Wie diskutiert man eigentlich über grundlegende Dinge wie die Menschenrechte?

Wer sind wir, was ist unsere kulturelle Identität? Wer sind wir Deutschen als Kulturnation? Aktuelle Fragen, die sich Thomas Mann schon damals in seinem sechshundert Seiten langem Essay “Betrachtungen eines Unpolitischen” stellte.

Vor allem jetzt hält die Frage nach unserer Kultur in allen Bereichen unseres Lebens Einzug. Vor allem beim Thema Immigration sind sich plötzlich alle einig: Unsere Deutsche Kultur muss erhalten werden und die, die hierher kommen, haben sich gefälligst anzupassen. Alles irgendwo okay, natürlich muss man die Kultur seines Gastlandes respektieren, aber trotzdem stellt sich mir immer die Frage, was unsere deutsche Kultur denn nun überhaupt ist.

Es ist unsere Sprache, mit Sicherheit, es sind aber (meiner Meinung nach) genauso unsere Wert- und Moralvorstellungen, die wir vor allem seit der Epoche der Aufklärung entwickelt haben. Unser Land hat eine christliche Vergangenheit, der Großteil der deutschen Bevölkerung ist auch heute noch Mitglied in einer Kirche, auch wenn der Glaube in den Leben der meisten Deutschen nur noch eine sehr kleine Rolle spielt. Trotzdem werden Parteien wie die AfD oder die CSU nicht müde zu betonen, dass das Christentum zur “Leitkultur” gehöre, seit neuestem hängen deswegen auch in allen bayerischen Behörden Kreuze. Dass ich, und mit mir eine ganze Menge anderer Atheisten, mich als Deutsche damit so überhaupt nicht identifizieren kann, ist anscheinend egal.

Ich war nie wirklich “stolz” darauf, Deutsche zu sein, schließlich ist das nichts, wofür ich arbeiten musste, nicht etwas, das ich selbst erreichen musste. Mittlerweile bin ich aber sehr wohl stolz darauf, welche Werte die meisten Menschen in Deutschland vertreten, und welche großartige Leistung wir im Jahr 2015 während der Flüchtlingskrise vollbracht haben. Ein Beispiel dafür sind die Münchner, die Flüchtlinge am Bahnhof willkommen geheißen haben und die unzähligen ehrenamtlichen HelferInnen. Weil Deutschland bunt ist, voller Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. Ich war so stolz darauf, was unsere Bevölkerung geleistet hat, wie wir damit umgegangen sind, trotz all der Probleme, die sich aufgetan haben und an deren Lösung wir noch immer arbeiten. Ich bin noch immer stolz auf die Akzeptanz und Toleranz unserer Gesellschaft, während sich in mir gleichzeitig eine tiefe Fassungslosigkeit gegenüber dem, was sich mit der AfD in unserer Bevölkerung breit gemacht hat, ausgebreitet hat.

Fremdenfeindlichkeit und Begriffe wie die einer “Deutschen Rasse” sowie die absurde Behauptung eines “Deutschen Genozides” sind plötzlich in der Bevölkerung akzeptiert, Begriffe wie “Asyltourismus” oder “Kopftuchmädchen und alimentierte Messermänner” sind dabei, wieder salonfähig zu werden. Die Relativierung des Holocausts ist plötzlich auch kein großer Schock mehr, zu abgestumpft sind wir mittlerweile der rechtsradikalen Rhetorik gegenüber.

Als politischer Mensch ist es fast nicht auszuhalten, die Forderungen der CSU zu verfolgen und zu bemerken, was sich dabei unmittelbar in den Köpfen der Bevölkerung verändert. Denn das Gerede der PolitikerInnen löst in den Menschen den “Das wird man ja wohl noch sagen dürfen”-Reflex und das Gefühl der Rechtfertigung rechten Gedankenguts aus. Auf einmal kann man wieder von “Biodeutschen” reden und während der Großteil der Bevölkerung deswegen vor Verzweiflung gegen eine Wand rennen möchte, bekommt der/die dementsprechende KommentarschreiberIn auch noch Unterstützung für seinen/ihren Mut. Selbsternannte PatriotInnen kämpfen gegen die “Islamisierung des Abendlandes”, während rassistische und menschenverachtende Rhetorik immer akzeptierter wird.

Die Lehre einer “Weißen Rasse” und dem “Weißen Genozid” wird unkommentiert verbreitet und als normaler Mensch weiß man in solchen Diskussionen meist einfach nicht mehr, was man sagen soll.

Denn wie diskutiert man über so grundlegende Dinge wie die Frage, ob man einem Teil der Menschheit die Menschenwürde und ihr Recht auf Leben nicht einfach aberkennen könne? Denn das ist die unweigerliche Folge davon, Flüchtlinge abzuweisen oder sie in ihre Heimatländer wie beispielsweise Afghanistan zurückzubringen. Afghanistan ist kein sicheres Land und es ist unmenschlich, jemanden dorthin abzuschieben.

