“Heutzutage reicht es für das Abitur, den Taschenrechner bedienen zu können” oder “Wie Menschen, die seit Jahrzehnten in keiner Schule mehr waren, sich ein Urteil bilden.”

Das Matheabitur ist in Bayern jetzt knapp 11 Tage her und noch immer ist die Empörung über den angeblich zu hohen Schwierigkeitsgrad groß. Schüler*innen – und das nicht nur in Bayern – haben Petitionen an ihre jeweiligen Kultusministerien gestartet, die in Bayern wurde bis heute von mehr als 72.000 Menschen unterzeichnet.

Doch während Abiturient*innen sich echauffieren und versuchen zu erklären, was genau denn an den Aufgaben so schwierig war, nehmen viele Journalist*innen dies als Gelegenheit, sich über die “Generation Schneeflocke” lustig zu machen. 
Hans Kratzer titelte in der SZ gar “Matheschwäche gilt heute beinahe als Verdienst” und erfährt damit auch gar nicht mal so wenig Zustimmung. Weiter heißt es bei ihm “Das Abiturzeugnis erhalten nun auch jene, die lediglich den Taschenrechner bedienen können.” und “Das Fach Mathematik wurde im Gymnasium nach und nach auf ein unteres Grundkursniveau heruntergedimmt. Es ist schon längst kein Angstfach mehr, […].”
Angesichts dieser Aussagen muss ich nun doch fragen, wann der werte Hans Kratzer zum letzten Mal den Mathematikunterricht, vor allem den bayerischen, besucht hat. Mathe ist kein Angstfach mehr? Das soll er doch bitte einmal den Schüler*innen erzählen, die regelmäßig beim Gedanken an das Matheabitur in Tränen ausgebrochen sind.

Bei großen Teilen der Debatte frage ich mich, ob die Journalist*innen und Politiker*innen sowie die selbsternannten Spezialist*innen nicht doch den Kernpunkt verfehlen. Viele große Medienhäuser, die über das Abitur berichteten, ließen einige Aufgaben vorrechnen, bekleckterten sich dabei allerdings nicht mit Ruhm, was die journalistische Sorgfaltspflicht betrifft.
Die SZ beispielsweise ließ einen ihrer Redakteure eine Aufgabe vorrechnen und untertitelte das mit “Wer die Aufgaben allerdings nachrechnet, merkt sehr schnell: Das war alles machbar.” Welche Aufgabe sie vorgerechnet haben? Die einfachste. So einfach kann mensch es sich natürlich auch machen.

Es ist aber auch viel einfacher, die Abiturient*innen als sensible Schneeflocken darzustellen, anstatt über das eigentliche Problem zu sprechen: Das Abitur ist ungerecht und das nicht nur in Bayern sondern in ganz Deutschland. Ungerecht, da das Elternhaus immer mehr über den schulischen Erfolg bestimmt, ungerecht, da jedes Bundesland unterschiedliche Anforderungen an seine Abiturient*innen stellt, ungerecht, da die verschiedenen Abiture nicht miteinander verglichen werden können.

Aber ja, ich kann verstehen, dass mensch die Beschwerden der Abiturient*innen lieber ins Lächerliche zieht (wie z.B. mit der Ankündigung von “Mondays für Abitur”) anstatt sich mit den eigentlichen Problemen des deutschen Bildungssystemes auseinanderzusetzen. Oder sind es doch die der 16 deutschen Bildungssysteme?

Aus Schülersicht: Gymnasien in Bayern

Symbolbild. Quelle: Pixabay

Bayern und sein Schulsystem, oft über den grünen Klee gelobt und von Menschen in ganz Deutschland als besonders schwierig aber gleichzeitig besonders gut betrachtet. Schulen in Bayern sind gut ausgestattet, die Lehrer*innen gut ausgebildet und der Weg zum Abitur viel schwieriger als in anderen Bundesländern. Oder zumindest heißt es das immer.

Aber wie viel ist da wirklich dran? Sind die bayerischen Schüler*innen wirklich so viel besser als die im Rest von Deutschland? Sind die Schulen besser ausgestattet und der Stoff schwieriger?

