Ein Appell.

“Wir sind das Volk” – Ein Satz, den man in letzter Zeit oft liest und hört, sei es in den Zeitungen, in Videos oder in Diskussionen mit Menschen verschiedenster Ansichten. Sie sind sich alle einig, sie sind das Volk, sie sind die Mehrheit und jeder, der etwas anderes behauptet, lügt.

Ich bin anderer Meinung (Große Überraschung, ich weiß.)
Aber so ist es nun mal in einer Demokratie, Menschen verschiedenster Ansichten müssen sich irgendwie einigen, diskutieren und sich miteinander austauschen.
Diese Diskussionen sind nicht immer sinnvoll und meistens kosten sie viel Zeit und Energie, Dinge, die viele Menschen in dieser Zeit nicht wirklich haben. Trotzdem ist es wichtig, sich einzusetzen, nicht einfach zu schweigen, weil es bequemer ist, weil man sich keine Feinde machen oder es sich mit dem Kollegen / Freund / Bekannten nicht verscherzen möchte. Aber wir können nicht mehr einfach still sitzen bleiben, während europäische Werte durch rechte Parolen mit Füßen getreten werden und unsere Gesellschaft, unsere Sprache mehr und mehr verroht und menschenverachtende Aussagen wieder salonfähig gemacht werden.

Es ist Zeit, aufzustehen. Sich einzusetzen für die Werte, die uns, die Deutschland und Europa ausmachen. Mitmenschlichkeit, Solidarität und unsere Fähigkeit, Kompromisse zu finden. Es ist Zeit, die Straßen nicht länger denen zu überlassen, die schreien “Wir sind das Volk”, denn das sind sie nicht.
Deutschland ist bunt, laut, vielfältig und nicht immer einer Meinung.

Wir nicht zulassen, dass eine Minderheit sich benimmt, als wäre sie die Mehrheit, dass eine kleine Gruppe von Menschen die gesellschaftliche Debatte bestimmt und alles anzweifelt, was nicht ihrem Weltbild entspricht. Es ist Zeit, aufzustehen.

Sie.

// Der erste Teil einer kleinen Geschichte, an der ich gerade arbeite //

Sie war ein sehr unsicherer Mensch, fühlte sich unter Menschen nie ganz wohl und war am Liebsten allein. Allein war hier vielleicht der falsche Begriff, schließlich war sie nie wirklich einsam, die Worte begleiteten sie überall hin, bildeten eine Welt in ihrem Kopf, die die Anderen nie so ganz verstehen konnten, denn deren Kopf war nicht so wie ihrer mit diesen wirbelnden schwarzen Gebilden gefüllt, die ihr ganzes Leben bestimmten und verschönerten, ohne die sie nicht sein konnte. 

Andere betrachteten sie nur von fern, die Meisten fanden sie seltsam und hielten Abstand, wenn sie wie immer mit ihrem kleinen schwarzen Notizbuch unter dem gleichen Baum saß und scheinbar ohne Unterbrechung schrieb. Das Buch schien nie voll zu werden oder zu wechseln, auch wenn sie, so sah es zumindest aus, jeden Tag mehrere Seiten davon füllte. Manchmal konnte man sie dabei beobachten, wie sie einige Seiten daraus wieder ausriss, sie wütend zusammenknüllte und wegwarf, weil ihr die Kunstwerke aus Tinte nicht gefielen, die sie zu Papier gebracht hatte. Sie wollte immer, dass alles perfekt war, überlegte oft minutenlang an ihrem Stift kauend, was der am besten passende Ausdruck für diese Situation war, und wie sie ihre Texte am besten aufbauen sollte. Manchmal schrieb sie jedoch auch einfach darauf los, weil die Worte ihr zuflossen, leise ins Ohr krochen und sie nicht anders konnte, als sie alle niederzuschreiben. Dieses Land in ihrem Kopf, bestehend aus Druckerschwärze und dem Geruch von Papier wollte nicht nur leise in ihr existieren, es wollte in die Welt hinausgetragen werden, denn es war zu bittersüß und wunderschön, als dass sie es für sich behalten hätte können. Die Worte waren ihre Zuflucht, auch wenn die Frucht ihrer Arbeit nie jemand zu sehen bekam, denn alles was sie in diesem kleinen Buch festhielt, war zu privat und sie befürchtete, die fragilen Sätze würden scharfer Kritik und der Aufmerksamkeit der Welt nicht standhalten. Sprache und Worte waren ihre Zuflucht, etwas, das man ihr niemals nehmen konnte und sie bewunderte die beinahe unbegrenzten Möglichkeiten sprachlicher Ausdrücke. Worte faszinierten sie, vor allem die, die man aus mehreren anderen zusammengesetzt hatte. „Bittersüß“ war ein perfektes Beispiel dafür, ein Wort das einem auf der Zunge zerschmolz, genauso wie dunkle Schokolade, an die es sie erinnerte. Wenn sie nicht gerade schrieb, dann lief sie mit Kopfhörern, aus denen keine Musik drang, in den Ohren durch die Gegend. Sie hörte keine Musik, denn sie brauchte nichts um die Welt zum Schweigen zu bringen, die Gestalten aus Tinte erledigten das für sie. Nein, aus den kleinen Knöpfen in ihren Ohren ertönte keine Musik, nur White Noise, die perfekte Grundlage für die schwarzen Figuren, die ihr ihre Geschichten erzählten. Schwarz auf Weiß, rundbäuchig, eckig, gerade oder schief, sie liebte jede einzelne von ihnen, denn jede Geschichte war es wert, gehört und danach aufgeschrieben zu werden. 

