One Liberty Observation Deck – Oder der bisher genialste Tag dieses Schüleraustausches….

Achja, ich habe euch ja gesagt, dass der Labour Day ein ganz besonderer Tag war. Wer jetzt verwirrt ist sollte sich eventuell den Post über die Tage 2 bis 5 durchlesen. 😉

Wie dem auch sei, am Labour Day, also dem amerikanischen Tag der Arbeit, bin ich mit meiner Gastfamilie nach Philadelphia, das von den Bewohnern hier übrigens meist Philly genannt wird, gefahren und sind erstmal ein wenig in Center City herumgelaufen und mir wurden die ganzen verschiedenen Dinge gezeigt, die es dort so zu sehen gab, was dazu geführt habe, dass ich am nächsten Tag, als ich mit meiner Austauschgruppe noch einmal in Philly war, alle mit random Facts über die Stadt genervt habe. Wusstet ihr zum Beispiel, dass nach dem Gentlemen’s Agreement eigentlich kein Gebäude höher sein durfte, als der Hut der Statue von William Penn, die auf der Town Hall steht? Als das Comcraft Center dieses Agreement gebrochen hat, hat das Phillies Baseball Team plötzlich nur noch verloren, die logische Schlussfolgerung war also: Sie sind verflucht, weil das Abkommen gebrochen wurde. Der Fluch wurde dadurch aufgelöst, dass das Comcraft Center eine zweite William Penn Statue auf seinem Dach errichten ließ.
Nur so als kleiner Funfact am Rande… 😀
Wie dem auch sei, der Höhepunkt dieses Tages war das Liberty Observation Deck, das ist ein Wolkenkratzer, in dem man von der Spitze aus auf die Stadt hinunterschauen kann. Es war eine der genialsten Erfahrungen, die ich bis jetzt in meinem gesamten Leben gemacht habe und ich bin meiner Host Family so unfassbar dankbar, dass sie mir das ermöglicht haben.
Als ich dort oben im 57sten Stock aus dem Auszug stieg ist mir erst einmal die Luft weggeblieben. Die Aussicht dort oben war einfach gigantisch und es war unglaublich schön, die Stadt von oben zu sehen. Egal wer ihr seid, wie alt ihr seid, wenn ihr jemals nach Philadelphia kommt, dann müsst ihr euch das unbedingt ansehen, denn das ist eines der Dinge, die man in seinem Leben nicht vergessen wird.
Ich glaube wir waren so circa drei Stunden dort oben, saßen an den Fenstern, haben nach draußen gesehen, Fotos gemacht, skizziert und uns die Tour angehört.
Zum Abschluss noch Bilder von dem spektakulären Ausblick dort und von dem Tag in Philly:

Travel Diary Amerika – Tag 2 bis 5

Hallo, hier kommt erst einmal wie versprochen ein Nachtrag für die Tage 2 bis 5 weil ich diese alle mit meiner wunderbaren Gastfamilie verbracht habe. Den zweiten Tag habe ich erstmal genauso wie meine Austauschpartnerin so halb verschlafen, auch wenn wir eigentlich um 11 Uhr zum Brunchen gehen wollten… aber meine liebe Host Mum hat mich gnädigerweise schlafen lassen, was im Hinblick auf den schlimmen JetLag, den ich noch die nächsten drei Tage mit mir herumschleppte, vermutlich eine sehr gute Idee war. Als wir uns dann endlich irgendwann um die Mittagszeit herum alle aus unseren Betten gequält hatten, ist mein Austauschmensch erst einmal mit mir in dem Bezirk spazieren gegangen, wo ich die nächsten drei Wochen wohnen sollte.

Danach haben wir den Abend gemütlich zu Hause verbracht, wo ich auch schon wieder um 9 Uhr ins Bett gegangen bin, weil ich meine Augen einfach nicht mehr offen halten konnte…
Am nächsten Tag sind wir dann in die Willowgrove Mall gefahren, weil man die anscheinend unbedingt gesehen haben musste und dort habe ich dann auch einen meiner neuen Lieblingsläden entdeckt: Garage. Ich glaube, den gibt es nicht in Deutschland aber die Filialen sind einfach so unglaublich gemütlich eingerichtet, es gibt einfach Sofas und Betten mit Flauschdecken und man kann sich Kopfhörer ausleihen, wenn man seine eigene Musik hören möchte. Abgesehen davon waren wir natürlich vollkommen klischeelike im Starbucks und an dieser Stelle muss ich mich kurz verteidigen: Starbucks ist in Amerika definitiv nicht so teuer wie in Deutschland, und wenn dann kostet es nur um einen halben Dollar mehr als irgendwo anders. Bis jetzt habe ich schon mehrere Cafés ausprobiert, aber der Kaffee war nicht wirklich gut… deshalb bin ich immer wieder bei Starbucks gelandet… auch wenn ich kein allzu großer Fan dieses Konzerns bin. Aber nun wieder zurück zu den wichtigen Themen: 😀
Nachdem meine Austauschschülerin an dem Abend noch arbeiten musste bin ich mit anderen Menschen aus dem Austauschprogramm Lasertagging gefahren, aber ich glaube dazu gibt es noch einmal einen extra Post, sonst sprengt das den Rahmen hier.
An Tag 4 waren wir den Vormittag wieder relativ faul und haben fast nichts gemacht außer spazieren zu gehen und am Nachmittag waren wir bei Freunden bei einer Art “Party” aber typisch Amerika natürlich ohne Alkohol, dafür mit einer Variante des Spieles Scheiterhaufen das hier Manhunt genannt wird. Danach haben wir dann gegessen und alle zusammen Harry Potter angeschaut. Vom Film selbst hat man zwar nicht allzu viel mitbekommen weil wir als riesige Harry Potter Nerds natürlich lauter Theorien und Fakten diskutieren mussten…

