter. Viele Feministen differenzieren nicht, auch ich vergesse es manchmal, ohne daran zu denken, was für ein Signal ich damit aussende. Sprache und wie wir sie verwenden ist wichtig, und du hast mich einmal mehr daran erinnert. Danke.

      1. Es freut mich, dass du meine Geschichte (die doch sehr persönlich ist) gelesen hast.

        Auch ich versuche immer wieder auch die Gegenseite zu hören. So habe ich mich heute mit einer Kommilitonin unterhalten, die sich als Feministin bezeichnet. Nach einer kurzen Diskussion, bei der ich ihr auch erzählt habe, was für ein Problem ich mit den Verallgemeinerungen hatte und wie mich das geprägt hat, sind wir auf den Punkt sexuelle Belästigung gekommen. Auch sie konnte (genau wie du oben) eine Geschichte dazu erzählen. Auch diese Geschichte war für sich genommen eine besonders übergriffige Handlung. Auch hier hat ein mehrfaches Nein nicht geholfen. Sie ist schlussendlich doch aus der Situation herausgekommen (genaueres erzähle ich nicht, weil sie mir das nicht explizit erlaubt hat).

        Eine weitere Sache: Vor ein paar Wochen hat es auch meine Freundin erwischt. Sie wurde in der U Bahn angefasst. Auch hier ist sie ersteinmal der Situation aus dem Weg gegangen, indem sie aufgestanden ist, doch dann habe der Typ noch einmal zugegriffen. Sie hat sich nicht getraut in der Bahn was zu sagen und hat sich das später selber vorgeworfen, als ich sie getröstet habe.

        Das das beides, genauso wie die oben beschriebenen Fälle, abscheulich ist, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Deswegen hier nur ein paar persönliche Gedanken von mir, und Dinge, die mir aufgefallen, bzw. aufgegangen sind:

        1. Ich wusste nicht, dass das so häufig ist und eine so breite Bevölkerungsschicht trifft. Ich dachte immer, dass in meinem Bekanntenkreis niemand ist, dem etwas derartiges passiert, da mir das niemand erzählt hat. Erst jetzt, und auch nur weil ich selber darauf zu sprechen komme, bekomme ich davon mit. Es ist jetzt zwar alles andere als repräsentativ, doch jetzt habe ich einen persönlichen Bezug dazu, der mir hilft, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

        2. Mir war die Definition von sexueller Belästigung nicht klar. Da in allen medialen Berichten immer nur die Tat an sich beschrieben wurde, also das „Grapschen“, „Knie berühren“, etc. dachte ich, dass bereits die Tat an sich ein sexueller Übergriff ist => Knie berühren (z.B.) ist verboten. Dem ist aber nicht so, sondern es ist tatsächlich die Wiederholung, bzw. das Fortsetzen trotz offensichtlicher Weigerung, die eine Berührung zur sexuellen Belästigung macht.

        Diese Erkenntnis hat meinen Horizont erweitert und lässt mich nun viel genauer über solche Fälle urteilen.

        Dazu habe ich noch ein paar Fragen:

        1. Wenn ich in der Öffentlichkeit unterwegs bin, gibt es irgendwelche Kriterien, an denen ich erkennen kann, ob es sich bei einer Interaktion zwischen zwei Menschen um sexuelle Belästigung handelt? Ich traue mir persönlich nämlich nicht zu, dass ich sexuelle Belästigung unterscheiden kann von Pärchenspielereien oder Flirten. In beiden Fällen wäre ein Eingreifen meinerseits ein Eingriff, der eine Menge zerstören würde, bzw. sehr peinlich wäre.

        2. Gilt meine Definition von oben? Gibt es eine schärfere Definition? Und kann man sich darauf verlassen, dass diese Definition für alle gilt? (Nicht dass ich vorhätte, mit Flirten anzufangen, aber es interessiert mich).

        Und noch ein paar Bitten:

        In der Öffentlichkeit kann es sein, dass ich zusehr mit mir selbst beschäftigt bin (Musik hören, aus dem Fenster schauen), sodass ich eine sexuelle Belästigung nicht wahrnehme. Es wäre schön, wenn Frauen, denen etwas dieser Art widerfährt mich und andere darauf aufmerksam machen (ich weiß, das ist schwer, siehe das Beispiel mit meiner Freundin). Nur so können umstehende Personen wirklich eingreifen und Helfen. Vielleicht ist es hier wichtig, dass allen beigebracht wird, wie man in einer solchen Situation Aufmerksamkeit bekommt und dass das völlig in Ordnung ist, sich Hilfe zu holen.

        Es wäre schön, wenn sexueller Belästigung auch in der Öffentlichkeit (Medien) schärfer definiert wird und die Einzeltäterschaft mehr betont wird. Dann würde sich nicht jeder, der anfängt zu Flirten gleich als Triebtäter fühlen (die sensibleren unter uns) und jeder würde wissen, wann er zu weit geht (die forscheren unter uns).

        Danke auch an dich, dass du mir geholfen hast, die sexuelle Belästigung besser zu verstehen.

        1. Bevor ich solche Dinge selbst erlebte und sah, wie sie Freundinnen und Bekannte von mir erlebten, dachte ich auch nie, dass das wirklich noch so ein großes Problem ist. Jetzt, als Feministin versuche ich mehr und mehr auch die Dinge zu sehen, die ich vielleicht persönlich nicht erlebt habe, aber trotzdem andere betreffen. Das ist auch meine Definition von „privilegiert“ – Menschen, die nicht betroffen sind, sich aber anmaßen zu behaupten, das Ganze existiere nicht.
          Zu deinen Fragen:
          1. Ich denke sexuelle Belästigung lässt sich daran erkennen, wenn der/die Betroffene sich sichtlich unwohl fühlt, versucht sich vom Täter zu entfernen oder sonst irgendwie versucht sich zu wehren.
          2. Deine Definition ist schonmal nicht falsch, aber ich würde auch schon das einmalige begrapschen einer Person, unbekannt oder aus dem Bekanntenkreis, als sexuelle Belästigung zählen, wenn diese Person nicht eindeutig signalisiert hat, dass solches Verhalten für sie okay ist.
          Sexuelle Belästigung ist nicht gleich flirten. – Ich denke auch nicht, dass du ein Mädchen, dass du gerade erst kennengelernt hast / noch nicht so gut kennst direkt am Oberschenkel, Brüste,… berührst. Außerdem: Wenn man flirtet achtet man ja auf die Signale seines Gegenüber – wenn die Person sich unwohl fühlt, sollte man wohl mit dem aufhören, was man gerade tut und vielleicht doch lieber mit Worten weiterflirten. Und dann hat deine Definition wieder recht, denn wenn man dann weitermacht wird man definitiv zum Täter.

          Ich freue mich gerade, eine so offene Konversation mit dir zu führen 🙂

      2. Jetzt haben wir ja schon einige Dinge zusammengetragen, wie man mit dem Problem umgehen kann, und wie man eventuell eine Verbesserung erreichen kann.

        Es wäre schön, wenn Männer in einem öffentlichen Diskurs nicht als Täter angesprochen werden, da es sich um einzelne handelt. Viel sinnvoller und effektiver wäre es wohl, Männer als Helfer für solche Situationen zu sensibilisieren. Also Definitionen und Merkmale für die breite Gesellschaft zu liefern, wie diese erkannt werden können und Handlungsmöglichkeiten auszugeben, wie und wann eingeschritten werden kann, also was man tun kann, wenn man eine sexuelle Belästigung mitbekommt. Die Täter selbst würde man nämlich nur so erwischen und ihnen das Leben schwerer machen.