Zunächst muss erwähnt werden, dass Bayern jetzt gerade wieder den Wechsel zwischen dem G8 und einem neuen G9 durchmacht, was zumindest aus meiner Perspektive wenig sinnvoll erscheint. Als Schülersprecherin hatte ich einige Monate vor der Entscheidung über das G9 die Möglichkeit, mit einem Mitglied des bayerischen Bildungsausschusses zu diskutieren, der uns mitteilte, dass der Lehrplan für das neue G9 und das eigentliche Konzept noch nicht einmal im entferntestem feststünde und die Politiker*innen somit auf bloßer Grundlage ihres Bauchgefühles entscheiden müssten. Einige Wochen später wurde dann die endgültige Entscheidung getroffen: Das G9 wird in einer neuen Form wieder eingeführt. Es ist zweifelhaft, dass das neue G9 die Situation der Schüler und Schülerinnen wirklich verbessern wird, da erst die Oberstufe so richtig stressig wird und genau das der einzige Teil ist, der nicht verändert werden wird. Es ist logisch, dass viele Schüler*innen auch in unteren Jahrgangsstufen Schwierigkeiten haben, Schritt zu halten. Nichtsdestotrotz ist die Oberstufe noch einmal etwas komplett anders und wie viele andere fühlte ich mich zu Beginn ins kalte Wasser geworfen, da der Kontrast zwischen zehnter und elfter Klasse ziemlich stark ist; und dass, obwohl ich eigentlich eine sehr gute Schülerin bin.

Das Schulsystem basiert bist jetzt auf reinem Frontalunterricht und darauf, wie schnell du Dinge auswendig lernen kannst. Das (bayerische) Gymnasium in seiner jetzigen Form hat nicht mehr allzu viel mit der Intelligenz der Schülerschaft, sondern mit deren Anpassungsfähigkeit an das System zu tun. Lehrer*innen, die Schüler*innen helfen sich Informationen selbst zu erarbeiten, die ihr Interesse in den Fächern wecken und zur selbständigen Arbeit ermuntern sind leider eher die Seltenheit. Stattdessen bekommt mensch so gut wie in allen Fächern einen vorgekauten Brei an die Tafel geschrieben, den mensch auswendig lernen muss und wenn mensch mit dieser Art des Unterrichts nicht arbeiten kann, hat man einfach Pech gehabt. 

In diesem Jahr hatte ich das Glück einige Lehrer*innen zu haben, die das eben nicht so machen, sondern jedem*r Schüler*in dabei halfen, sich Informationen selbst zu erarbeiten und danach gemeinsam mit den anderen zusammenzufassen und darüber zu diskutieren. Diese Lehrer*innen sorgen dafür, dass mensch damit beginnt, sich selbstständig mit dem Stoff auseinanderzusetzen und sich auch außerhalb des Unterrichts damit zu beschäftigen. Sie sorgen dafür, Schüler*innen zu eigenständigen und überlebensfähigen Menschen zu erziehen, die nicht nur darauf angewiesen sind, dass ihnen jemand das Wissen häppchenweise serviert. Denn das wird im späteren Leben auch niemand mehr tun.

Gleichzeitig wird von Lehrer*innen mehr und mehr das Bild einer angeblichen „Bildungselite“ vermittelt. Angeblich sind die Gymnasiast*innen nämlich die Intelligentesten und Schüler*innen anderer Schulformen im Allgemeinen dumm. Kommentare wie „Ja, dann mach halt den Quali noch nebenbei, wenn du das Gymnasium nicht schaffst ist das deine Absicherung und den schafft mensch mit links“ vermitteln ebenfalls ein falsches Bild der Bildungsqualität anderer Schularten. Der Stoff dort ist nicht unbedingt einfacher, sondern vielleicht einfach anders. 

Gymnasien in Bayern zeichnen sich jedoch noch durch andere Arten der Intoleranz aus, nicht nur gegenüber anderer Schularten sondern auch gegenüber anderer Religionen sowie Lebensstilen. Homophobe sowie sexistische Kommentare sind keine Seltenheit und einfach unangebracht. Hier ist es auch keine Seltenheit, dass Kruzifixe im Klassenzimmer hängen, genauso wie abfällige Bemerkungen über den Islam im Unterrichtsgespräch. Gleichzeitig ist es schwierig eine eigene Meinung im Unterricht zu vertreten ohne zu riskieren, als „Feminazi“ abgestempelt oder mit dem „Political Correctness ist so überbewertet“ Argument zum Schweigen gebracht zu werden. 