Der nächste Tag war aber eigentlich bis jetzt mit der coolste Tag, und zwar war es Labour Day und wir sind nach Philly gefahren… Aber mehr dazu in einem anderen Post. 😉

Liebe Grüße aus Amerika!

Edit: Den Post zum Labour Day gibt es jetzt hier.

Es ist an der Zeit, sich wieder über Politik aufzuregen.

Nein, dieses Mal nicht über die CDU, sondern (wie sollte es auch anders sein) über die AfD.

Ich bin wütend. Angewidert. Traurig.

Die AfD ist gegen den Islam, auch weil sie die “deutschen Frauen beschützen” wollen. Ihr erinnert euch doch sicher an dieses AfD-Plakat:

https://i0.web.de/image/220/32458220,pd=2,f=content-xxl/wahlplakat-afd.jpg

Über dieses Plakat lässt sich streiten, ob es sexistisch oder beleidigend ist, oder sogar gegen geltende Gesetze verstößt. Ich persönlich finde es geschmacklos und sexistisch.  Yaay, sexualisierte Werbung, “heiße deutsche Frauen” gegen den bösen bösen Islam ist so bisschen die Message die ich hier rüberkommt. Die Gleichstellungsbeauftragte wollte dieses Plakat nun verbieten lassen, da es “sexistisch und fremdenfeindlich” sowie “eine Respektlosigkeit der muslimischen Kultur” gegenüber sei. Auch darüber lässt sich streiten. Das ist auch gar nicht der Punkt, der mich aufregt.

Das, was mich aufregt, ist die Art und Weise, wie über dieses Plakat und das geforderte Verbot diskutiert wird. Denn da lesen sich dann Kommentare wie “Die Gute Frau Thiel ist nur neidisch, dass sie keinen solchen Bikinibody hat” oder ähnliches.
Hier eine Auswahl:

Wann wurde es salonfähig, mit der Figur einer Politikerin ihre Argumente und Meinungen zu widerlegen? Seit wann ist es okay, jemanden nur wegen seines vielleicht nicht so perfekten Bikinibodys lächerlich zu machen und seine Anliegen zu ignorieren?

Die AfD und ihre Anhänger tun das aber ständig. Aber gleichzeitig sind sie Möchtegern-Feministen und wollen das “Recht jeder Frau, sich so zu kleiden wie sie will” verteidigen. Aber nur den bösen, bösen Muslimen gegenüber. Wenn es nicht darum geht, wird sofort jede Möglichkeit genutzt, um sexistische Kommentare von sich zu geben.

Ich denke, das nennt sich Doppelmoral.

Well done.

Du.

Du
brichst Herzen,
verletzt Gefühle,
enttäuschst Erwartungen.
Dir ist
das alles
gar nicht
bewusst.
Du.

Über die Kunst, zu trauern.

Wie man trauert.

Man weint.
Man tobt.
Man heult.
Man zweifelt.
Man stellt sich Fragen.
Warum?
Was wäre wenn?
Man lenkt sich ab.
Man denkt nicht mehr daran.
Man erinnert sich und fühlt sich schlecht
so lange
nicht
getrauert
zu haben.

Du wirst es niemals verstehen…

Du wirst niemals verstehen, wie sehr ich dich liebe.
Niemals wissen, wie viele Tränen ich wegen dir vergossen habe.
Niemals verstehen, in was du mein Herz verwandelt hast.
In einen Scherbenhaufen.
Niemals wissen, was ich für dich empfunden habe.
Du wirst es niemals wissen.
Niemals mit mir zusammensein, mein Gesicht in deine Hände nehmen und mir zuflüstern, dass du mich liebst.
Niemals mit mir zusammen essen gehen und dich mit mir über tausend Kleinigkeiten streiten.
Niemals.

 

Auszug aus einem Buch dass ich niemals schreiben werde.

Eine tickende Zeitbombe, Provokation oder doch ein normaler Mensch?

Hi.

Ich weiß nicht, wie ihr diesen Beitrag aufnehmen werden. Vielleicht seht ihr ihn, so wie dieser Twittermensch als eine Provokation.

Ich bin ich. Ich bin 16. Ich bin ein Mädchen. Ich bin bisexuell.