        Es bringt nichts, die Täter direkt anzusprechen. Diese würden das einfach ignorieren und wie bisher weitermachen, man würde nur die „false-positives“ beeinflussen, also die Nicht-Täter, die sich dann mit der Anschuldigung angesprochen fühlen.

        Dann wäre es auch gut, Betroffene zu schulen, dass sie sich in den Situationen besser zur Wehr setzen können und sich trauen Hilfe zu holen. Auch das wieder, um die Täter direkt und konkret zu erwischen.

        Was ich noch wichtig fände, wäre, das nicht aus jeder Fliege ein Elefant gemacht wird. Also das nicht aus einem blöden Missverständnis oder einer Ungeschicklichkeit ein Täter gemacht wird. Den das ist das, was meiner Meinung nach 1. Männer verunsichert (geh ich bereits zu weit) und was den echten Opfer sexueller Belästigung die Glaubhaftigkeit nimmt.

        Könntest du mir in diesen Punkten zustimmen, habe ich etwas übersehen oder etwas nicht bedacht?

    3. „… habe ich meine Sexualität unterdrückt, weil man mir eingeredet hat, sie sei Schuld an allem. … Außerdem haben sie mein Selbstwertgefühl zerstört (Ich, der Mann den man nicht lieben kann), was nochmal sehr sehr schmerzhaft war“

      Das ist eine völlig normale Reaktion auf die notorische mediale Negativdarstellung von Männern i.a. und männlicher Sexualität im besonderen. Eine Feministin der ZEIT hat einen vielzitierten Artikel über über diesen Männertyp geschrieben, „Die Schmerzensmänner“, http://www.zeit.de/2012/02/Maenner, der den Begriff Schmerzensmann publik gemacht hat. Wissenschaftlich hat sich Christoph Kucklick in seinem Buch „Das unmoralische Geschlecht. Die Genese der modernen Männlichkeit aus einer negativen Andrologie“ mit dem grundsätzlich negativen Männerimage in unserer Gesellschaft beschäftigt.

      Generell haben die ständigen Negativdarstellungen von Männern (aktuell wieder mal besonders massiv im Rahmen der metoo-Kampagne) abhängig von Persönlichkeitsmerkmalen völlig verschiedene Wirkungen.
      Eher invertierte, empathische Typen bekommen ein ruiniertes Selbstwertgefühl und fallen bei den Mädchen negativ auf, weil sie sich nichts trauen, obwohl ihnen die die Mädchen (nach der eigenen Wahrnehmung zumindest) einen Wink mit dem Zaunpfahl gegeben haben, daß sie Interesse haben.
      Eher extrovertierte, wenig empatische (oder egoistische, asoziale, chaotische, ….) Typen kümmern sich einen feuchten Kehrricht um die Moralpredigten und folgen ihren Trieben – und haben prompt dreimal mehr Erfolg (die Mißerfolge werden kurzerhand verdrängt).

      Deshalb hat das ganze Männerbashing in all den Aufschrei- und metoo-Kampagnen auch keinen Erfolg. Das ist eine Art Schrotschussverfahren gegen alle Männer, es trifft aber eigentlich nur die falschen

      1. Danke für deine Antwort. Ich bin sehr froh, dass mir das aufgefallen ist, und ich erkannt habe woran meine jahrelange Zurückhaltung lag. Allein dadurch hat sich mein Selbstwertgefühl um einiges gebessert. Danke auch für den Artikel, ich erkenne mich wirklich darin wieder. Das Buch werde ich mir mal ausleihen und es lesen, weil mich das Thema sehr interessiert.

      2. „Das Buch werde ich mir mal ausleihen und es lesen, weil mich das Thema sehr interessiert.“

        Das Buch ist eine Dissertation, ohne in dem Fach beheimatet zu sein, versteht man da nicht viel. Als Einstieg würde ich diese Rezension empfehlen:
        djadmoros: Warum die moderne Gesellschaft niemals ein ‚Patriarchat‘ gewesen
        ist

        Ferner hat Kucklick selber zwei längere Essays über die wesentlichen Inhalte seiner Diss geschrieben:
        Christoph Kucklick: Das verteufelte Geschlecht. DIE ZEIT, 12.04.2012 http://www.zeit.de/2012/16/DOS-Maenner
        Christoph Kucklick: Geschlechterdebatte: Der Mann, das Tier. Spiegel Online, 23.04.2012 http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/geschlechter-debatte-wie-maenner-seit-200-jahren-verteufelt-werden-a-828723.html

  14. Im Blog auf tauschfrei von Anne Nühm hast du folgendes geschrieben:

    „Wenn du aber dein ganzes Leben lang erzählt bekommst, dass du nur aufgrund von deinem Geschlecht Dinge nicht tun kannst oder darfst, dann beginnen viele das zu glauben.“

    Dazu möchte ich dir mal meine ganz persönliche Geschichte erzählen:

    Mein Name ist Sebastian, ich bin 20 Jahre alt und studiere Informatik im 3. Semester.

    Mir ging es jahrelang so, dass ich mich nicht getraut habe, irgendwelche Zeichen des Interesses an Mädchen zu senden. Denn jedes Mal habe ich mich in Gedanken verstrickt, ob ich zu aufdringlich bin, oder etwas mache, was sie nicht will, etc. Obwohl mir durch mein großes Hobby Gesellschaftstanz Berührungen selbstverständlich waren, so habe ich doch das sexuelle in mir stets verschlossen gehalten.

    Wie groß die sexuelle Verunsicherung ist, sehe ich jetzt, da ich seit einem viertel Jahr eine Freundin habe. Es fällt mir unglaublich schwer, mich ihr auf irgendeine Art sexuell zu nähern, denn immer habe ich die große Angst, von ihr „nur für einen triebgesteuerten Mann“ gehalten zu werden, auch wenn sie mir sagt, dass das vollkommen in Ordnung ist. Ein schlechtes Männerbild hat sich bei mir so stark eingeprägt (auch durch das Elternhaus, in dem mein Vater nichts zu sagen hatte und „immer schuld war“), dass meine Sexualität nichts mehr zu melden hat. Sogar jetzt, wo ich weiß was die Ursache ist (schlechtes Männerbild, „Männer sind triebgesteuerte A*schlöcher, die nur das Eine im Sinn haben und danach Abhauen vor jeglicher Verantwortung usw.“ => Ich will nicht so sein) kann ich mich dennoch nicht dagegen wehren.

    Durch die dauerhafte Beschäftigung damit („Bin ich zu aufdringlich, komme ich ihr zu nahe“) sind mir sicher so einige Signale, die Frauen mir gesendet haben entgangen. Meine Freundin hat da sehr stark die Initiative ergriffen, sonst wäre mir das auch entgangen. Wie fein solche Signale sein können, ist mir erst einige Monate später aufgefallen, als ich dafür sensibilisiert war und diese bei einer Kommilitonin festgestellt habe. Früher hätte ich darauf nie reagiert, denn dazu hätte ich ihr ja sexuell nahe kommen müssen. Jetzt reagiere ich nicht, da ich meiner Freundin treu bin, aber es fällt mir auf.

    Immer in der Angst zu leben, sie zu belästigen, und der nächste Schritt könnte zu weit sein, führt dazu, keine Schritte mehr zu machen. Das mag ganz schön für Freundschaften sein, zerstört aber jede Basis für eine Beziehung im Keim. Denn man kann sie nicht anfangen.