Um auf unsere deutsche Kultur zurückzukommen: In unserer Vergangenheit findet man viele bedeutende KünstlerInnen, Goethe und Schiller sind hier nur zwei der bekanntesten, aber auch bedeutende WissenschaftlerInnen wie Einstein oder in der aktuelleren Geschichte Christiane Nüsslein-Volhard (Nobelpreisträgerin). Diese Vergangenheit, die ein großer Teil unserer Kultur ist, kann uns auch heute niemand mehr wegnehmen. Viele Medien sprechen heutzutage von der Angst davor, unsere “Deutsche Kultur” zu verlieren und im Zuge davon wird gerne behauptet, Deutschland wäre innerhalb von 50 Jahren “minderheitlich deutsch”, wobei hier von “biologischen Deutschen” gesprochen wird. Abgesehen davon, dass diese Behauptung vollkommen unrealistisch ist und es keine “Deutsche Rasse” gibt, braucht Deutschland pro Jahr mindestens 267.000 bis zu einer halben Million Einwander jährlich um nicht zu Schrumpfen. Denn ein Rückgang der Bevölkerungszahl bei gleichzeitiger Erhörung der Lebensdauer könnte zu einem riesigen Problem führen.
Kultur ist immer im Wandel, sie bleibt nie gleich. Man muss sich nur die allgemeinen Wertvorstellungen vor und nach der Aufklärung ansehen, um zu verstehen, wie schnell sich manche Dinge ändern können – und das nicht unbedingt zum schlechteren.

Ist es denn gerechtfertigt, aus Angst vor Veränderung Menschen das Recht auf Leben, und zwar ein Leben ohne Angst, abzusprechen? Ist es denn in Ordnung, Menschen einen höheren Lebensstandard abzusprechen, weil sie leider auf der anderen Seite des Mittelmeeres geboren sind? Ist es okay, dabei zuzusehen, wie Menschen ertrinken, weil man sie nicht retten möchte? Ist es okay, einem Schiff, das Flüchtlinge gerettet hat und nur für 48 Stunden genügend Nahrung hat, zu untersagen anzulegen? Widerspricht das nicht genau unseren Wertvorstellungen und dem urchristlichen Wert der Nächstenliebe?

Wann sind wir eigentlich an dem Punkt angekommen, an dem es okay ist, Menschenrechte zu missachten und zur Diskussion und damit gleichzeitig zur Disposition zu stellen?

 

 

Meister der Prokrastination

Der Mensch ist schon ein wundersames Wesen, er kann so viel gleichzeitig tun, das Gesamtbild betrachten, die Zukunft planen und sich an die Vergangenheit erinnern.

Wenn ein größeres Projekt ansteht sind wir dazu in der Lage, im Voraus zu planen, wann wir daran arbeiten werden, wie wir die Arbeitslast aufteilen und was die besten Strategien sind. Alles kein Problem also, selbst eine ganze Menge Arbeit wird so in kleine, machbare Portionen aufgeteilt.
Ja, alles kein Problem, wäre da nicht ein kleiner Teil in unserem Gehirn, der sich jedes einzelne Mal, wenn wir eigentlich mit der Arbeit beginnen wollen, der Aufgabe widmet, die sinnlosesten Informationen herauszukramen und mindestens eine Stunde über die verschiedensten Dinge zu sinnieren. Eine dieser interessanten Fragen ist zum Beispiel, ob man, wenn man in die Vergangenheit reist und seine eigene Geburt verhindert, nicht doch trotzdem geboren werden müsste, weil man, weil man ja dann nicht existiert, nicht verhindern kann, dass man geboren wird. Das ist nur eines der Dinge, über die ich nachdenke, wenn ich eigentlich an etwas anderem arbeiten sollte. Blogposts zum Beispiel, oder Hausaufgaben, meist jedoch, wenn ich mich auf eine Klausur vorbereiten sollte. Mein Gehirn ist ein Experte darin, sich solche Dinge auszudenken und sich fundamentalen Fragen des Mensch-Seins zu widmen und es läuft zu Höchstleistungen auf, wenn ich gerade beginnen will, zu arbeiten.

Der natürliche Arbeitsverlauf eines prokrastinierenden Menschens

Wir wissen alle, wie eine normale Arbeitslasts-Kurve aussehen sollte: Alles gleichmäßig verteilt, am Ende vielleicht ein bisschen mehr.
Bei Prokrastinierenden sieht das leider nicht ganz so hübsch gleichmäßig aus – eigentlich ist es überhaupt nicht gleichmäßig.