Jede*r Lehrer*in ist auch nur ein Mensch und vertritt deswegen logischerweise auch seine eigene Meinung aber es ist unangebracht, solche Dinge vor Schüler*innen zu sagen. Meist entwickeln die Schüler gerade in diesem Alter ihre Persönlichkeit und finden mehr über sich selbst und ihre Sexualität heraus. Wenn mensch in diesem Alter das Bild vermittelt bekommt, dass es nicht normal ist, homosexuell oder einfach nicht hetero und cis zu sein, dann kann das zu Unsicherheit, Selbstzweifel und -hass führen. Intoleranz, die in der Schule vermittelt wird, wird sehr oft einfach in die eigenen Überzeugungen und Moralvorstellung übernommen, da mensch davon ausgeht, dass die Lehrer*innen sich auskennen und für viele eine Art Vorbildfunktion erfüllen. Es ist für Jugendliche schwierig, aus diesem Denken wieder herauszukommen

All das sind Punkte, die sich dringend ändern müssen, aber allein dadurch, die Schulzeit wieder auf neun Jahre zu verlängern wird sich überhaupt nichts verändern. Was wir brauchen ist eine Überarbeitung des Konzeptes, um jeden Schüler optimal fördern zu können. Wir sollten nicht mehr nur bloßes Wissen sondern auch Kompetenzen und die Fähigkeit, Dinge zu begreifen und sich selbst beizubringen, lehren. Das G8 an sich war nichts Schlechtes per se, aber die Umsetzung in manchen Aspekten katastrophal. Deshalb sollte mensch daran arbeiten, dieses Konzept zu perfektionieren, anstatt wieder komplett bei Null anzufangen.

Aber das ist nicht öffentlichkeitswirksam und wird garantiert keine Wähler*innenstimmen bringen, denn die Überarbeitung und Perfektionierung eines bereits vorhandenen Systemes braucht seine Zeit und ist nicht dafür geeignet, zu kurz gedachte Wahlversprechen zu erfüllen. Würde mensch die Schüler*innen einfach mal nach ihrer Meinung fragen, danach fragen, wie mensch Schule besser machen kann, so würde mensch sich vermutlich einige Mühen sparen. Aber Schüler*innen sind nunmal nicht Wähler*innen und ihre Meinung somit nicht relevant genug.

Selbstexperiment – Update

Nachdem sich in letzter Zeit viel wiederholt hat dachte ich mir jetzt, ich mache nur noch alle paar Tage einen Blogpost über mein Selbstexperiment und nicht wie bisher jeden Tag. Nachdem ich das jetzt schon seit drei Wochen mache kann ich nur sagen, dass es leichter wird.

Ich stehe nicht jeden Tag konsequent um 5:30 Uhr auf und bleibe wach, manchmal verschlägt es mich auch nochmal für 15min ins Bett aber alles in allem stehe ich allerspätestens um 5:45-6:00 Uhr auf. Für mich persönlich ist diese zusätzliche Zeit morgens nicht mehr wirklich wegzudenken, ich habe mich schon sehr daran gewöhnt, meine Hausaufgaben und Blogposts morgens zu erledigen und ich bin morgens auch sehr viel produktiver als nachmittags. Denn wenn ich nach der Schule heimkomme habe ich erstmal keine Lust mehr, irgendetwas für die Schule zu machen und bleibe meistens irgendwo im Internet hängen, auch wenn ich ebenfalls daran arbeite, meine Zeit sinnvoller zu nutzen.

Langsam merke ich auch, dass ich einfach mittlerweile früher müde werde und dann gehe ich halt schon zwischen 22:00 und 23:30 Uhr ins Bett, in Ausnahmefällen (Klausurenzeit) ein bisschen später. Diese Zeit geht mir auch abends nicht wirklich ab, da ich da nie wirklich produktiv war sondern einfach nur Serien geschaut habe oder meine Zeit sonst irgendwie verplempert habe.

