Fortschritte

Seit einer etwas längeren Zeit, die sich für mich wie eine halbe Ewigkeit angefühlt hat, habe ich damit gekämpft, die Distanz von 10km zu bewältigen..

Gestern habe ich es endlich geschafft, und dieses Mal nicht mit dem Gefühl, danach zusammenzubrechen, sondern noch mit so viel Motivation, dass ich noch 6km daraufgesetzt und im Endeffekt eine Distanz von 16km in ein bisschen mehr als einer Stunde und 50 Minuten zurückgelegt habe – Für mich ein riesiger Erfolg.

Was mich deprimiert hat ist, dass mein Laufpartner (der normalerweise nur um die 4,5km läuft) ohne Probleme mit mir mithalten konnte und auch im Endeffekt an diesem Tag 14km gelaufen ist. Das fühlte sich im ersten Moment einfach nur unfair an aber die Freude über mein eigenes erreichtes Ziel überwog am Ende dann doch. Es wäre vermutlich auch nur halb so schön gewesen, wenn ich nicht so sehr dafür kämpfen hätte müssen.

Ich sehe zwar nicht immer so motiviert aus, aber ich gebe mir Mühe.

Zum ersten Mal habe ich wirklich das Gefühl, ich könnte den Halbmarathon wirklich schaffen. Nicht, weil ich irgendwie Glück mit meiner Genetik und meinem Körperbau hatte, sondern weil ich dafür kämpfen werde und mir gestern gezeigt hat, dass ich meine Ziele auch tatsächlich erreichen kann.

Das ist einer der wichtigsten Gründe, warum ich laufe. Weil es nur von mir selbst und meinem eigenen Willen abhängig ist, ob ich es schaffen werde oder nicht.

Das nächste große Ziel

Die Ausgangslage

Seit mehreren Jahren befinde ich mich in verschiedenen Phasen des Hochs und Tiefs, manchmal dauern diese einige Tage, manchmal Wochen, manchmal aber auch mehrere Monate. Ich habe oft keine Energie, irgendetwas zu tun und kämpfe verzweifelt damit, diese Fassade aufrecht zu erhalten, die ich über die Jahre aufgebaut habe. Vor meiner Familie, meinen Freunden und auch in der Schule versuche ich immer, mir nichts anmerken zu lassen, auch wenn ich vermutlich manchmal einfach mal Hilfe annehmen sollte. Aber ich habe gelernt damit umzugehen und mittlerweile ist es nicht mehr ganz so schlimm wie am Anfang. Natürlich sind schlechte Phasen immer noch (entschuldigt den Ausdruck) beschissen aber mittlerweile bin ich an dem Punkt angelangt, an dem ich mir selbst sagen kann, dass es wieder besser wird und dass ich auch diese schlechte Phase durchstehen werde.

Am schlimmsten ist eigentlich noch immer der Beginn jedes Tiefs, dieses Gefühl, wieder in dieses Loch zu rutschen, während ich es genau weiß aber nichts dagegen tun kann. Es gibt mittlerweile so viele Menschen, die einem das Bild vermitteln, dass es okay ist, manchmal nicht okay zu sein, aber es gibt niemanden der dir zeigt, wie du gleichzeitig noch immer dein Leben auf die Reihe bekommen kannst.

Was dabei geholfen hat:

Was mir in den letzten Jahren am meisten geholfen hat ist Sport. Klingt ziemlich banal, ist es auch, aber es hilft zumindest mir persönlich sehr.

Ich laufe nun schon seit drei Jahren, dieses Jahr auch erst seit einem Monat wieder so richtig (weil es meine Gesundheit davor nicht zugelassen hat) aber bis jetzt hat es mir immer geholfen die schlechten Phasen zu überstehen und die guten Phasen in die Länge zu ziehen. Ausdauerlauf hat für mich eine sehr meditative Wirkung, ist gleichzeitig sehr anstrengend, sorgt für Endorphinausschüttung im Gehirn und die einzigen Grenzen die du hast, sind die, die du dir selbst setzt.

Ds ist auch einer der Gründe, warum ich mich für einen Halbmarathon im Oktober angemeldet habe und beschlossen habe, euch hier auf meinem Blog durch die Trainingsphase mitzunehmen und von meinen Erfahrungen zu berichten. Keine Sorge, die normalen Posts werden trotzdem noch kommen, nur dieses Projekt eben auch.

Warum ein Halbmarathon?