Ungefähr so sieht es bei mir jedes Mal aus, wenn ich irgendetwas abgeben muss. All die Wochen davor denke ich mir immer “Ach ich habe ja noch so viel Zeit, ich kann ja auch morgen noch anfangen. Alles kein Stress.” Der Punkt ist nur, dass ich mir das jeden einzelnen Tag denke und mich dann in den verschiedensten, eigentlich sinnlosen, Tätigkeiten verliere, die Zeit vorbeigeht und nichts passiert. Und dann, eines Tages, wacht in meinem Gehirn ein Panikmonster auf, das gerade realisiert hat, dass die Deadline in drei Tagen ist und ich mit meinem Essay noch nicht einmal angefangen habe – das ist dann der Moment, in dem ich außer Essen und eventuell Schlafen nichts anderes mehr mache, als an dem aktuellen Projekt zu arbeiten.

Ohne diese Panik, die mich immer kurz vor Abgabeschluss ergreift, würde ich vermutlich nie etwas fertig bekommen – gut also, dass es das Panikmonster gibt.

Warum wir nicht einfach “dazulernen”

Es funktioniert einfach so gut. Eine meiner Freundinnen hat das Prokrastinieren perfektioniert und im Endeffekt mit einem Schnitt von 1,0 ihr Abitur gemacht. Ich glaube zwar nicht, dass das entspannend war sondern im Endeffekt ein riesiger Stress, aber naja – Es zählt ja doch irgendwie im Endeffekt nur das Ergebnis.

Außerdem: Warum sollte ich denn mehr Zeit als unbedingt notwendig mit Dingen verbringen, die mir keinen Spaß machen? Wenn ich alles bis zu letzten Minute aufschiebe, habe ich logischerweise auch weniger Zeit zur Verfügung, um mich damit auseinanderzusetzen. Meistens ist das, was dabei entsteht, auch nicht unbedingt von schlechter Qualität. Klar, es wäre vermutlich besser geworden, hätte ich mir drei Wochen anstatt von drei Tagen dafür Zeit genommen, aber der Wikipedia-Eintrag über Schwarze Löcher war einfach interessanter. Außerdem hatte ich zu diesem Zeitpunkt ja noch genügend Zeit – so wie an all den Tagen danach.

Abgesehen davon hat niemand so ein großes Allgemeinwissen, wie prokrastinierende Menschen, denn wer sonst wüsste sonst schon etwas über Wirbelstrombremsen?

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Generation Alkohol

„Generation Alkohol“ ist nur einer der vielen netten Spitznamen, den ältere Generationen für uns gefunden haben, um uns während unserem Heranwachsen in eine Schublade nach der anderen zu stecken. Jetzt sind wir älter und zumindest in meinem Fall (beinahe) erwachsen und müssen uns häufig gegen diese Vorurteile verteidigen, aber sobald man das eine erfolgreich abgewehrt hat kriecht schon das nächste aus seiner Höhle. Wer auch immer sich die ganzen netten Bezeichnungen für die Menschen, die um das Jahr 2000 geboren sind, ausgedacht hat, hatte leider nicht gänzlich unrecht.

Meine Generation trinkt zu viel und zu oft, auch wenn die Statistiken rückläufige Zahlen anzeigen. Es trinken zwar noch immer weniger Jugendliche als früher, jedoch fangen sie schon früher damit an und trinken häufiger. In der kleinen Stadt in Bayern, in der ich momentan mein letztes Jahr bis zum Abitur verbringe ist es fast schon Tradition, dass Jugendliche sich auf Volksfesten regelmäßig bis zur Besinnungslosigkeit zulaufen lassen. Es ist also an der Zeit nach Lösungen zu suchen und diese dann auch umzusetzen. Bier und Wein kann man zwar erst ab 16 kaufen, dennoch trinken die meisten Jugendlichen bevor sie es rechtlich dürfen. Strengere Kontrollen könnten zumindest dafür sorgen, dass nicht mehr jede findige Fünzehnjährige an einen Kasten Bier oder eine Flasche Vodka gelangen kann. Dass Jugendliche auch unter 16 fast überall quasi ohne Probleme an Bier (und teilweise auch Schnaps) gelangen können ist etwas, das wir nicht weiter tolerieren können.

Für ältere Generationen sind wir als die Generation bekannt, die nichts alleine auf die Reihe und Stresssituationen nicht mehr alleine in den Griff bekommt und die eben deswegen öfters zur Flasche greift und leider gleichzeitig auch tiefer ins Glas schaut. Peinlich ist das bei uns niemandem, Sätze wie „Letztes Wochenende war ich so zu, das hättest du mal erleben sollen!“ oder „Ach nur drei Bier? Das ist ja gar nichts, ich hatte am Freitag fünf und drei Stamperl!“ hört man nach fast jedem Wochenende. Immerhin, nach den letzten fünf Jahrgängen ist Facebook bei uns wieder abgemeldet, die peinlichen Bilder von Schnapsleichen findet man meist nur noch auf Snapchat, wo man sie nach 24 Stunden sowieso nicht mehr sehen kann.