// Hier gehts zum zweiten Teil //

Alles bleibt so, wie es ist.

Sie haben die Macht zu verletzen, zu heilen, zu töten. Worte sind die mächtigsten Waffen und die erfolgreichsten Heilmittel zugleich auch wenn sie zu selben Zeit so unfassbar bedeutungslos sein können, wie ein Tropfen Wasser in der Hitze der gesellschaftlichen Debatte.

So auch die Reden unsere Politiker, Worte gebadet in Gold, und doch am Ende des Tages nichts wert. Ein Goldstück entpuppt sich plötzlich als wertlose Karnevalsattrappe, das Gold nur eine billige Hülle, die die nicht einmal gute Schokolade darunter verbirgt.

Manchmal muss man sich als jugendlicher Mensch sehr anstrengen, um angesichts der Bedeutungslosigkeit unserer Stimmen nicht zu verzweifeln, um nicht aufzuhören, für seine Rechte zu kämpfen und um nicht einfach zu resignieren.

Wenn wir unseren Blick nach Amerika wenden, so sehen wir die Überlebenden von Parkland, die auch jetzt noch, Monate nach dem Massaker an ihrer Schule, für verschärfte Waffengesetze kämpfen, auch nach den weiteren Schießereien, die seither stattgefunden haben. Erst diese Woche veranstalteten sie ein „die in“ in einer Supermarktkette, welche Geld für den Wahlkampf eines Kandidaten gespendet hatte, welcher durch die NRA unterstützt wird. Eben jener Supermarkt hat nun angekündigt, politische Spenden bis auf weiteres auszusetzen und seine Spendenpolitik zu überdenken – Ein Sieg also, wenn auch ein relativ kleiner, denn bis jetzt hat sich die Debatte in Amerika kein Stück bewegt und die Regelungen zum Waffenverkauf wurden kein bisschen verschärft. Diese letzte Aktion der Aktivisten zeigt jedoch, dass ihre Stimme nicht immer einfach überhört wird, dass sich tatsächlich etwas verändern kann, wenn auch sehr langsam.

In unserem Land, auch wenn ich diese Formulierung recht ungern verwende, da ich mich nicht mit einem Land identifizieren kann und möchte, in dem rechte Parteien wie die AfD wieder so stark geworden sind, in einem Land in dem Vergewaltigungsopfer oft nicht ernst genommen werden, in dem ein bisschen Islamfeindlichkeit, Antisemitismus und Sexismus völlig normal und noch immer gesellschaftlich akzeptiert sind, verändert sich jedoch nichts. (Oder zumindest nicht zum Besseren.) Vorurteile und veraltete Mechanismen bleiben immer weiter bestehen, Feindlichkeiten (egal in welche Richtung) werden wieder salonfähig gemacht und als Aktivist ist man angesichts dieser ausbleibenden Veränderung oft kurz davor einfach aufzugeben.