Ein Halbmarathon ist zwar eine lange Distanz aber keine, die unmöglich zu schaffen ist. 21 Kilometer kann man bewältigen, wenn man sich ausreichend vorbereitet und beim Laufen kommt es nur zur Hälfte auf deine körperliche Verfassung an, die andere Hälfte beruht völlig darauf, wie sehr du es willst. Dieses Ziel zu erreichen hat für mich in den nächsten 6 Monaten höchste Priorität, denn ich will mir selbst beweisen, dass ich es schaffen kann, nicht weil ich muss, sondern weil ich will.

Was für Posts zu meiner Vorbereitung kommen werden

Keine Sorge, ich möchte euch nicht mit meinem Halbwissen und medizinischen Fakten zuspammen, es geht eigentlich mehr um meine persönlichen Erfahrungen, meine Motivation und meine Fortschritte. Ich hoffe, dass ich damit vielleicht den ein oder anderen auch dazu motivieren kann, mit dem Laufen zu beginnen, da es mir persönlich unfassbar viel geholfen hat.

Der letzte Tag | Selbstexperiment

Nach sechs langen Wochen ist es nun endlich so weit: Der letzte Tag meines Selbstexperiment ist gekommen und mittlerweile auch schon wieder vorbei. Rückblickend betrachtet kann ich sagen, dass es auf jeden Fall eine tolle Erfahrung war, es am Anfang schwierig ist aber man sich erstaunlich gut daran gewöhnt. Ich glaube auch, dass ich das Ganze nach den Ferien fortführen werde und habe mir jetzt auch für die nächste Woche das Ziel gesetzt, jeden Tag um 7:30 Uhr aufzustehen (also 2h später als zur Schulzeit) damit mein Körper sich nicht wieder aufs neue daran gewöhnen muss. Dabei habe ich ein paar für mich erstaunliche Dinge gelernt, wie zum Beispiel, dass ich an meiner Selbstdisziplin echt arbeiten sollte, dass die Tage sehr viel erträglicher sind, wenn ich morgens direkt ein Glas Wasser trinke und wenn ich nicht auf “Snooze” drücke.

Alles in allem bin ich in dieser Zeit sehr viel produktiver gewesen, als ich es davor war. Das hat relativ einfache Gründe: Früher habe ich meine Abende z.B mit Netflix verbracht und wenn man diese 1,5h plötzlich morgens und nicht abends hat, ist man erstaunlich unmotiviert, diese Zeit auf Netflix zu vergeuden. Man ist ja schließlich aufgestanden, und das muss es ja jetzt irgendwie wert gewesen sein.

Man braucht circa 3 Wochen um sich an den neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen und man sollte auch an den Wochenenden nicht länger als bis 8:00 Uhr schlafen, wenn man sich nicht am Montag völlig erschlagen fühlen will. Außerdem ist es hilfreich, ein festes Morgenritual zu entwickeln, an das man sich hält und danach erst jeden Morgen individuell mit Aufgaben füllt. Für mich persönlich war das ganze Experiment eine sehr gute Erfahrung, aus der ich viele neue Dinge gelernt habe, die ich auch in Zukunft weiter anwenden werde.

Ich kann das Ganze eigentlich nur weiterempfehlen, aber nur wenn man gewillt ist, die ersten Wochen jeden Tag einen inneren Kampf mit sich selbst zu bestreiten und zu gewinnen.

Selbstexperiment – Update

Nachdem sich in letzter Zeit viel wiederholt hat dachte ich mir jetzt, ich mache nur noch alle paar Tage einen Blogpost über mein Selbstexperiment und nicht wie bisher jeden Tag. Nachdem ich das jetzt schon seit drei Wochen mache kann ich nur sagen, dass es leichter wird.

Ich stehe nicht jeden Tag konsequent um 5:30 Uhr auf und bleibe wach, manchmal verschlägt es mich auch nochmal für 15min ins Bett aber alles in allem stehe ich allerspätestens um 5:45-6:00 Uhr auf. Für mich persönlich ist diese zusätzliche Zeit morgens nicht mehr wirklich wegzudenken, ich habe mich schon sehr daran gewöhnt, meine Hausaufgaben und Blogposts morgens zu erledigen und ich bin morgens auch sehr viel produktiver als nachmittags. Denn wenn ich nach der Schule heimkomme habe ich erstmal keine Lust mehr, irgendetwas für die Schule zu machen und bleibe meistens irgendwo im Internet hängen, auch wenn ich ebenfalls daran arbeite, meine Zeit sinnvoller zu nutzen.