Und warum sollte man denn in meinem Alter nicht trinken? Es ist doch ganz normal, beim Essen mit Freunden ein Bier zu trinken und sich abends gemeinsam in einer Bar zu treffen. Auch Grillen am Fluss ist ohne ein Bier, Despo (eigentlich: Desperados; Biermixgetränk mit Tequila) oder eventuell Vodka Bull kaum vorstellbar. Auch ich will kein Spielverderber sein und deswegen trinke ich oft mit meinen Freunden gemeinsam, denn wenn du mal einen Abend nüchtern bleiben willst, kassierst du mindestens einen schiefen Blick, meistens wirst du auch noch mehr oder weniger scherzhaft als „Langweiler“ bezeichnet. 

Alkohol ist die Droge unserer Gesellschaft und es wird fast nichts dagegen unternommen, die schädlichen Auswirkungen dürften, zumindest unterbewusst, jedem bekannt sein. Trotzdem trinken die Menschen gerade in meiner Generation gefühlt 5 Liter Bier in der Woche, oder eben vergleichbar viel Hochprozentiges – was übrigens gar nicht so teuer ist wie man glaubt.

Warum wir trinken? Also zumindest hier, in einer Kleinstadt mit keinerlei Möglichkeiten für die Jugend haben wir einfach keine anderen Optionen, wie wir unsere Freitag- und Samstagabende sonst verbringen sollten. Wo sonst sollte sich der ganze Jahrgang treffen, miteinander Spaß haben, wenn nicht in dem Club, den es bei uns schon seit 1982 gibt? Man könnte also schon fast behaupten, der hohe Alkoholkonsum entspringt einer Art Alternativlosigkeit und gleichzeitig auch einer Art des Auflehnens gegen das System, welches uns Tag für Tag dazu zwingt, in einem Stuhl zu sitzen und stur auswendig zu lernen, was der Lehrer an die Tafel schreibt. Die Nachmittage verbringen wir gezwungenermaßen mit Hausaufgaben und Lernen für den nächsten Kurztest, die nächste Ex, Klausur oder Ausfrage. „Wenn du nicht mithalten kannst, kannst du ja auf die Realschule gehen“ ist einer der Sätze, die wir fast jedes Jahr zu Ohren bekommen. Nur für uns gibt es diese Möglichkeit nicht mehr, alles was wir haben, wenn wir jetzt abgehen, ist ein in den meisten Fällen eher mittelmäßiger Hauptschulabschluss. Und aus genau diesem Grund feiern wir an den Freitagabenden und übertreiben es so viel zu oft, weil wir ja keine andere Möglichkeit dazu haben. Frustsaufen ist fast schon akzeptiert bei uns, wenn jemand nicht gut drauf ist, Liebeskummer oder sonstige Probleme hat, wird er als erstes am nächsten Freitag mit zum Saufen geschleppt, einfach mal „den Kopf frei kriegen und ’n bissl Spaß haben“ – vollkommen egal ob diese Person dann schon um zehn Uhr nicht mehr von dem Eimer loskommt, der ihr neuer bester Freund geworden ist. Anstatt unsere Probleme zu lösen ertränken wir sie in der nächsten Flasche, die wir in die Finger bekommen können.

immer wieder schockverliebt

immer wieder schockverliebt, das bin ich, wenn ich dich sehe,
du bist neu, aufregend, irgendwie gutaussehend, musikalisch, belesen?
die Zahnrädchen in meinem Kopf bewegen sich, irgendwas schnappt ein
und mein limbisches System, genauer gesagt mein Amygdala – auch Mandelkern genannt was übrigens ein ganz schön unromantischer Name für so etwas gefühlvolles ist –
schreit so richtig schön laut:
ohmeingott, potentieller Traumtyp oder Traumfrau,
mir egal, dass ich dich eigentlich nicht kenne,
du vielleicht die AfD wählst und Feministen „übertrieben“ findest,
alles egal, kann man alles ändern, du bist jetzt hier da, ich find dich toll, du mich doch auch oder etwa nicht, bin ich etwa nicht gut genug, zu jung, zu alt, zu hässlich, zu besserwisserisch, zu wasweißichwas, ich bin doch perfekt für dich oder nicht?
ja, so ungefähr sieht es immer und immer wieder in meinem Kopf aus, wenn ich mich immer und immer wieder
schockverliebe
in dich oder dich oder dich, es geht eigentlich nicht unbedingt um die Person an sich,
mehr um das Gefühl, das so toll berauschend ist und während man in diesem Rausch gefangen ist sieht man die nächste Wand nicht und rennt voll in sie hinein,
aber auch das spürt man nicht so richtig,
die rosarote Watte hat den Zusammenstoß schließlich gedämpft,
wenn auch nur ein bisschen
sodass man mit Anlauf direkt in die nächste laufen kann.