    Und da möchte ich auf dein Zitat zurückgreifen und dir erzählen wie das schlechte Männerbild entstanden ist: Jahrelang habe ich in den Nachrichten und „von der Welt“ gesagt bekommen, dass Männer übergriffig, gewalttätig, verantwortungslos, etc. sind. Jeden Monat gab es einen neuen Skandal über irgendeinen Mann irgendwo auf der Welt der über die Stränge geschlagen hat. Und immer war das begleitet mit einem Aufruf an die Männer „nur ja nicht so zu sein“. Das ist das was man *Männern täglich sagt*.

    Und in meinem Willen, gut zu den Menschen zu sein, habe ich meine Sexualität unterdrückt, weil man mir eingeredet hat, sie sei Schuld an allem. Das hat mich nicht glücklich gemacht, denn für die Mädchen, in die ich mich damals verliebt habe, war männliche Sexualität essentiell für eine Beziehung, sodass diese nicht zustandegekommen ist (wie gesagt, sie konnte nicht anfangen, da ich keine Berührung dieser Art einsetzen konnte, weil ich meinte diese wäre übergriffig). Deshalb hatte ich vier unerfüllte Lieben, die alle sehr schmerzhaft für mich waren. Außerdem haben sie mein Selbstwertgefühl zerstört (Ich, der Mann den man nicht lieben kann), was nochmal sehr sehr schmerzhaft war (übrigens „nur“ vier, weil ich dazwischen oft für sehr lange Zeit „außer Gefecht gesetzt war“ und nachtrauerte).

    „Wenn du aber dein ganzes Leben lang erzählt bekommst, dass du nur aufgrund von deinem Geschlecht [übergriffig bist] oder [sexuell belästigst], dann beginnen viele das zu glauben.“

    Im Nachhinein ist das natürlich dennoch wunderbar, denn so konnte ich auf meine unvergleichliche Freudin warten, die mich mit ihrer Unterstützung und Akzeptanz (so, wie ich bin) für alles entschädigt, was vorher war.

    Doch etwas derartiges muss nicht sein. Bei meinem Bruder sehe ich die selben Anzeichen. Er wurde lange von einem Mädchen umschwärmt, die sich wirklich für ihn interessiert hat und die sehr nett gewesen wäre, doch er hat das nicht wahrgenommen. Und in meinem Bekanntenkreis gibt es auch Leute, die damit Schwierigkeiten haben. Sie alle sind gebildet und „von Natur aus“ nette Menschen, die für alle das Beste wollen, und das in diesem Fall auf eigene Kosten.

    Es trifft uns alle, dass wir Dinge erzählt bekommen und mit Vorurteilen angegriffen werden. Mit jedem Bericht über eine Frau, die „nicht einparken kann“ oder „für Technik zu doof ist“ wird dein Frauenbild geformt. Mit jedem Bericht über einen Mann, der „sexuell übergriffig war“ oder „sie begrapscht hat“ wird mein Männerbild geformt. Und beides ist nicht gut – aber betroffen sind wir beide.

    1. PS: Bei dem Versuch, mein Männerbild zu verbessern, habe ich mir speziell zu Geschlechterbildern allgemein Gedanken gemacht. Dabei habe ich eine Erkenntnis gewonnen, die sehr Philosophisch ist (wenn dir Philosophie nicht liegt, einfach überspringen und nur den oberen Beitrag beantworten):

      Es gibt Menschen, die sich in Frauen und Männer unterteilen (das dazwischen lasse ich der Einfachheit weg, das ist ein anderes Thema). Über sie gibt es ein gesellschaftliches Frauen- und Männerbild. Diese Bilder unterscheiden sich. Dieser Unterschied führt dazu, dass eine Seite von der anderen diskriminiert wird (welche ist vorerst egal). Um diese Diskriminierung zu verhindern, müssten die Bilder gleich sein. Also müsste das oberste Ziel sein, diese Bilder anzugleichen, bis sie Deckungsgleich sind, also Männerbild = Frauenbild = Menschenbild. Das hat folgende Auswirkung: Das Geschlecht ist vollkommen egal, bei jeder Entscheidung. Das heißt, es muss mir beim Tanzen egal sein, ob ich mit Frau oder Mann tanze, dann aus gesellschaftlicher Sicht sind beide gleich. Und ich dürfte keine Präferenz haben. Das heißt, alle Menschen müssten bisexuell sein, da es keinen Unterschied macht, ob ich eine Frau oder einen Mann liebe. Das ist aber ziemlich unbefriedigend (vor allem weil Paartanz dann nicht mehr funktioniert – wie gesagt meine große Leidenschaft). Deshalb ist ein anderes Frauen und Männerbild sehr viel wichtiger: Das PERSÖNLICHE Frauen- und Männerbild. Dieses hat jeder Mensch für sich selbst und diese Bilder können sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. In ihm befindet sich eine PERSÖNLICHE Erklärung für Unterschiede, die jedes Individuum im Alltag bemerkt, und es ist vom Gesellschaftlichen in so fern abhängig, als das es von den Medien und durch Diskussionen beeinflusst werden kann. In diesem Bild werden den Geschlechtern Eigenschaften zugewiesen (beim Tanzen etwa „die Frau lässt sich führen“ „der Mann führt und lässt die Frau gut aussehen“ – sorry für die Klischees, aber anders als mit Rollenteilung funktioniert Standard- und Lateintanz nicht, man würde schlichtweg gegeneinander ankämpfen und es würde von außen auch nach Kampf aussehen und nicht nach Tanz). Und diese Eigeschaften sind wiederum dafür verantwortlich, dass mir persönlich Geschlechter nicht Egal sein können, und ich Frauen liebe und als Mann führe und darauf aufpasse, dass die Frau auf der Fläche nicht stürzt.

      Das große Ziel sollte sein: Gesetze und allgemein gültige Normen nur auf einem gesellschaftlich anerkannten Menschenbild aufbauen (Frau und Mann hier draußen lassen, da diskriminierend bei Unterschieden) , aber private Bilder zulassen (da sie Lebensnotwendig sind, um den Sinn hinter den erkennbaren unterschieden – es tut mir wieder leid, es handelt sich da tatsächlich um objektiv erkennbare Geschlechtermerkmale, die man etwa auch beim Aktzeichnen erkennen kann – zu begreifen).

      Wie gesagt, philosophisch.

      1. Faszinierende Perspektive.
        Ich kann auch verstehen, was du meinst, nur ist das Leben kein Paartanz. Und persönliche Geschlechterbilder führen auch dazu, dass man Jungs beibringt, Mathe zu mögen und Mädchen Puppen, soziale Berufe… Das sind die Dinge, die mich an Geschlechterbildern stören – wie unterschiedlich Jungen und Mädchen schon von klein auf behandelt und erzogen werden.

      2. Das ist meiner Meinung nach auch das schöne an philosophischen Betrachtungen. Jeder Mensch kann über sie selbsttätig nachdenken und daraufhin entscheiden, ob er ihr folgt und wie weit.

        Ich denke in dem Ziel, das gesellschaftliche Frauen- und Männerbild zu verbessern, stimmen wir überein, und wir arbeiten beide auf unsere Weise darauf hin.

        Am persönlichen Geschlechterbild kann jeder Mensch selber arbeiten. Mein persönliches Frauenbild erlaubt es mir etwa zu sagen, dass ich meinen Kindern, sollte ich später welche haben, alle Möglichkeiten eröffne (also sowohl den Jungs als auch den Mädchen sowohl Puppen als auch technisches Spielzeug zur Verfügung stelle), da ich Frauen alles zutraue. Die Auswahl daraus können sie dann selber treffen.