Und wisst ihr, womit ich meine Tage verbringe? Damit, meinen Klassenkameraden zu erklären, dass ich es scheiße finde, wenn sie “schwul” als Beleidigung verwenden. Damit, Leuten zu erklären dass ich nicht lesbisch bin, bloß weil ich in letzter Zeit mehr Mädchen geküsst habe als Jungs, dass ich trotzdem bisexuell bin. Dass ich nicht lesbisch bin, auch wenn ich mich “so verhalte”. Himmel, ich weiß noch nicht einmal genau, was das heißen soll. Ich weiß nicht, was es heißen soll, wenn Menschen mir sagen, ich verhalte mich “lesbisch”. Was zur Hölle ist das?

Ist mein Verhalten lesbisch, weil ich kurze Haare habe? Ist mein Verhalten manchmal “lesbischer” als sonst, weil ich manchmal weniger femininere Klamotten anziehe? Ist mein Verhalten “lesbisch” weil ich meinem Geografielehrer wiederspreche, wenn er sagt: “But let’s be honest, the only people who want to talk about homosexuality with minors are the ones who are attracted to them.” (Geografieunterricht auf Englisch) Wir haben über die Gesetzeslage in Russland gesprochen und sein weiterer Kommentar war, dass es auch Länder gibt, in denen man dafür hingerichtet werden kann, insofern sollten sie froh sein, wenn man nur dafür eingesperrt wird oder eine Geldstrafe bezahlen muss. Nur.

Jetzt, fast einen Monat, nachdem ich diesen Beitrag begonnen habe ist die Ehe für alle endlich Realität geworden aber im Denken der Menschen hat sich trotzdem nicht wirklich etwas verändert.

“Pass aber auf, dass du dich nicht in mich verliebst” oder andere, ähnliche Sprüche bekomme ich oft zu hören, wenn ich Zeit mit anderen Mädchen verbringe oder wenn sie sich mit mir umziehen müssen.
Als ob allein die Tatsache, dass ich auch auf Mädchen stehe gleich bedeutet, dass ich mich in jede Person verliebe, die ich halbwegs attraktiv finde. Das ist nicht der Fall.
Und nein, ich bin nicht nur bi, weil ich “Aufmerksamkeit möchte”
Ich habe mir das nicht ausgesucht und ich bin nunmal wer ich bin.
Das kann ich nicht ändern.
Will ich auch nicht.

Was ich will ist, dass ich endlich wie ein normaler Mensch behandelt werde und nicht wie irgendeine seltsame Attraktion oder eine tickende Zeitbombe.

Brennende Autos und verbrannte Chancen

Anmerkung: Das hier ist ein Kommentar.


Das erste was einem einfällt, wenn man an  G20 zurückdenkt sind die allgegenwärtigen Eskalationen im Schanzenviertel und Straßenschlachten zwischen Polizisten und Linksextremen Demonstranten.

Aus ganz Europa sind Menschen angereist um in Hamburg zu demonstrieren, aber längst nicht alle davon sind gewalttätig. Abgesehen von all den Ausschreitungen gab es auch viele friedliche, kreative und medienwirksame Demonstrationen mit Botschaften an die Oberhäupter der 20 Staaten. Botschaften, Vorstellungen, Ideen, Ideale, Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft der G20. Menschen sind angereist, um ihre Ideen zu verbreiten, um Einfluss auf die Politik zu nehmen, und Aufmerksamkeit auf wichtige Themen wie den Klimawandel zu lenken. All das hätte etwas bewirken können, wären sie nicht von den Krawallen, Ausschreitungen und Straßenschlachten überschattet worden. Was die brutalen Krawallmacher nicht begreifen, ist dass sie zusammen mit Autos und Geschäften auch ihre Chancen, etwas zu verändern, verbrennen.
Denn niemand nimmt gewalttätige Demonstranten ernst, die Eigentum Unbeteiligter zerstören und Polizisten angreifen.

Der Kampf gegen den Kapitalismus & die Konsumgesellschaft? Also bitte, was hat man denn davon, eine Familie, die auf das Auto für alltägliche Dinge angewiesen ist, beträchtlichen Sachschaden zuzufügen und sie vor logistische Herausforderungen zu stellen? Welchem höheren Ziel dient das? Was hat die Allgemeinheit davon, wenn Asphalt erneuert werden muss, weil Autos darauf gebrannt haben und wenn Menschen sich nicht einmal mehr trauen, einkaufen zu gehen?

Die Bilder die man aus diesen Tagen & Nächten sieht erinnern nicht an Hamburg sondern schon fast an Bürgerkriegsszenarien.

Neben all den Autos, Brandsätzen und Mülltonnen haben die radikalen Demonstranten auch jegliche Chancen, gehört zu werden, verbrannt.

Well done.

blind

“Sieh das positive.”

wenn du verstehen würdest
dass ich blind
bin.

jemand, der

augen, die zu viel gesehen haben.
ohren, die zu viel gehört haben.
hände, die zu viel gespürt haben.
füße, die zu viel gelaufen sind.
ein herz, das zu viel gefühlt hat.
ein geist, der zu viel erlebt hat.

jemand, der
zu viel
hat.