Es ist genug, man selbst zu sein

Wenn man Social Media, vor allem Instagram, öffnet verblasst das eigene Leben und an dessen Stelle tritt scheinbare Perfektion. Durchtrainierte Frauen und Männer, perfekte Haare und wunderschönes Makeup, traumhafte Locations in der Karibik, gesunde oder zumindest perfekt angerichtete Mahlzeiten. Alles muss perfekt sein, das Licht, das Outfit, das Essen, das Gesamtbild deines Feeds.

Für eine lange Zeit habe ich keine Bilder von mir selbst auf Instagram gepostet, einfach weil ich keine Fotos hatte, die mit dieser scheinbaren Perfektion Schritt halten konnten. Auch meine Freundinnen und Bekannte hatten ihr perfekt wirkendes Leben auf Instagram dokumentiert, die gefühlt einzige Ausnahme war ich selbst.

Gestern war ein anstrengender, aber wahnsinnig wichtiger Tag für mich. Meine beste Freundin und ich sind mit meiner Kamera losgezogen, mit dem Ziel, Fotos zu machen. Es ist nicht einmal so, als würde ich mich vor einer Kamera unwohl fühlen, auch wenn ich das immer gerne behaupte. Der Punkt war eigentlich immer, dass ich dachte, man könne von mir keine schönen Fotos machen. Weil ich nicht diese langen Haare habe, die im Licht so schön aussehen, weil mein Gesicht nicht so symmetrisch ist, wie das von allen anderen ach so perfekten Menschen in meiner Umgebung. Früher habe ich es gehasst, fotografiert zu werden, sobald irgendwo eine Kamera aufgetaucht ist, habe ich mir die Hände vor mein Gesicht gehalten, um ja kein Bild zuzulassen.

Gestern war das anders, meine beste Freundin hat einige wirklich schöne Bilder von mir gemacht und als ich das erste davon gesehen habe, war ich ein wenig fassungslos. “Ich wusste nicht, dass ich so hübsch aussehen kann” war die erste Reaktion.

Ich frage mich, ob ich damit alleine bin, aber ich bezweifle es um ehrlich zu sein. Es gibt so viele Menschen wie mich da draußen, die nicht das Gefühl haben, “hübsch” zu sein. Klar, innere Werte zählen, Äußerlichkeiten sind unwichtig, aber was wichtig ist, ist Selbstbewusstsein. Und wenn man sich nicht wohl in seiner Haut fühlt, dann leidet man darunter. Wenn man das ganze aber anspricht, dann wird einem meist sofort vorgeworfen, dass man nur Komplimente bekommen möchte. Es gibt sicher solche Menschen, doch die meisten sagen nur ihre ehrliche Meinung.

Ich war immer der Meinung, dass ich einfach durchschnittlich war, nicht besonders hübsch, nicht besonders hässlich, einfach normal. In den letzten Jahren habe ich mehr oder weniger sanft gelernt, dass jeder auf seine eigene Art schön ist, und dass man lernen sollte, sich selbst zu lieben. Deswegen auch das Experiment mit den Fotos, das so viel besser gelaufen ist, als erwartet. Ich bin sehr froh, dass ich das geschafft habe, und es fühlt sich toll an, diese Überwindung aufgebracht zu haben. Denn ich weiß jetzt, dass es meistens genug ist, man selbst zu sein.

Eine Stimme, die gehört werden will

Bis vor nicht allzu langer Zeit habe ich den Menschen aus meinem Leben nicht oft erzählt, dass ich einen Blog habe. Wenn Freunde Bescheid wussten, wussten sie auch, dass sie es nicht anderen Leuten weitererzählen sollten. Nicht unbedingt, weil ich mich dafür geschämt habe, eigentlich eher, weil ich keine Lust auf deren Reaktionen hatte. Und weil ich mich nicht mit ihnen auseinandersetzen wollte.

Als ich vor circa zwei Wochen mit einer Freundin über meinen Blog geredet habe, saß jemand anderes neben uns und fragte dann voller Verachtung: “Du hast einen Blog? Warum das denn?!” Die Frage hat mich, um ehrlich zu sein, ein wenig aus dem Konzept gebracht.

Meine spontane Antwort war: “Warum nicht?” aber auch das, war nicht unbedingt die richtige. Ich habe meinen Blog, weil ich möchte, dass meine Stimme gehört wird. Als ich begonnen habe zu bloggen, habe ich über Umweltschutz, Vegetarismus und Politik gebloggt, weil ich (zugegeben ziemlich naiv) der Meinung war, ich könnte die Welt verändern. Mittlerweile sehe ich das Ganze ein wenig realistischer, bin nun doch schon ein paar Jahre älter und möchte eigentlich nur noch Aufmerksamkeit auf (für mich) wichtige Themen lenken und meine Meinung dazu teilen. Warum das? Weil ich hoffe, damit einen Einfluss auf Menschen zu haben, und sei er auch noch so klein.