        Leider ist es hier so, dass das Frauen- und Männerbild der Eltern sehr stark prägend ist. Wenn die Eltern ein bestimmtes Bild haben, ist ein Kind voll ausgeliefert. Das ist allerdings mit allen Bildern der Eltern so. Wenn deine Eltern etwa stark links oder stark rechts (politisch) geprägt sind, wird das Kind zwangsläufig auch dieses Bild mitbekommen. Die Bilder, die man dann von den Eltern (und der Gesellschaft) mitbekommt, kann man erst loswerden, wenn man eine gewisse Reife erreicht hat, um sich selbst zu reflektieren – so wie ich gerade mit meinem Männerbild.

        Ich hatte das Glück, dass meine Eltern mir ebenfalls alle Möglichkeiten gegeben haben und ich dann Gesangsunterricht nehmen konnte und zum tanzen gehen durfte, obwohl beides jetzt von der Gesellschaft eher weiblich konnotiert ist. Dafür interessiere ich mich kaum für Fußball, weil dieser Sport in der Familie eher abwertend behandelt wurde. Dass ich mich nicht für Autos interessiere, war dagegen meine eigene Neigung, ich fand andere Technik einfach um einiges spannender.

        Meine Freundin dagegen ist ein wahrer Fußballfan und interessiert sich um einiges mehr für Autos als ich, weil das in ihrer Familie wichtiger war. Das ist aber nach meinem persönlichen Frauenbild vollkommen in Ordnung und macht sie nicht weniger weiblich (da ich Frauen wie gesagt alles zutraue). Weil du es öfters erwähnt hast, kurze Haare würde ich an ihr nicht ganz so schön finden, obwohl ich sie dann immer noch anerkennen würde, aber das ist Geschmackssache. Das darf ich ihr genauso vorschreiben, wie sie mir etwa vorschreiben darf, dass ich mir keinen Bart wachsen lasse. Und über Geschmack lässt sich streiten. Aber es gibt sicher auch Jungs, die mehr auf kurze Haare stehen. Und Mädchen, die auf Bärte stehen.

        Für mich hat der Gedankengang eine Menge erklärt und hat mir geholfen, zu erkennen, wie ich zu Männern und zu Frauen stehe und wie das vereinbar ist mit meinem Wunsch nach echter Gleichberechtigung.

        Was Begrifflichkeiten angeht, so würde ich mich deswegen als Humanist bezeichnen, um gleich hier mit der Gleichberechtigung anzufangen.

        PS: Es freut mich sehr, dass ich mit dir auf einer sehr sachlichen und doch persönlichen Ebene, völlig frei von irgendwelchen Attacken diskutieren kann. Das ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Dafür vielen Dank, denn so macht es wirklich Spaß, sich mit dir über die Kommentarfunktion hier zu unterhalten. Wenn sich mehr Feministen, Maskulinisten und Humanisten und wie sie sich alle bezeichnen so vernetzen würden wie wir es hier gerade machen, dann wäre das sehr sehr gut, denn wir alle wollen eigentlich das gleiche: Eine gerechtere Welt.

      3. @sternenleben:

        »Das sind die Dinge, die mich an Geschlechterbildern stören – wie unterschiedlich Jungen und Mädchen schon von klein auf behandelt und erzogen werden.«

        Ich bin auf diesen Blogpost über allesevolution gestoßen. Zum Thema »Geschlechterbilder« möchte ich eine Erfahrung als Vater von zwei Kindern – Junge und Mädchen – ergänzen: ich glaube, dass diese Vorstellung einer Prägung von Geschlecht durch Erziehung dramatisch überschätzt wird. Die Mutter meiner Kinder (Ex-Frau) war studierte Informatikerin und hatte praktisch denselben Typ von IT-Job wie ich und war auch sonst ziemlich tough. Geschlechtstypische Zuweisungen wie die immer wieder ernsthaft genannten Klamottenfarben haben uns beide nicht interessiert, und auch der Kindergarten war tief in der Alternarivszene verwurzelt und hat darauf geachtet, von sich aus keine Geschlechtersegregation zu betreiben.

        Trotzdem war der Junge früh ein bücherverschlingender Nerd und das Mädchen eine Lillifee-Prinzessin, die bei Glitzer-Einhörnern leuchtende Augen bekommen hat. Auch das Distinktionsbedürfnis, nicht wie das andere Geschlecht sein zu wollen, hat sich bei beiden spontan entwickelt, unter anderem mit dem Effekt, dass die Kleidung des Jungen auf keinen Fall mädchenhaft wirken durfte, die des Mädchens aber ausdrücklich so wirken durfte oder sollte.

        Erst im Pubertätsalter, in dem sich beide gerade befinden, hat sich das ein bißchen aufgeweicht: der Junge interessiert sich jetzt auch für Design, und das Mädchen auch für Computerspiele. Der Junge ist in Mathe genauso schlecht wie ich in seinem Alter, und sich von mir das Programmieren beibringen lassen wollen beide nicht.

        Aber das Sozialverhalten zu den jeweils Gleichaltrigen ist immer noch geschlechtstypisch in der unterschiedlichen Art, wie beide ihre Sozialkontakte pflegen: das geschieht sehr bewusst und auf die Beziehung als solche bezogen bei den Mädchen und eher beiläufig und auf die gemeinsamen Interessen bezogen bei den Jungs.

        Im Lichte dieser Erfahrungen empfinde ich Unterstellungen, wie sie zum Beispiel von Stevie Schmiedels »pink stinks«-Kampagne gemacht werden, mittlerweile als bösartig. Es wird dramatisch unterschätzt, was die Kinder bereits selbst mitbringen, und gerade die moderne liberale Erziehung, die außerhalb religiös-fundamentalistischer Kreise heute der Normalfall sein dürfte, legt es ja darauf an, die eigenen Impulse der Kinder zu fördern anstatt ihnen welche aufzudrängen. Was als »Geschlechterparadox« bezeichnet worden ist (klassische Geschlechtermodelle trotz liberaler Kultur) gilt insofern auch für die Pädagogik.

        1. Na dann klingt eure Erziehung nach einem ziemlich gelungenen Beispiel. Es ist ja kein Problem, wenn Kinder von sich aus solche Tendenzen haben, der Feminismus möchte nur nicht, dass wir unseren Kindern das Ganze anerziehen. Wenn die Kinder das von sich aus wollen – Gerne! Was auch immer sie glücklich macht!

    2. Natürlich, du hast vollkommen Recht. Danke für diese neue Perspektive.
      Sexismus betrifft beide Geschlechter. Viele Feministen differenzieren nicht, auch ich vergesse es manchmal, ohne daran zu denken, was für ein Signal ich damit aussende. Sprache und wie wir sie verwenden ist wichtig, und du hast mich einmal mehr daran erinnert. Danke.

      1. Es freut mich, dass du meine Geschichte (die doch sehr persönlich ist) gelesen hast.

        Auch ich versuche immer wieder auch die Gegenseite zu hören. So habe ich mich heute mit einer Kommilitonin unterhalten, die sich als Feministin bezeichnet. Nach einer kurzen Diskussion, bei der ich ihr auch erzählt habe, was für ein Problem ich mit den Verallgemeinerungen hatte und wie mich das geprägt hat, sind wir auf den Punkt sexuelle Belästigung gekommen. Auch sie konnte (genau wie du oben) eine Geschichte dazu erzählen. Auch diese Geschichte war für sich genommen eine besonders übergriffige Handlung. Auch hier hat ein mehrfaches Nein nicht geholfen. Sie ist schlussendlich doch aus der Situation herausgekommen (genaueres erzähle ich nicht, weil sie mir das nicht explizit erlaubt hat).

