Von Gefühlen und Worten

Ich, ich bin irgendwie nicht ich sondern nur
eine Sammlung an
Gefühlen und Worten und
der Summe aus Erinnerungen und
den Menschen die ich kenne und
die Entscheidungen die ich getroffen habe und
noch viel wichtiger, die, die ich nicht getroffen habe aber
wer
bin ich denn dann überhaupt, bin ich
ein Mensch
oder ein Gefäß
angefüllt mit
Gefühlen und Worten und
was unterscheidet mich denn dann
von dir?

2 Replies to “Von Gefühlen und Worten”

  1. Gefällt mir lyrisch sehr gut! Auch inhaltlich finde ich mich fast in allen Zeilen wieder.

    Nur eine Frage, meinst du tatsächlich, dass dich eher die Entscheidungen definieren, die du nicht getroffen hat, als eben die, die du triffst? Vielleicht bin ich im Gegensatz zu dir zu optimistisch, aber ich glaube, dass die Entscheidungen, welche man trifft einen unheimlich großen Teil unseres Ich’s ausmachen, da es die einzige Handlungsmöglichkeit ist, die uns zu steht.

  2. Ersteinmal: Vielen Dank für das Lob.
    Zu deiner Frage: Ja ich glaube, dass gerade die Entscheidungen, die man nicht trifft und sich damit zeitgleich gegen die Sache entscheidet, einen riesigen Teil unseres Charakters ausmachen.
    Ich merke an mir selbst, dass ich vor wichtigen Entscheidungen oft zurückschrecke, weil ich Angst vor den Konsequenzen habe und so schiebe ich viele dieser Entscheidungsfragen so lange vor mir auf, bis sich die Sache von alleine erledigt hat.
    Wir sollten alle vermutlich ein bisschen mutiger werden, denn die Entscheidungen vor denen wir zu viel Angst haben um sie zu treffen sind ja im Endeffekt die wichtigsten.

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