Gleichzeitig habe ich begonnen selbst zu schreiben, meist eher kürzere Texte aber fast alle dienen für mich dem Zweck, Dinge zu verarbeiten, die in meinem Leben und in den Leben der Menschen um mich herum geschehen. Ich bin sehr viel besser darin, über negative Dinge zu schreiben, deswegen kann man hier auch keine fröhlichen Texte lesen (zumindest bis jetzt), weil ich andere Menschen damit berühren möchte und es für mich eine Möglichkeit ist, mich auszudrücken.

Gleichzeitig versuche ich hier so ehrlich wie möglich zu sein, mein Leben nicht zu beschönigen aber auch nicht unnötig schlecht zu reden. Ich möchte wie eine normale Person rüberkommen, jemand, mit dem man sich identifizieren kann. Durch meine Bisexualität habe ich auch eine eher selten vertretene Perspektive, und ich möchte, dass andere Kinder wie ich, so einen Blog finden können, und sich mit dem Menschen darauf identifizieren können. Ich möchte, dass sie wissen, dass nicht immer alles gut ist, dass es Hochs und Tiefs gibt, aber dass man auf jeden Fall durchkommt. Und dass es okay ist, sich Hilfe zu holen, dass man nicht perfekt sein muss und dass Stärke nicht dadurch definiert wird, dass man immer stark ist, sondern dadurch, dass man auch nach Rückschlägen wieder aufsteht und weitermacht.

Ich möchte, dass meine Stimme gehört wird und deswegen werde ich auch so lange ich es zeitlich irgendwie auf die Reihe bekomme weiter bloggen.
Schreiben ist eine meiner größten Leidenschaften und deswegen freue ich mich auch unglaublich über das überwältigende positive Feedback, das ich in der letzten Woche bekommen habe. Vielen vielen Dank, ihr seid die Besten und ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar, jede Nachricht auf Instagram und auf WhatsApp. Ihr seid die Motivation, die ich manchmal brauche, um nicht einfach aufzugeben. Danke.

Weltfrauentag

Gestern war, wir wissen es alle (war auch kaum übersehbar) Weltfrauentag.

Rossmann hat sich für eine Woche lang in “Rossfrau” umbenannt, 10.000 Rabattaktionen überall, alle feiern Frauen und die Gleichberechtigung des modernen Zeitalters, die Schönheit, die Intelligenz von Frauen, ihre Stärke, Vielseitigkeit und ihr Durchsetzungsvermögen. Politiker thematisieren plötzlich Gleichstellung und Gleichberechtigung, Konzerne und Geschäfte feiern uns plötzlich als ihre Kundinnen und in all dem Konfetti und den Luftballons und den Reden kommt auch schon der nächste Tag, an dem alle bequem wieder alles vergessen können, gestern war ja schließlich Weltfrauentag, da hat man ja genug getan.

Darf ich mich überhaupt so über diesen Tag aufregen? Eigentlich sollte er doch mein Geschlecht feiern und gleichzeitig dazu genutzt werden, auf bestehende Missstände hinzuweisen. Trotzdem fühle ich mich immer seltsam, wenn man plötzlich so viel darüber liest, wenn ich angesprochen werde, weil “es ist ja Frauentag heute, bedeutet dir das was?”

Die einfache und eigentlich auch naive Antwort wäre: “Nein, außerdem sind diese seltsamen Internationalen Tage der/s ….. auch eigentlich allen egal.” Wenn ich weiter darüber nachdenke ist die Aussage, dass die meisten Menschen sich nicht für so etwas interessieren zwar richtig, aber gleichzeitig denke ich daran, was andere Menschen wohl denken, wenn sie hören, dass heute Weltfrauentag ist. Einer meiner Lehrer kommentierte das mit “Ja mei, lassen wir ihnen doch den einen Tag” und irgendwie hat er Recht. Denn alles was damit irgendwie erreicht wird ist doch, dass sich alle am nächsten Tag selbst auf die Schulter klopfen können, toll haben wir die Frauen gelobt, toll haben wir uns für ihre Rechte eingesetzt, alles super gestern, jetzt können wir ja doch wieder wie gewohnt weitermachen, mit unseren 364 übriggebliebenen Weltmännertagen.