Langsam merke ich auch, dass ich einfach mittlerweile früher müde werde und dann gehe ich halt schon zwischen 22:00 und 23:30 Uhr ins Bett, in Ausnahmefällen (Klausurenzeit) ein bisschen später. Diese Zeit geht mir auch abends nicht wirklich ab, da ich da nie wirklich produktiv war sondern einfach nur Serien geschaut habe oder meine Zeit sonst irgendwie verplempert habe.

Meine Koffeeinabhängigkeit ist durch das Experiment auch nicht schlimmer geworden, eigentlich eher besser weil ich meinen ersten Kaffee erst in der Schule trinke und manchmal noch nachmittags einen, aber nicht so wie früher noch einen um Nachmittag/Abend rum.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich das Experiment vermutlich auch nach den Ferien, die in 1 1/2 Wochen beginnen, vermutlich weiterführen werde, und es eventuell zu einer permanenten Gewohnheit machen werde. Aber mal sehen was die Zeit noch so bringt. 😀

 

Tag 5 + Tag 6 (Nachtrag)

Tag 5 war vor allem eines: lang – heimgekommen bin ich erst um 02:00 Uhr.

Aufgestanden bin ich tatsächlich um 6:00 Uhr nachdem ich davor eine halbe Stunde einfach nur im Bett lag, über mein Leben nachgedacht habe und es einfach genossen habe, Zeit zu haben und keinen Stress. Zur Abwechslung mal war mein Morgen nicht nur davon erfüllt, irgendwelche Hausaufgaben noch zu erledigen sondern ich konnte noch gemütlicher frühstücken als sonst auch und vor der Schule sogar noch in mein Lieblingscafé fahren, um mir dort einen Kaffee für die Schule zu holen. (Natürlich in meinem eigenen Becher, den ich fast immer mitnehme wenn ich plane, Kaffeetrinken zu gehen.)

Nach der Schule musste ich aber noch zum Fotoshooting unseres Theaterensembles das so unfassbar lange gedauert hat (bis 01:45 Uhr) dass ich beinahe dort eingeschlafen wäre. Als ich endlich zu Hause war musste ich mein ziemlich aufwändiges und schwer zu entfernendes Bühnen-Makeup noch irgendwie abschminken, womit ich nochmal fast eine Stunde beschäftigt war, sodass ich erst circa um 03:00 Uhr ins Bett gehen konnte.

Am nächsten Tag natürlich prompt bis 12:30 geschlafen, ich glaube mein Körper hat sich einfach geholt was er gebraucht hat. War natürlich dann dementsprechend mies gelaunt, weil ich den halben Tag verschlafen habe und eigentlich lernen hätte müssen. Das habe ich dann den restlichen Tag und bin mit keinem allzu zufriedenem Gefühl wieder ins Bett gegangen. Gewöhnt hat sich mein Körper bis jetzt ja noch nicht daran, so früh aufzustehen, sonst wäre ich nicht erst so spät aufgewacht…

Ein entspannter Tag (4)

Schlafdauer: 6 Stunden

Heute morgen ist mir das Aufstehen unfassbar schwer gefallen und ich bin tatsächlich bis 6:00 Uhr einfach liegen geblieben, auch wenn ich nicht mehr geschlafen habe.

Eigentlich wollte ich gerade ins Bett gehen und dann ist mir eingefallen, dass ich für heute ja noch gar keinen Blogpost geschrieben habe, dementsprechend bin ich wieder aufgestanden und versuche jetzt wenigstens noch für 20 Minuten wach zu bleiben.

In der Schule heute war ich topfit, nicht müde oder so, den Nachmittag habe ich in der Stadt verbracht, auch ohne k.o zu sein. Gut, ich sehe zwar aus wie ein Vampir weil meine Augenringe schwarzen Löchern ähneln, aber zumindest fühle ich mich bis jetzt nicht so. Abgesehen davon habe ich noch aufgeräumt, die Hausaufgaben habe ich guten Gewissens auf morgen früh verschieben können, weil ich ja mehr als genug Zeit habe, diese morgens zu erledigen.