        Eine weitere Sache: Vor ein paar Wochen hat es auch meine Freundin erwischt. Sie wurde in der U Bahn angefasst. Auch hier ist sie ersteinmal der Situation aus dem Weg gegangen, indem sie aufgestanden ist, doch dann habe der Typ noch einmal zugegriffen. Sie hat sich nicht getraut in der Bahn was zu sagen und hat sich das später selber vorgeworfen, als ich sie getröstet habe.

        Das das beides, genauso wie die oben beschriebenen Fälle, abscheulich ist, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren. Deswegen hier nur ein paar persönliche Gedanken von mir, und Dinge, die mir aufgefallen, bzw. aufgegangen sind:

        1. Ich wusste nicht, dass das so häufig ist und eine so breite Bevölkerungsschicht trifft. Ich dachte immer, dass in meinem Bekanntenkreis niemand ist, dem etwas derartiges passiert, da mir das niemand erzählt hat. Erst jetzt, und auch nur weil ich selber darauf zu sprechen komme, bekomme ich davon mit. Es ist jetzt zwar alles andere als repräsentativ, doch jetzt habe ich einen persönlichen Bezug dazu, der mir hilft, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

        2. Mir war die Definition von sexueller Belästigung nicht klar. Da in allen medialen Berichten immer nur die Tat an sich beschrieben wurde, also das „Grapschen“, „Knie berühren“, etc. dachte ich, dass bereits die Tat an sich ein sexueller Übergriff ist => Knie berühren (z.B.) ist verboten. Dem ist aber nicht so, sondern es ist tatsächlich die Wiederholung, bzw. das Fortsetzen trotz offensichtlicher Weigerung, die eine Berührung zur sexuellen Belästigung macht.

        Diese Erkenntnis hat meinen Horizont erweitert und lässt mich nun viel genauer über solche Fälle urteilen.

        Dazu habe ich noch ein paar Fragen:

        1. Wenn ich in der Öffentlichkeit unterwegs bin, gibt es irgendwelche Kriterien, an denen ich erkennen kann, ob es sich bei einer Interaktion zwischen zwei Menschen um sexuelle Belästigung handelt? Ich traue mir persönlich nämlich nicht zu, dass ich sexuelle Belästigung unterscheiden kann von Pärchenspielereien oder Flirten. In beiden Fällen wäre ein Eingreifen meinerseits ein Eingriff, der eine Menge zerstören würde, bzw. sehr peinlich wäre.

        2. Gilt meine Definition von oben? Gibt es eine schärfere Definition? Und kann man sich darauf verlassen, dass diese Definition für alle gilt? (Nicht dass ich vorhätte, mit Flirten anzufangen, aber es interessiert mich).

        Und noch ein paar Bitten:

        In der Öffentlichkeit kann es sein, dass ich zusehr mit mir selbst beschäftigt bin (Musik hören, aus dem Fenster schauen), sodass ich eine sexuelle Belästigung nicht wahrnehme. Es wäre schön, wenn Frauen, denen etwas dieser Art widerfährt mich und andere darauf aufmerksam machen (ich weiß, das ist schwer, siehe das Beispiel mit meiner Freundin). Nur so können umstehende Personen wirklich eingreifen und Helfen. Vielleicht ist es hier wichtig, dass allen beigebracht wird, wie man in einer solchen Situation Aufmerksamkeit bekommt und dass das völlig in Ordnung ist, sich Hilfe zu holen.

        Es wäre schön, wenn sexueller Belästigung auch in der Öffentlichkeit (Medien) schärfer definiert wird und die Einzeltäterschaft mehr betont wird. Dann würde sich nicht jeder, der anfängt zu Flirten gleich als Triebtäter fühlen (die sensibleren unter uns) und jeder würde wissen, wann er zu weit geht (die forscheren unter uns).

        Danke auch an dich, dass du mir geholfen hast, die sexuelle Belästigung besser zu verstehen.

        1. Bevor ich solche Dinge selbst erlebte und sah, wie sie Freundinnen und Bekannte von mir erlebten, dachte ich auch nie, dass das wirklich noch so ein großes Problem ist. Jetzt, als Feministin versuche ich mehr und mehr auch die Dinge zu sehen, die ich vielleicht persönlich nicht erlebt habe, aber trotzdem andere betreffen. Das ist auch meine Definition von „privilegiert“ – Menschen, die nicht betroffen sind, sich aber anmaßen zu behaupten, das Ganze existiere nicht.
          Zu deinen Fragen:
          1. Ich denke sexuelle Belästigung lässt sich daran erkennen, wenn der/die Betroffene sich sichtlich unwohl fühlt, versucht sich vom Täter zu entfernen oder sonst irgendwie versucht sich zu wehren.
          2. Deine Definition ist schonmal nicht falsch, aber ich würde auch schon das einmalige begrapschen einer Person, unbekannt oder aus dem Bekanntenkreis, als sexuelle Belästigung zählen, wenn diese Person nicht eindeutig signalisiert hat, dass solches Verhalten für sie okay ist.
          Sexuelle Belästigung ist nicht gleich flirten. – Ich denke auch nicht, dass du ein Mädchen, dass du gerade erst kennengelernt hast / noch nicht so gut kennst direkt am Oberschenkel, Brüste,… berührst. Außerdem: Wenn man flirtet achtet man ja auf die Signale seines Gegenüber – wenn die Person sich unwohl fühlt, sollte man wohl mit dem aufhören, was man gerade tut und vielleicht doch lieber mit Worten weiterflirten. Und dann hat deine Definition wieder recht, denn wenn man dann weitermacht wird man definitiv zum Täter.

          Ich freue mich gerade, eine so offene Konversation mit dir zu führen 🙂

      2. Jetzt haben wir ja schon einige Dinge zusammengetragen, wie man mit dem Problem umgehen kann, und wie man eventuell eine Verbesserung erreichen kann.

        Es wäre schön, wenn Männer in einem öffentlichen Diskurs nicht als Täter angesprochen werden, da es sich um einzelne handelt. Viel sinnvoller und effektiver wäre es wohl, Männer als Helfer für solche Situationen zu sensibilisieren. Also Definitionen und Merkmale für die breite Gesellschaft zu liefern, wie diese erkannt werden können und Handlungsmöglichkeiten auszugeben, wie und wann eingeschritten werden kann, also was man tun kann, wenn man eine sexuelle Belästigung mitbekommt. Die Täter selbst würde man nämlich nur so erwischen und ihnen das Leben schwerer machen.

        Es bringt nichts, die Täter direkt anzusprechen. Diese würden das einfach ignorieren und wie bisher weitermachen, man würde nur die „false-positives“ beeinflussen, also die Nicht-Täter, die sich dann mit der Anschuldigung angesprochen fühlen.

        Dann wäre es auch gut, Betroffene zu schulen, dass sie sich in den Situationen besser zur Wehr setzen können und sich trauen Hilfe zu holen. Auch das wieder, um die Täter direkt und konkret zu erwischen.

        Was ich noch wichtig fände, wäre, das nicht aus jeder Fliege ein Elefant gemacht wird. Also das nicht aus einem blöden Missverständnis oder einer Ungeschicklichkeit ein Täter gemacht wird. Den das ist das, was meiner Meinung nach 1. Männer verunsichert (geh ich bereits zu weit) und was den echten Opfer sexueller Belästigung die Glaubhaftigkeit nimmt.

        Könntest du mir in diesen Punkten zustimmen, habe ich etwas übersehen oder etwas nicht bedacht?