Versteht das nicht falsch, es ist wichtig, auf Missstände aufmerksam zu machen, denn die gibt es nur zuhauf, und gleichzeitig vielleicht endlich mal zu feiern, was bisher schon alles erreicht wurde. Aber es ist eben nicht genug, das nur ein einziges Mal im Jahr zum großen Thema zu machen. Es nutzt den Frauen der Welt auch überhaupt nichts, wenn wir Rabattaktionen in Kaufhäusern bekommen, oder sich eine Filiale für eine Woche zu “Rossfrau” umbenennen lässt. Was mal nützlich wäre, wäre eine Offenlegung, welches Geschlecht in welchen Positionen in welchen Unternehmen tatsächlich wie viel verdient. Denn wir sind uns ja alle einig, dass der GPG ungerecht ist/wäre – uneinig sind wir uns aber allein schon in der Frage nach seiner Existenz. Gut wäre auch mal, wenn man Mädchen in der Schule in Mathe nicht nur dann ermutigt, wenn Weltfrauentag ist, und dann zwei Wochen später wieder mit dem gleichen sexistischen Müll weitermacht, der davor kam.

Der Weltfrauentag wirkt für mich wie ein Mittel zur Beruhigung des Gewissens unserer Gesellschaft, denn ja, toll haben wir die Frauen gestern behandelt, können uns allen mal auf die Schulter klopfen und jetzt können wir ja bitte so weitermachen wie bisher, oder?

“voll schwul.”

“Fuuuck, das sieht so schwul aus” sagst du, während ich innerlich zusammenzucke.
Ich überlege, ob ich etwas sagen soll, ob ich dich darauf ansprechen soll, ob ich riskieren soll, als übersensibel rüberzukommen.

Was macht es mit Leuten aus der LGBTQ-Community, wenn andere ihre sexuelle Orientierung als Schimpfwort verwenden? Nun, die einfache Antwort ist: Zunächst einmal nicht viel. Zumindest nicht mit mir. Aber ich bin auch nicht alle, und viele von uns wachsen immer noch in einem Umfeld auf, in dem es nicht akzeptiert ist, nicht hetero zu sein. Ich weiß, viele sagen, man solle sich solche Ausdrücke nicht so zu Herzen nehmen, sie meinen es ja nicht so, “Schwuchtel” ist genauso ein Wort wie Hurensohn, es hat angeblich nichts mehr mit der Ursprungsbedeutung zu tun.
Kann sein, dass das für euch, für dich so ist. Aber wenn du beinahe täglich mitbekommst, dass Menschen dich dafür ablehnen, wer du bist, wen du liebst, dann verletzt dich das. Und jedes Mal, wenn du jemanden hörst, wie er deine sexuelle Orientierung als ein negatives Wort benutzt ist das ein weiterer Hieb in dein weiter und weiter schrumpfendes Selbstbewusstsein.

Für viele von euch ist das vielleicht nicht so ganz nachvollziehbar, denn ihr habt noch nie irgendwelche Probleme für eure Sexualität bekommen (ich gehe jetzt einmal von einer heterosexuellen Person aus). Ich persönlich bin auch nicht schwul, ich bin bi, und habe auch schon häufig Ablehnung deswegen erfahren. Trotzdem ist mir das eigentlich komplett egal, denn ich bin wer ich bin, ich weiß dass ich okay bin, wie ich bin. Ich bin in einem gutem Umfeld aufgewachsen, ich wusste immer, dass Homosexualität okay ist, dass Liebe einfach Liebe ist.

Warum es mich trotzdem stört?

Denkt mal an die Menschen, die euch auch hören können, die sich vielleicht noch nicht so ganz sicher sind, was das überhaupt ist, die vielleicht auch noch nicht ganz wissen, welche sexuelle Orientierung sie haben. Das einzige, was sie immer und immer wieder mitbekommen ist, dass es etwas schlechtes ist.

Paragraph 175 – auch der Schwulenparagraph genannt – existierte von 1872 bis 1994 und stellte homosexuelle Handlungen unter Strafe. Die Nationalsozialisten verschärften ihn im Jahr 1935 durch Anhebung der Höchststrafe von 6 Monaten auf 5 Jahre während gleichzeitig der Tatbestand auf sämtliche “unzüchtige Handlungen” ausgeweitet wurde. 1969 und 1973 wurde der §175 zweimal reformiert, seitdem waren nur noch sexuelle Handlungen mit männlichen Jugendlichen unter 18 Jahren strafbar. 1994 wurde der Paragraph ersatzlos gestrichen.

Ganz abgesehen davon nimmt man nicht die Eigenschaft einer Minderheit, um damit “normale” Menschen & Dinge zu beschimpfen, denn damit wertet man diese Minderheit automatisch immer mit herab. Es ist mir dabei ziemlich egal, ob “Schwuchtel” für dich “nur so ist wie Hurensohn, ist nix gegen Schwule” denn deine heterosexuelle Perspektive interessiert mich tatsächlich eher wenig. Bis 1994 gab es bei uns den “Schwulenparagraph”, bis letztes Jahr durften Homosexuelle in Deutschland nicht einmal heiraten, Bermuda hat die Ehe für alle wieder rückgängig gemacht, in Russland darf man seine Liebe nicht öffentlich zeigen, in 70 Staaten gibt es Gesetze gegen Homosexualität, in 7 Staaten kann ich für meine sexuelle Orientierung hingerichtet werden.