Morgen wartet aber eine ganz andere Herausforderung auf mich, ich habe nämlich erst eine Stunde später, also um 8:40 Uhr Schule und die Versuchung, einfach eine Stunde länger zu schlafen ist groß. Andererseits wollte ich ja unter der Woche immer um 5:30 Uhr aufstehen und nur am Wochenende ausschlafen und wenn ich so eine Ausnahme mache weiß ich ja gar nicht, ob dieses Frühaufstehen auch für Menschen tauglich ist, die nicht jeden Tag um 8:00 Uhr zur Arbeit oder Schule müssen. Abgesehen davon ist es ja ein Selbstexperiment, und ich will das durchziehen und nicht gleich bei der erstmöglichen Gelegenheit schummeln.

Schweren Herzens habe ich deswegen gerade eben meinen Wecker auf 5:30 Uhr gestellt, und hoffe dass ich morgen nicht im Zeitraum zwischen Aufstehen und Schule in Unproduktivität oder im Bett versinke.

 

Tag 3 – Ein Tag im Halbschlaf und dennoch halbwegs produktiv

Heute morgen bin ich wie gewohnt aufgestanden, habe gemütlich gefrühstückt und meinen Relistoff noch einmal wiederholt und habe bis zur Klausur auch wunderbar mit nur einem Kaffee durchgehalten.
Danach kam ein ziemlicher Durchhänger, in der Mathestunde bin ich beinahe eingeschlafen und auch als ich endlich zu Hause angekommen war, bin ich erst einmal im Bett gelandet, wo ich neben Youtube-Videos ein bisschen vor mich hin gedöst habe.

Um circa 18:00 Uhr habe ich mich dann endlich dazu aufraffen können, mich aus dem Bett zur Kaffeemaschine und von dort an den Schreibtisch zu bewegen, um noch ein bisschen produktiv zu sein. Dort habe ich dann zwei Blogposts geschrieben und zwei Stunden Spanisch gelernt und während dem Kaffeetrinken festgestellt, dass es keine allzu brilliante Idee war, noch Kaffee zu trinken, weil ich ja eigentlich ein bisschen früher ins Bett wollte. Aber nunja, ich bin eben ein Kaffeeliebhaber der nicht darauf achtet, wann er wie viel Koffeein konsumiert.

Jetzt ist es aber schon spät und ich versuche einfach mal trotz dem Koffeein zu schlafen, weil ich morgen früh unbedingt noch lernen muss…

Selbstexperiment Tag 1

Jeden Tag um 5:30 Uhr aufstehen, egal wie spät man ins Bett ist – das klingt doch mal nach etwas, dass ich ausprobieren könnte.

Kann jeder von uns seinen Schlafrhythmus so einfach umstellen, und ist das Ganze überhaupt sinnvoll oder nur sinnlose Selbsttortur? Verschiedene “Lifestyle” Magazine bieten das Ganze als Lösung für mehr Produktivität und Erfolg and und referieren dabei andere berühmte Persönlichkeiten wie Steve Jobs, der anscheinend durch diese Methode erst so richtig erfolgreich geworden ist. – Mir stellt sich nur die Frage, ob die Verfasser/innen diverser Artikel das Ganze überhaupt selbst ausprobiert haben, oder ob sie das Ganze einfach nur über den grünen Klee lobten, ohne eine Ahnung davon zu haben.

Wir befinden uns bei Tag 1 meines Selbstexperimentes, das die nächsten 6

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Ein authentisches “#wokeuplikethis” – Bild weil es auch ehrliche Menschen im Internet gibt

Wochen dauern soll und bis jetzt finde ich meinen Morgen sehr entspannt. Ich hatte genügend Zeit um zu Frühstücken, mir Gedanken über den kommenden Tag zu machen und mich darauf vorzubereiten. Noch fühle ich mich auch nicht sonderlich müde, auch wenn ich erst um 01:15 Uhr irgendwann einschlafen konnte und es viel mir sogar leichter, jetzt aufzustehen als um 6:00 oder 6:30 Uhr, wie ich es normalerweise tue.

Die verbliebene Zeit werde ich jetzt noch dazu nutzen, mich entspannt umzuziehen und vielleicht noch ein kleines Workout zu machen.

Bis jetzt fühle ich mich wach und (mehr oder weniger) ausgeschlafen. Mal sehen, ob das durch den Tag jetzt auch so bleibt.

“Hallo, ich bims Levy, i bims 1 Krabbentier”

Nein, ich werde euch jetzt nicht erzählen, dass ich eine sprechende Krabbe in Tokyo getroffen habe, eigentlich ist das eher das Resultat einer über elfstündigen Flugreise. Schon interessant, was Übermüdung in Kombination mit Kaffein mit einem anstellen kann.