Meine Koffeeinabhängigkeit ist durch das Experiment auch nicht schlimmer geworden, eigentlich eher besser weil ich meinen ersten Kaffee erst in der Schule trinke und manchmal noch nachmittags einen, aber nicht so wie früher noch einen um Nachmittag/Abend rum.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass ich das Experiment vermutlich auch nach den Ferien, die in 1 1/2 Wochen beginnen, vermutlich weiterführen werde, und es eventuell zu einer permanenten Gewohnheit machen werde. Aber mal sehen was die Zeit noch so bringt. 😀

 

Ein bisschen verschlafen – Tag 10

Nachdem ich gestern ein wenig Schwierigkeiten damit hatte, so lange wach zu bleiben hatte ich heute Probleme damit, überhaupt aus dem Bett zu kommen. Genauer gesagt habe ich einfach bi 7:00 Uhr geschlafen und dann entsetzt beim Blick auf die Uhr festgestellt, wie spät es irgendwie geworden ist.

Gestern Abend konnte ich einfach lange nicht einschlafen, weil mir so viele Dinge im Kopf herumgegeistert sind und ich mein Gehirn nicht davon überzeugen konnte, zu schlafen. Das habe ich heute morgen auch deutlich gespürt und ich kann euch sagen, dass mir diese zusätzliche Zeit morgens schmerzlich gefehlt hat. Gemütlich frühstücken und Hausaufgaben machen? Eher weniger. Duschen und langsam wach werden war auch nicht drin, eher in Rekordzeit etwas anziehen und den Schulpack packen, dessen Inhalt über meinen Schreibtisch verteilt war, weil ich ja heute Morgen eigentlich noch Hausaufgaben machen und diverse Dinge erledigen wollte. In der Schule heute war ich dementsprechend unvorbereitet und meine Lektion habe ich gelernt: Liegen bleiben ist nicht. Für morgen habe ich also meinen Wecker gestellt und diesen Fehler werde ich auf keinen Fall noch einmal machen.

Nachdem ich festgestellt habe, dass sich dieses Experiment zunehmender Beliebtheit erfreut bin ich am Überlegen, wie ich euch die Dinge noch anschaulicher zeigen kann. Ich schwanke momentan zwischen einem kleinen Videotagebuch oder eben teilweise detaillierteren Beschreibungen meines Morgens. Lasst es mich wissen wenn ihr noch andere Ideen oder eventuell auch Fragen habt. 😀

Es ist schwierig, so lange wach zu bleiben, wenn man nichts zu tun hat

Heute war schon mal ein anstrengender Morgen. Nicht weil ich so viel zu tun gehabt hätte sondern eher, weil ich erst um kurz nach 10 in der Schule sein muss.

Es ist schwierig, von 5:30 bis 10:00 Uhr wach zu bleiben, wenn man keine konkrete Beschäftigung oder Ziel vor Augen hat. Für mich konkret hieß das, dass ich zwar früh wie immer aufgestanden bin, gefrühstückt habe, dann ins Bett zurückgekehrt bin und nochmal ein bisschen gedöst habe. Allerdings hatte mein Körper sich wohl zumindest schon ein Stück weit an diesen neuen Schlafrhythmus gewöhnt, ich bin nämlich von alleine um 6:30 Uhr wieder aufgewacht. Danach bin ich dann auch aufgestanden, habe ein paar Hausaufgaben erledigt, den Besuch auf der Buchmesse dieses Jahr geplant (Das lässt mein Bloggerherz höher schlagen, letztes Jahr wollte ich auch schon, aber da hat es leider nicht geklappt) und vermutlich werde ich jetzt nochmal Joggen gehen, auch wenn ich ziemlich Muskelkater von gestern habe – aber irgendwie will ich diese Zeit ja produktiv füllen.

Es ist erst Dienstag, eigentlich sollte ich mir noch keine Gedanken über das Wochenende machen, aber ich tue es trotzdem: Letztes Wochenende habe ich an beiden Tagen ewig geschlafen, was nicht unbedingt dazu beigetragen hat, mich an diesen neuen Schlafrhythmus zu gewöhnen. Deswegen habe ich überlegt, ob es nicht sinnvoller wäre, auch am Wochenende so früh oder zumindest zu einer ähnlichen Zeit aufzustehen. Hab mich dann auch gleich schlau gemacht und einen Ted Talk sowie Blogposts und Youtube Videos angesehen und gelesen und herausgefunden dass die meisten Menschen, die so früh aufstehen auch am Wochenende höchstens zwei Stunden von ihrer Zeit abweichen. Für mich wäre das also 7:30 Uhr, das klingt noch einigermaßen machbar. Aber mal sehen was die restliche Woche so bringt.

