irgendwann Berlin

irgendwann Berlin

hier, da wo ich wohne,
in diesem Kaff mit 18.000 Seelen,
das eigentlich zu groß ist, um es Kaff zu nennen,
hier wohne ich und träume.

ich träume von Dingen die niemals passiern,
von Dingen die niemals gewesen
und von Dingen, die hoffentlich irgendwann einmal doch geschehn.
so wie
hoffentlich, irgendwann, Berlin.

hier, kennt fast jeder jeden,
vielleicht auch nicht, aber eigentlich schon,
getratscht wird über alles, was anders ist
Clubs gibt es nicht, nur den einen und der
ist auch schon fast wieder zu weit weg,
die Tage verbringen wir in Cafés oder der FuZo,
die eigentlich niemand so nennt und trotzdem so heißt,
eigentlich sind alle hier zufrieden,
wollen nicht weg und ich
bin einsam in meinen Gedanken und
in dieser Stadt, in der niemand je allein ist,
weil doch alle, immer, überall da sind.

Berlin, Berlin klingt nach Heimat,
nach zu-hause-sein, nach
Gleichgesinnten, nach ich-sein
nach Ankommen, nach Leben, nach Spontanität,
nach Freiheit,
und doch bin ich nicht dort,
sondern hier und alles was mir bleibt
ist zu träumen und zu sagen
„hoffentlich, irgendwann, Berlin“

 

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