    3. „… habe ich meine Sexualität unterdrückt, weil man mir eingeredet hat, sie sei Schuld an allem. … Außerdem haben sie mein Selbstwertgefühl zerstört (Ich, der Mann den man nicht lieben kann), was nochmal sehr sehr schmerzhaft war“

      Das ist eine völlig normale Reaktion auf die notorische mediale Negativdarstellung von Männern i.a. und männlicher Sexualität im besonderen. Eine Feministin der ZEIT hat einen vielzitierten Artikel über über diesen Männertyp geschrieben, „Die Schmerzensmänner“, http://www.zeit.de/2012/02/Maenner, der den Begriff Schmerzensmann publik gemacht hat. Wissenschaftlich hat sich Christoph Kucklick in seinem Buch „Das unmoralische Geschlecht. Die Genese der modernen Männlichkeit aus einer negativen Andrologie“ mit dem grundsätzlich negativen Männerimage in unserer Gesellschaft beschäftigt.

      Generell haben die ständigen Negativdarstellungen von Männern (aktuell wieder mal besonders massiv im Rahmen der metoo-Kampagne) abhängig von Persönlichkeitsmerkmalen völlig verschiedene Wirkungen.
      Eher invertierte, empathische Typen bekommen ein ruiniertes Selbstwertgefühl und fallen bei den Mädchen negativ auf, weil sie sich nichts trauen, obwohl ihnen die die Mädchen (nach der eigenen Wahrnehmung zumindest) einen Wink mit dem Zaunpfahl gegeben haben, daß sie Interesse haben.
      Eher extrovertierte, wenig empatische (oder egoistische, asoziale, chaotische, ….) Typen kümmern sich einen feuchten Kehrricht um die Moralpredigten und folgen ihren Trieben – und haben prompt dreimal mehr Erfolg (die Mißerfolge werden kurzerhand verdrängt).

      Deshalb hat das ganze Männerbashing in all den Aufschrei- und metoo-Kampagnen auch keinen Erfolg. Das ist eine Art Schrotschussverfahren gegen alle Männer, es trifft aber eigentlich nur die falschen

      1. Danke für deine Antwort. Ich bin sehr froh, dass mir das aufgefallen ist, und ich erkannt habe woran meine jahrelange Zurückhaltung lag. Allein dadurch hat sich mein Selbstwertgefühl um einiges gebessert. Danke auch für den Artikel, ich erkenne mich wirklich darin wieder. Das Buch werde ich mir mal ausleihen und es lesen, weil mich das Thema sehr interessiert.

      2. „Das Buch werde ich mir mal ausleihen und es lesen, weil mich das Thema sehr interessiert.“

        Das Buch ist eine Dissertation, ohne in dem Fach beheimatet zu sein, versteht man da nicht viel. Als Einstieg würde ich diese Rezension empfehlen:
        djadmoros: Warum die moderne Gesellschaft niemals ein ‚Patriarchat‘ gewesen
        ist

        Ferner hat Kucklick selber zwei längere Essays über die wesentlichen Inhalte seiner Diss geschrieben:
        Christoph Kucklick: Das verteufelte Geschlecht. DIE ZEIT, 12.04.2012 http://www.zeit.de/2012/16/DOS-Maenner
        Christoph Kucklick: Geschlechterdebatte: Der Mann, das Tier. Spiegel Online, 23.04.2012 http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/geschlechter-debatte-wie-maenner-seit-200-jahren-verteufelt-werden-a-828723.html

  15. Okay, Evochris hat heute schon wieder einen Blogspot über Dich rausgehauen, in dem heftig herumdebattiert wird.
    Ich habe darunter mal ganz knapp resümmiert, was mir an Deiner Schreiberei so auffällt.
    Du sagst, Du willst der Welt zeigen, was Du so draufhast, das gibt mir zu denken, was da an Ursachen und Motivationsmustern hintersteckt. Du hast Dich offenbar absichtlich in die „Welt der Großen“ begeben und willst knallharte Realität thematisieren. Okay, da sich daran wohl kaum noch was ändern lässt, hier meine Gedanken dazu:

    „Mal kurz zusammengefasst.
    Da bloggt jemand schon rund zwei Jahre ( laut Anne, hab es nicht überprüft ), gibt an 16 zu sein, schreibt rhetorisch wie linguistisch wie mit 21-30, und erweckt ansonsten den Eindruch etwa max.12 und übelst indoktriniert zu sein.
    So unglaubwürdig das zunächst erscheint, gibt es durchaus solche Fälle. Dann ist aber mit recht hoher Wahrscheinlichkeit von einem heftigen Störungsbild auszugehen.
    Könnte z.B. PAS/EKE, Narzissmus o. Borderline sein, oder eine der „Verwechselungsformen“ davon.
    Solche Betroffenen sind oft hochintelligent, vordergründig gut anpassungsfähig, gut organisiert u.s.w., während in der Birne ein absolut irrer Film abläuft, der konsequent verfolgt und wo immer möglich auch realisiert wird.
    Etwa analog, oder auch ganz direkt nach dem ( heute leider äußerst unbeliebten ) alten psychologischen Grundsatz: Das Opfer sucht sich neue Täter, bis es ( eben dadurch ) selbst zum Täter wird.
    Das funktioniert bei z.B. u.a. Entfremdeten ebenso wirksam wie bei Vergewaltigungsopfern. Aber auch übergreifend, also zwischen den verschiedenen Täter/Opferformen hin u. herwechselnd.

    Ich glaube, ich frage sie nachher mal was ihr Vater zu ihrer radikalen Bloggerei, Twitterei und den dabei vertretenen seltsamen Ansichten sagt.“

    Also:
    Was sagt Dein Vater, was Deine Mutter?
    Wissen die überhaupt, was Du so treibst?
    Wie schätzt Du Dich selbst ein, was läuft bei Dir „ganz normal“, was nicht?

    Oder mal knallhart gefragt:
    Rufst Du um Hilfe, oder willst Du Rache?
    Weißt Du überhaupt, was Du willst?

    1. Danke für den Lachkrampf, den ich soeben bekommen habe.
      Ja, ich bin 16 Jahre alt, auch blogge ich seit circa 2 Jahren.
      Was meine Eltern dazu sagen ist eigentlich kaum relevant, ich bin alt genug um meine eigenen Ansichten zu vertreten. Mir ist bewusst, dass viele meine Ansichten nicht teilen, dass im Internet vieles steht, was nicht wahr ist. Es ist egal, ob diese Informationen meiner Meinung entsprechen, oder nicht, ich versuche immer, möglichst aufgeschlossen auf neue Informationen zu regieren.
      Was ich will? Ich will meine persönlichen Erfahrungen teilen, ich will darauf hinweisen, dass Sexismus gegen Frauen (als auch gegen Männer) existiert, ich will nicht hinnehmen, dass Menschen sagen, es gäbe keinen Sexismus, bloß weil sie ihn noch nicht selbst erlebt haben.
      Solche „Diagnosen“ zu stellen ist typisch für Menschen im Internet – Menschen, die eurer Meinung widersprechen als psychisch krank oder nicht zurechnungsfähig abzutun.

      1. Ein billiges Ausweichmanöver mit eingebautem Versuch den Spieß umzudrehen.
        Du versuchst Dich immer noch Dich als erwachsene Frau und Feministin darzustellen, schreibst, daß die Ansichten Deiner Eltern für Dich irrelevant sind.
        Tatsächlich bist Du ein 16-jähriges Kind, laut Deiner eigenen Angabe, und noch dazu mindestens irgendwie „vorbelastet“.
        Da ist die Nachfrage, was Dich in diese absolut irrationale Rolle drängt und wer sie wie aufgebaut hat, wohl angebracht.
        Kommt da noch ’ne sachliche Antwort von Dir, oder war das mit dem ( scheinbar hysterischen ) Lachkrampf die realistischste Stellungnahme dazu?
        Sorry, aber Du suggerierst permanent, daß Du keinen Wert auf Welpenschutz legst.
        Okay, let’s talk Tacheles.
        Deinen Safespace hast Du selbst abgerissen. Und ich denke, daß ist gut so ( mal ernsthafte Gründe vorausgesetzt ).
        Aber dann solltest Du auch bereit sein, den nächsten Schritt zu gehen.
        Und das einigermaßen ehrlich, sofern und soweit Du dazu in der Lage bist.