Selbstexperiment Tag 8 – Noch am Leben

Für alle die sich gerade fragen, was genau überhaupt los ist: Ich mache gerade ein Selbstexperiment bei dem ich jeden Tag um 5:30 Uhr aufstehe. Hier gehts zum ersten Post.


Als ich heute in der Schule gefragt habe, ob ich so schlimm aussehe wie ich mich fühle lautete die Antwort “Neee, siehst aus wie immer” und ich dachte mir nur so: Super, ich sehe also immer aus wie eine lebende Leiche…

Nach vier Stunden Schlaf war ich jedoch fitter als gedacht, Sport und Frühstück sind heute morgen jedoch beides ausgefallen weil ich die gesamte Zeit zum Lernen verwendet habe. Das fehlende Frühstück ist mir dann in der Schule auch schmerzlich bewusst geworden und ich habe daraus die Lektion gelernt, dass ich, wenn ich so früh aufstehe nicht ohne Frühstück in die Schule kann. Den Sport habe ich dann heute nachgeholt, als ich endlich aus der Schule heimkam und dementsprechend müde bin ich jetzt auch, was auch der Grund ist, warum ich heute vermutlich noch deutlich vor 22:00 Uhr ins Bett gehen werde. Morgen wartet mal wieder eine kleine Herausforderung auf mich, meine ersten 3 Stunden fallen aus, d.h. ich müsste erst um 11:15 Uhr in die Schule – Aber nachdem ich ja mein Selbstexperiment weiterführen möchte werde ich trotzdem wie normal aufstehen. Mal sehen ob morgen die Faulheit siegt und ob ich nicht doch wieder im Bett ende oder doch meinen Morgen produktiv nutzen werde…

Tag 5 + Tag 6 (Nachtrag)

Tag 5 war vor allem eines: lang – heimgekommen bin ich erst um 02:00 Uhr.

Aufgestanden bin ich tatsächlich um 6:00 Uhr nachdem ich davor eine halbe Stunde einfach nur im Bett lag, über mein Leben nachgedacht habe und es einfach genossen habe, Zeit zu haben und keinen Stress. Zur Abwechslung mal war mein Morgen nicht nur davon erfüllt, irgendwelche Hausaufgaben noch zu erledigen sondern ich konnte noch gemütlicher frühstücken als sonst auch und vor der Schule sogar noch in mein Lieblingscafé fahren, um mir dort einen Kaffee für die Schule zu holen. (Natürlich in meinem eigenen Becher, den ich fast immer mitnehme wenn ich plane, Kaffeetrinken zu gehen.)

Nach der Schule musste ich aber noch zum Fotoshooting unseres Theaterensembles das so unfassbar lange gedauert hat (bis 01:45 Uhr) dass ich beinahe dort eingeschlafen wäre. Als ich endlich zu Hause war musste ich mein ziemlich aufwändiges und schwer zu entfernendes Bühnen-Makeup noch irgendwie abschminken, womit ich nochmal fast eine Stunde beschäftigt war, sodass ich erst circa um 03:00 Uhr ins Bett gehen konnte.

Am nächsten Tag natürlich prompt bis 12:30 geschlafen, ich glaube mein Körper hat sich einfach geholt was er gebraucht hat. War natürlich dann dementsprechend mies gelaunt, weil ich den halben Tag verschlafen habe und eigentlich lernen hätte müssen. Das habe ich dann den restlichen Tag und bin mit keinem allzu zufriedenem Gefühl wieder ins Bett gegangen. Gewöhnt hat sich mein Körper bis jetzt ja noch nicht daran, so früh aufzustehen, sonst wäre ich nicht erst so spät aufgewacht…

Ein entspannter Tag (4)

Schlafdauer: 6 Stunden

Heute morgen ist mir das Aufstehen unfassbar schwer gefallen und ich bin tatsächlich bis 6:00 Uhr einfach liegen geblieben, auch wenn ich nicht mehr geschlafen habe.

Eigentlich wollte ich gerade ins Bett gehen und dann ist mir eingefallen, dass ich für heute ja noch gar keinen Blogpost geschrieben habe, dementsprechend bin ich wieder aufgestanden und versuche jetzt wenigstens noch für 20 Minuten wach zu bleiben.