Entschuldige, wenn ich es nicht lustig finde oder es nicht “nicht so ernst nehmen” kann.

Und wenn ich euch darauf anspreche? Dann sagt ihr mir, ich soll es nicht so ernst nehmen, ihr fragt, warum ich meine Sexualität immer zum Thema machen muss. Vielleicht liegt es daran, dass ihr sie dazu verwendet, andere zu beleidigen.

Schwul zu sein ist komplett normal. Stimmt. Warum verwendet ihr dann eine ganz normale Sache, um euch zu beleidigen?

Warum erzähle ich euch das?

Lange ist es her, seit ich zum letzten Mal etwas gepostet habe. Gut, eigentlich erst zwei Wochen, aber für mich ist das eine ganze Ewigkeit, in der viel passiert ist.

Zum einen gab es für mich endlich Zeugnisse, das erste Halbjahr der Oberstufe ist nun also offiziell überstanden. Zum anderen hat für mich die Theaterwoche (eine Probenwoche unseres Schulensembles) begonnen, die mit der Premiere am Freitag und der zweiten Aufführung am Samstag sein Ende finden und am Montag wieder in eine normale Schulwoche übergehen wird.

In den letzten Wochen ist viel passiert und ich konnte mich einfach nicht dazu aufraffen, einen Post zu schreiben, weil ich die nötige Energie dazu einfach nicht gefunden habe. Und das ist das Thema, über das ich heute mit euch reden möchte.

Ich habe Phasen, in denen ich für nichts Energie habe, ich nichts auf die Reihe bekomme und bei jeder Kleinigkeit anfangen könnte zu weinen. Manchmal ist es ein Kampf, morgens überhaupt das Bett zu verlassen und in der Schule wach zu bleiben, weil alles so unfassbar viel Kraft kostet. Entscheidungen sollte ich in dieser Zeit sowieso keine treffen, weil ich sie später nur bereuen werde aber irgendwie muss ich ja mein tägliches Leben trotzdem noch auf die Reihe bekommen, ohne mein Abitur in den Sand zu setzen, weil ich mich in der Schule nicht konzentrieren kann. Es kostet mich teilweise sehr viel Kraft, die normalsten Dinge zu tun, wie zum Beispiel ein Gespräch zu führen, Hausaufgaben zu machen oder mich mit Freunden zu treffen. Das heißt jetzt nicht, dass ich dann nur die ganze Zeit deprimiert in einer Ecke hänge, ich kann dann auch mit meinen Freunden normal Spaß haben. Bis ich dann alleine nach Hause gehe und nicht schlafen kann weil mich meine Gedanken wachhalten und ich am nächsten Morgen gerädert aufwache und mich mit Koffeein am Leben halten muss.

Warum erzähle ich euch das?

In letzter Zeit haben mich viele Menschen darauf angesprochen, dass sie es bewundernswert finden, wie ich so viele Dinge gleichzeitig auf die Reihe bekomme, wie ich mit Ablehnung und Hass so gut umgehen könnte und wie ich einfach mein eigenes Ding durchziehen würde. Anscheinend bin ich für manche zu einem kleinen Vorbild geworden und deswegen finde ich es wichtig, ehrlich zu euch allen zu sein.

Es geht mir nicht immer gut. Meistens tatsächlich überhaupt nicht. Ich habe meine guten und meine schlechten Phasen, in meinen guten bin ich so wie alle anderen Menschen auch, in meinen schlechten falle ich in ein tiefes schwarzes Loch und kann nichts dagegen tun. Dann ist es für mich sehr schwierig, mein Pensum überhaupt zu schaffen, manchmal schaffe ich auch manche Dinge nicht und genau diese Rückschläge sorgen auch dafür, dass ich mich dann noch schlechter fühle. Trotzdem bekomme ich meistens meine normalen Aufgaben noch auf die Reihe und deswegen glauben die meisten, das ich ein ganz “normaler” glücklicher Mensch bin. Bin ich aber nicht, auch wenn das manchmal so scheint.

Ich möchte euch einfach deutlich machen, dass die meisten Menschen nicht “perfekt” sind, auch wenn sie vielleicht so scheinen. Wir alle sind ganz normale Menschen, es ist normal, schlechte Phasen zu haben und nicht immer happy pappy zu sein.

Macht euch nicht selbst fertig in dem ihr sagt “oh man, ich wäre so gerne so wie du” bloß weil eine Person immer so glücklich und ausgeglichen wirkt.

Es ist okay, du zu sein.