        Wie ist das Verhältnis zu Deinen Eltern?
        Welcher Elternteil begleitet Dich in welchem Themenbereich und wie?
        War das schon länger so?
        Wie würdest Du Deine familiäre Sozialisation bezeichnen/beschreiben?
        Gab es darin signifikante Erlebnisse/Breaks?

        1. Du hast einfach absolut kein Recht, etwas über mein Privatleben zu erfahren.
          Ich bin nicht dumm genug, um im Internet mein Privat- und Familienleben öffentlich zu stellen. Such dir einen anderen Angriffspunkt, der hier ist der falsche.

      2. @ Sternchen.
        Ich denke, Du solltest vielleicht mal anfangen zu reflektieren, daß Du offensichtlich jeden auch nur halbwegs nüchtern differenzierenden Gedanken als Angriff empfindest und das äußerst pauschal und ohne sachliche Grundlage.
        Allein die Tatsache, daß Du mich mit „Euch“ angesprochen hast ( eindeutig als „Mitglied einer Feindtruppe“ ) und auch sonst immer wieder in klare Freund-Feindverhärtungen verfällst, belegt das unzweifelhaft.
        Du hast ein Problem, das ist wohl kaum übersehbar und letztendlich führst Du das ja auch selbst an.
        Ich denke, natürlich hast Du insofern recht, daß niemand irgendwelche Auskünfte von Dir verlangen kann. Und das wird auch keiner tun. Die Frage ist aber, woher Du Dir das Recht einbildest andere pauschal anzugreifen, noch dazu mit einer dermaßen billigen Scheinargumentationskette, daß es offensichtlich vollkommen hintergrund- u. substanzfrei ist.
        Unter anderen Umständen hätte ich Dir vielleicht einen Austauch per E-Mail angeboten. In Deinem Fall bin ich mir aber mittlerweile sehr sicher, daß das erst Sinn machen würde, wenn Du Deine Problematik eine Weile lang mit dafür ausgebildeten Fachleuten abzuklären versucht hast.

        Daher kann ich nur meinen schon angeführten Tipp wiederholen:
        Bevor Du öffentlich den Disput mit anderen suchst, noch dazu auf Blogs o.ä. wo Erwachsene z.T. ziemlich hart über wirklich wichtige Dinge diskutieren, solltest Du zumindest bekannt geben, daß Du ein von derben persönlichen Problemen belastetes Kind bist. Denn das ist tatsächlich das einzig wichtige, was Du anführen kannst. Von Feminismus hast Du leicht erkennbar keinen Schimmer. Da bist Du auf dem Niveau von „Jäger&Sammler“, „auf Klo“, „Lu labert“, „Suzie Grime“ o. „Bento“, also Kindergartenmanipulationslevel.
        Und dann etwas weniger flach u. arrogant argumentieren. Menschen, die über Jahrzehnte praktische Erfahrungen mit üblen feministischen Auswüchsen haben, die auch die historischen und theoretischen Grundlagen einigermaßen kennen, mal eben das überpauschalisierte Gegenteil als „Tatsache“ an den Kopf zu schleudern, um „es ihnen zu zeigen was Du drauf hast“, grenzt an opferverliebten Bestätigungs-Masochismus.
        Damit schadest Du ausschließlich Dir selbst. Der Rest der Welt schüttelt eine Weile lang den Kopf und geht dann einfach seinem Alltag weiter nach. So auch ich, schon allein weil ich genug eigenen Mist am Hals habe, um wegen offensichtlich derber Fehler anderer Leute ( die ich überhaupt nicht kenne ) in Mitleid Dir ggü. zu zerfließen, oder gar blinde Solidarität zu üben. Warum sollte ich? Und so wird es fast allen gehen.
        Klingt scheiße? Ist es auch, aber nicht meine …..

        Tu Dir mal was gutes, lies bei den „bösen Männern“ nur mit ( wenn überhaupt ) und bilde Dich ein wenig umfassender, jedenfalls nicht nur mittels Hass- u. Lügenpropaganda.

        Und tschüss ….

        1. Ich bin weder ein Kind noch von „derben persönlichen Problemen belastet“ wie du es formulierst. „Euch“ habe ich deshalb verwendet, weil ich zwei Personen angesprochen habe: Dich und den Blog auf den du verwiesen hast.

          Allein die Tatsache, dass du ohne irgendeine Grundlage behauptest, ich hätte irgendeine psychische Krankheit oder Trauma oder whatever zeigt doch nur, dass du keine wirklichen Argumente hast. Denn wie soll ich diesen Vorwurf widerlegen, ohne mein gesamtes Privatleben preiszugeben? Das Ganze ist einfach eine Diskussionsebene, auf die ich nicht gewillt bin, mich einzulassen. Wenn du wirkliche Argumente anstatt haltlosen Vorwürfen hast, steht es dir frei mit mir zu diskutieren.

  16. Okay, Evochris hat heute schon wieder einen Blogspot über Dich rausgehauen, in dem heftig herumdebattiert wird.
    Ich habe darunter mal ganz knapp resümmiert, was mir an Deiner Schreiberei so auffällt.
    Du sagst, Du willst der Welt zeigen, was Du so draufhast, das gibt mir zu denken, was da an Ursachen und Motivationsmustern hintersteckt. Du hast Dich offenbar absichtlich in die „Welt der Großen“ begeben und willst knallharte Realität thematisieren. Okay, da sich daran wohl kaum noch was ändern lässt, hier meine Gedanken dazu:

    „Mal kurz zusammengefasst.
    Da bloggt jemand schon rund zwei Jahre ( laut Anne, hab es nicht überprüft ), gibt an 16 zu sein, schreibt rhetorisch wie linguistisch wie mit 21-30, und erweckt ansonsten den Eindruch etwa max.12 und übelst indoktriniert zu sein.
    So unglaubwürdig das zunächst erscheint, gibt es durchaus solche Fälle. Dann ist aber mit recht hoher Wahrscheinlichkeit von einem heftigen Störungsbild auszugehen.
    Könnte z.B. PAS/EKE, Narzissmus o. Borderline sein, oder eine der „Verwechselungsformen“ davon.
    Solche Betroffenen sind oft hochintelligent, vordergründig gut anpassungsfähig, gut organisiert u.s.w., während in der Birne ein absolut irrer Film abläuft, der konsequent verfolgt und wo immer möglich auch realisiert wird.
    Etwa analog, oder auch ganz direkt nach dem ( heute leider äußerst unbeliebten ) alten psychologischen Grundsatz: Das Opfer sucht sich neue Täter, bis es ( eben dadurch ) selbst zum Täter wird.
    Das funktioniert bei z.B. u.a. Entfremdeten ebenso wirksam wie bei Vergewaltigungsopfern. Aber auch übergreifend, also zwischen den verschiedenen Täter/Opferformen hin u. herwechselnd.