In der Schule heute war ich topfit, nicht müde oder so, den Nachmittag habe ich in der Stadt verbracht, auch ohne k.o zu sein. Gut, ich sehe zwar aus wie ein Vampir weil meine Augenringe schwarzen Löchern ähneln, aber zumindest fühle ich mich bis jetzt nicht so. Abgesehen davon habe ich noch aufgeräumt, die Hausaufgaben habe ich guten Gewissens auf morgen früh verschieben können, weil ich ja mehr als genug Zeit habe, diese morgens zu erledigen.

Morgen wartet aber eine ganz andere Herausforderung auf mich, ich habe nämlich erst eine Stunde später, also um 8:40 Uhr Schule und die Versuchung, einfach eine Stunde länger zu schlafen ist groß. Andererseits wollte ich ja unter der Woche immer um 5:30 Uhr aufstehen und nur am Wochenende ausschlafen und wenn ich so eine Ausnahme mache weiß ich ja gar nicht, ob dieses Frühaufstehen auch für Menschen tauglich ist, die nicht jeden Tag um 8:00 Uhr zur Arbeit oder Schule müssen. Abgesehen davon ist es ja ein Selbstexperiment, und ich will das durchziehen und nicht gleich bei der erstmöglichen Gelegenheit schummeln.

Schweren Herzens habe ich deswegen gerade eben meinen Wecker auf 5:30 Uhr gestellt, und hoffe dass ich morgen nicht im Zeitraum zwischen Aufstehen und Schule in Unproduktivität oder im Bett versinke.

 

Tag 3 – Ein Tag im Halbschlaf und dennoch halbwegs produktiv

Heute morgen bin ich wie gewohnt aufgestanden, habe gemütlich gefrühstückt und meinen Relistoff noch einmal wiederholt und habe bis zur Klausur auch wunderbar mit nur einem Kaffee durchgehalten.
Danach kam ein ziemlicher Durchhänger, in der Mathestunde bin ich beinahe eingeschlafen und auch als ich endlich zu Hause angekommen war, bin ich erst einmal im Bett gelandet, wo ich neben Youtube-Videos ein bisschen vor mich hin gedöst habe.

Um circa 18:00 Uhr habe ich mich dann endlich dazu aufraffen können, mich aus dem Bett zur Kaffeemaschine und von dort an den Schreibtisch zu bewegen, um noch ein bisschen produktiv zu sein. Dort habe ich dann zwei Blogposts geschrieben und zwei Stunden Spanisch gelernt und während dem Kaffeetrinken festgestellt, dass es keine allzu brilliante Idee war, noch Kaffee zu trinken, weil ich ja eigentlich ein bisschen früher ins Bett wollte. Aber nunja, ich bin eben ein Kaffeeliebhaber der nicht darauf achtet, wann er wie viel Koffeein konsumiert.

Jetzt ist es aber schon spät und ich versuche einfach mal trotz dem Koffeein zu schlafen, weil ich morgen früh unbedingt noch lernen muss…

“Du siehst irgendwie tot aus” – Selbstexperiment Tag 2

“Du siehst irgendwie tot aus” – so wurde ich heute in der Schule begrüßt, und später dann mit “Du siehst gruselig aus… hast du zu wenig geschlafen?” angesprochen.

Eigentlich fühle ich mich gar nicht so müde, in der Schule war es total okay, heute Nachmittag kam dann ein kleiner Durchhänger aber ich habe tapfer durchgehalten und mittlerweile ist es fast 10 Uhr abends und Schlafen ist bis jetzt noch nicht geplant, da morgen eine Klausur auf dem Programm steht. (An dieser Stelle einen Gruß an alle, die mich vor der Klausurenphase gewarnt haben, ich weiß was ihr meint)
Als heute morgen überraschend meine ersten 2 Stunden ausgefallen sind habe ich allerdings festgestellt, dass es sehr schwierig ist, wach und vom warmen Bett fern zu bleiben, wenn man keine konkrete Beschäftigung hat.

Insgesamt habe ich heute wohl 5:30h geschlafen, das ist weniger als das Minimum von 6 Stunden, das ich angepeilt habe, um nicht völlig tot am nächsten Tag zu sein. Konzentrationsschwierigkeiten machen sich bis jetzt keine bemerkbar, trotzdem bin ich sehr unmotiviert, den Stoff für morgen zu lernen, was allerdings auch daran liegen könnte, dass ich Religion als Schulfach absolut unnötig finde.

Drückt mir die Daumen für morgen, nicht dass ich noch in der Klausur einschlafe!