Halt, was, Tokyo? Jup, um genauer zu sein, bin ich vor drei Wochen zurückgekommen und bin meinen schrecklichen Jetlag bis jetzt auch endlich mal wieder losgeworden.

Was ich von dort mitgenommen habe? Erfahrungen und einen unglaublichen Einblick in die asiatische Kultur. Viele Dinge sind dort so anders, so selbstverständlich, was bei uns die Ausnahme wäre. Nein, ich rede jetzt nicht nur übers Essen, ich meine auch vor allem diese Unglaubliche Ordnung, Sauberkeit, Pünktlichkeit und Rücksichtsnahme. In Japan ist es selbstverständlich, dass man in der Metro mucksmäuschenstill ist, oder sich im Flüsterton unterhält, um andere Menschen nicht zu stören. Denn ja, auch dieses Klischee hat sich bestätigt, die Japaner schlafen dort tatsächlich in der Metro, was bei Wegzeiten von mehreren Stunden auch definitiv Sinn macht.

fullsizeoutput_953Abgesehen davon ist die japanische Großstadt unfassbar sauber. In der ganzen Woche in Tokyo habe ich nur ein einziges Mal Müll (eine Plastikflasche) auf der Straße liegen sehen. Wenn man das ganze Mal mit Berlin vergleicht wird man schon fast eifersüchtig, denn unsere Hauptstadt ist leider leider nicht ganz so sauber… Was dort auch beeindruckend war, ist der öffentliche Nahverkehr, der einfach reibungslos funktioniert (zumindest soweit ich das mitbekommen habe). Jede Station besitzt seine eigene Melodie, die abgespielt wird, wenn dort gehalten wird, sodass jeder Passagier merkt, wann er aussteigen muss.

Nun zum eigentlich wichtigen Teil: Warum zur Hölle war ich mitten in der Schulzeit in Tokyo? Die Lösung heißt Hackathon.

Viele von euch wissen schon, dass ich mich mit Web Development beziehungsweise Software Entwicklung auseinandersetze und mich bemühe, meine Fähigkeiten in diesem Bereich immer weiter zu verbessern. Vor ungefähr einem Jahr war ich zum ersten Mal in meinem Leben bei einem Hackathon in Berlin, Jugend Hackt genannt und von der Open Knowledge Foundation veranstaltet. Ich glaube, ich habe noch nie so viel in so kurzer Zeit gelernt, wie damals bei Jugend Hackt Berlin.

Jedenfalls wurde Jugend Hackt dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Goetheinstitut auch in 3 asiatischen Städten veranstaltet und jeder Jugend Hackt – Teilnehmer hatte die Möglichkeit, sich für diesen einseitigen Schüleraustausch unter dem Motto “Vernetzte Welten” zu bewerben. And that’s it basically.

Ich bin dem Goethe Institut sehr sehr dankbar, dass ich diese Chance bekommen habe und bemühe mich auf jeden Fall, die Kontakte, die ich dort mit anderen Jugendlichen aus asiatischen Ländern geknüpft habe, auch zu halten.

Was ich anderen Menschen, die so etwas auch einmal erleben wollen, raten würde? Haltet die Augen offen, sucht euch Austauschprogramme, jobbt neben der Schule. Ich hätte es so bereut, wenn ich diese Chance nicht ergriffen hätte und abgesehen von dieser einmaligen Gelegenheit war ich ja auch schon in Amerika und zwei Mal während der Schulzeit in Spanien. Ich glaube nicht, dass ich jemals in meinem Leben, wieder so viel Zeit haben werde, solche Dinge zu erleben und es wäre dumm, all das nicht jetzt zu tun. Stress mit der Schule? Oh ja, das habe ich. Aber es ist machbar. Außerdem ist es sehr viel angenehmer, von zu Hause Dinge nachzulernen, als in den Unterrichtsstunden beinahe einzuschlafen (sorry an meine teilweise echt tollen Lehrer). Wenn ihr nicht gerade die größten Probleme in Mathe, oder Physik habt (Dinge, die man erklärt bekommen muss), dann rate ich euch auf jeden Fall: Ergreift jede sich euch bietende Möglichkeit, die Welt zu sehen. Diese Erfahrungen sind mit die wertvollsten Dinge, die ihr in eurem Leben erreichen könnt.