    Ich glaube, ich frage sie nachher mal was ihr Vater zu ihrer radikalen Bloggerei, Twitterei und den dabei vertretenen seltsamen Ansichten sagt.“

    Also:
    Was sagt Dein Vater, was Deine Mutter?
    Wissen die überhaupt, was Du so treibst?
    Wie schätzt Du Dich selbst ein, was läuft bei Dir „ganz normal“, was nicht?

    Oder mal knallhart gefragt:
    Rufst Du um Hilfe, oder willst Du Rache?
    Weißt Du überhaupt, was Du willst?

    1. Danke für den Lachkrampf, den ich soeben bekommen habe.
      Ja, ich bin 16 Jahre alt, auch blogge ich seit circa 2 Jahren.
      Was meine Eltern dazu sagen ist eigentlich kaum relevant, ich bin alt genug um meine eigenen Ansichten zu vertreten. Mir ist bewusst, dass viele meine Ansichten nicht teilen, dass im Internet vieles steht, was nicht wahr ist. Es ist egal, ob diese Informationen meiner Meinung entsprechen, oder nicht, ich versuche immer, möglichst aufgeschlossen auf neue Informationen zu regieren.
      Was ich will? Ich will meine persönlichen Erfahrungen teilen, ich will darauf hinweisen, dass Sexismus gegen Frauen (als auch gegen Männer) existiert, ich will nicht hinnehmen, dass Menschen sagen, es gäbe keinen Sexismus, bloß weil sie ihn noch nicht selbst erlebt haben.
      Solche „Diagnosen“ zu stellen ist typisch für Menschen im Internet – Menschen, die eurer Meinung widersprechen als psychisch krank oder nicht zurechnungsfähig abzutun.

      1. Ein billiges Ausweichmanöver mit eingebautem Versuch den Spieß umzudrehen.
        Du versuchst Dich immer noch Dich als erwachsene Frau und Feministin darzustellen, schreibst, daß die Ansichten Deiner Eltern für Dich irrelevant sind.
        Tatsächlich bist Du ein 16-jähriges Kind, laut Deiner eigenen Angabe, und noch dazu mindestens irgendwie „vorbelastet“.
        Da ist die Nachfrage, was Dich in diese absolut irrationale Rolle drängt und wer sie wie aufgebaut hat, wohl angebracht.
        Kommt da noch ’ne sachliche Antwort von Dir, oder war das mit dem ( scheinbar hysterischen ) Lachkrampf die realistischste Stellungnahme dazu?
        Sorry, aber Du suggerierst permanent, daß Du keinen Wert auf Welpenschutz legst.
        Okay, let’s talk Tacheles.
        Deinen Safespace hast Du selbst abgerissen. Und ich denke, daß ist gut so ( mal ernsthafte Gründe vorausgesetzt ).
        Aber dann solltest Du auch bereit sein, den nächsten Schritt zu gehen.
        Und das einigermaßen ehrlich, sofern und soweit Du dazu in der Lage bist.

        Wie ist das Verhältnis zu Deinen Eltern?
        Welcher Elternteil begleitet Dich in welchem Themenbereich und wie?
        War das schon länger so?
        Wie würdest Du Deine familiäre Sozialisation bezeichnen/beschreiben?
        Gab es darin signifikante Erlebnisse/Breaks?

        1. Du hast einfach absolut kein Recht, etwas über mein Privatleben zu erfahren.
          Ich bin nicht dumm genug, um im Internet mein Privat- und Familienleben öffentlich zu stellen. Such dir einen anderen Angriffspunkt, der hier ist der falsche.

      2. @ Sternchen.
        Ich denke, Du solltest vielleicht mal anfangen zu reflektieren, daß Du offensichtlich jeden auch nur halbwegs nüchtern differenzierenden Gedanken als Angriff empfindest und das äußerst pauschal und ohne sachliche Grundlage.
        Allein die Tatsache, daß Du mich mit „Euch“ angesprochen hast ( eindeutig als „Mitglied einer Feindtruppe“ ) und auch sonst immer wieder in klare Freund-Feindverhärtungen verfällst, belegt das unzweifelhaft.
        Du hast ein Problem, das ist wohl kaum übersehbar und letztendlich führst Du das ja auch selbst an.
        Ich denke, natürlich hast Du insofern recht, daß niemand irgendwelche Auskünfte von Dir verlangen kann. Und das wird auch keiner tun. Die Frage ist aber, woher Du Dir das Recht einbildest andere pauschal anzugreifen, noch dazu mit einer dermaßen billigen Scheinargumentationskette, daß es offensichtlich vollkommen hintergrund- u. substanzfrei ist.
        Unter anderen Umständen hätte ich Dir vielleicht einen Austauch per E-Mail angeboten. In Deinem Fall bin ich mir aber mittlerweile sehr sicher, daß das erst Sinn machen würde, wenn Du Deine Problematik eine Weile lang mit dafür ausgebildeten Fachleuten abzuklären versucht hast.

        Daher kann ich nur meinen schon angeführten Tipp wiederholen:
        Bevor Du öffentlich den Disput mit anderen suchst, noch dazu auf Blogs o.ä. wo Erwachsene z.T. ziemlich hart über wirklich wichtige Dinge diskutieren, solltest Du zumindest bekannt geben, daß Du ein von derben persönlichen Problemen belastetes Kind bist. Denn das ist tatsächlich das einzig wichtige, was Du anführen kannst. Von Feminismus hast Du leicht erkennbar keinen Schimmer. Da bist Du auf dem Niveau von „Jäger&Sammler“, „auf Klo“, „Lu labert“, „Suzie Grime“ o. „Bento“, also Kindergartenmanipulationslevel.
        Und dann etwas weniger flach u. arrogant argumentieren. Menschen, die über Jahrzehnte praktische Erfahrungen mit üblen feministischen Auswüchsen haben, die auch die historischen und theoretischen Grundlagen einigermaßen kennen, mal eben das überpauschalisierte Gegenteil als „Tatsache“ an den Kopf zu schleudern, um „es ihnen zu zeigen was Du drauf hast“, grenzt an opferverliebten Bestätigungs-Masochismus.
        Damit schadest Du ausschließlich Dir selbst. Der Rest der Welt schüttelt eine Weile lang den Kopf und geht dann einfach seinem Alltag weiter nach. So auch ich, schon allein weil ich genug eigenen Mist am Hals habe, um wegen offensichtlich derber Fehler anderer Leute ( die ich überhaupt nicht kenne ) in Mitleid Dir ggü. zu zerfließen, oder gar blinde Solidarität zu üben. Warum sollte ich? Und so wird es fast allen gehen.
        Klingt scheiße? Ist es auch, aber nicht meine …..

        Tu Dir mal was gutes, lies bei den „bösen Männern“ nur mit ( wenn überhaupt ) und bilde Dich ein wenig umfassender, jedenfalls nicht nur mittels Hass- u. Lügenpropaganda.

        Und tschüss ….

        1. Ich bin weder ein Kind noch von „derben persönlichen Problemen belastet“ wie du es formulierst. „Euch“ habe ich deshalb verwendet, weil ich zwei Personen angesprochen habe: Dich und den Blog auf den du verwiesen hast.

          Allein die Tatsache, dass du ohne irgendeine Grundlage behauptest, ich hätte irgendeine psychische Krankheit oder Trauma oder whatever zeigt doch nur, dass du keine wirklichen Argumente hast. Denn wie soll ich diesen Vorwurf widerlegen, ohne mein gesamtes Privatleben preiszugeben? Das Ganze ist einfach eine Diskussionsebene, auf die ich nicht gewillt bin, mich einzulassen. Wenn du wirkliche Argumente anstatt haltlosen Vorwürfen hast, steht es dir frei mit mir zu diskutieren.

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