Als politisch aktiver Mensch fühlt es sich so an, als würde man wieder und wieder gegen eine Wand rennen, gefestigt durch Jahrzehnte voller Vorurteile und Untätigkeit und nun verstärkt durch aggressive Rhetorik und dem angeblichen „Kampf gegen die politische Korrektheit, die einem den Mund verbieten will“. Anscheinend darf man ja jetzt „nichts mehr sagen“, weil alles ja gleich sexistisch oder rassistisch ist, obwohl du es ja „nicht so gemeint“ hast. Ich weiß zwar bis heute nicht, warum der Unterschied zwischen „flirten“ und „Übergriffigkeit“ nicht für alle Menschen klar erkenntlich ist, aber im Zweifelsfall hat ein „Ist das ok für dich?“ noch nie die Stimmung gekillt. So schwer ist das Ganze also nicht, Konsens heißt das Ganze übrigens, ist auch nicht wirklich ein neues Konzept und nein, schriftlich braucht man es auch nicht.
Ist es außerdem zu viel verlangt, rechte und andere politisch motivierte Straftaten konsequenter zu verfolgen und Opfer von Vergewaltigungen und Missbrauch ernst zu nehmen? Ist es zu viel verlangt, konsequenter gegen Schwulenfeindlichkeit, Sexismus und Diskriminierung vorzugehen und vor allem in der Jugend stärker aufzuklären? Ist es zu viel verlangt, dass der bayerische Staat seine absolute Neutralität in Religionsfragen beibehält?

All diese Forderungen sind nicht neu, nicht aus der Luft gegriffen und auf keinen Fall unmöglich zu erfüllen. Man müsste sich halt mal anstrengen, Politik für alle zu machen und nicht nur am rechten Rand auf Stimmenfang zu gehen, der die Parteien der „Mitte“ sowieso nicht wählen würde, egal wie viele Kreuze wir in Behörden hängen und welche Freiheitsrechte wir noch weiter beschränken.

Aber alles was wir bekommen sind leere Worte, aufgebläht, wohlklingend und so nichts sagend wie ein leeres Blatt Papier. Eines kann man jedoch auch aus den kunstvollsten Wortgebilden mit ihren Prä- und Suffixen immer noch herauslesen: Alles bleibt so, wie es ist.

 

Wortakrobat

Schwarz auf weiß, sie wispern, flüstern, verlaufen,
tanzen durcheinander, er auf ihnen, sie haben keine Macht über ihn aber er über sie.
Sie bilden goldene Brücken für ihn, er vergoldet sie, findet immer die richtigen, nie die falschen, weiß immer wo sie zu finden sind und verirrt sich nie in diesem
Labyrinth der Worte, das Tag für Tag größer wird, doch er,
er ist ein Wortflüsterer, Wortkünstler, ein
Wortakrobat.

Generation Alkohol

„Generation Alkohol“ ist nur einer der vielen netten Spitznamen, den ältere Generationen für uns gefunden haben, um uns während unserem Heranwachsen in eine Schublade nach der anderen zu stecken. Jetzt sind wir älter und zumindest in meinem Fall (beinahe) erwachsen und müssen uns häufig gegen diese Vorurteile verteidigen, aber sobald man das eine erfolgreich abgewehrt hat kriecht schon das nächste aus seiner Höhle. Wer auch immer sich die ganzen netten Bezeichnungen für die Menschen, die um das Jahr 2000 geboren sind, ausgedacht hat, hatte leider nicht gänzlich unrecht.

Meine Generation trinkt zu viel und zu oft, auch wenn die Statistiken rückläufige Zahlen anzeigen. Es trinken zwar noch immer weniger Jugendliche als früher, jedoch fangen sie schon früher damit an und trinken häufiger. In der kleinen Stadt in Bayern, in der ich momentan mein letztes Jahr bis zum Abitur verbringe ist es fast schon Tradition, dass Jugendliche sich auf Volksfesten regelmäßig bis zur Besinnungslosigkeit zulaufen lassen. Es ist also an der Zeit nach Lösungen zu suchen und diese dann auch umzusetzen. Bier und Wein kann man zwar erst ab 16 kaufen, dennoch trinken die meisten Jugendlichen bevor sie es rechtlich dürfen. Strengere Kontrollen könnten zumindest dafür sorgen, dass nicht mehr jede findige Fünzehnjährige an einen Kasten Bier oder eine Flasche Vodka gelangen kann. Dass Jugendliche auch unter 16 fast überall quasi ohne Probleme an Bier (und teilweise auch Schnaps) gelangen können ist etwas, das wir nicht weiter tolerieren können.

Für ältere Generationen sind wir als die Generation bekannt, die nichts alleine auf die Reihe und Stresssituationen nicht mehr alleine in den Griff bekommt und die eben deswegen öfters zur Flasche greift und leider gleichzeitig auch tiefer ins Glas schaut. Peinlich ist das bei uns niemandem, Sätze wie „Letztes Wochenende war ich so zu, das hättest du mal erleben sollen!“ oder „Ach nur drei Bier? Das ist ja gar nichts, ich hatte am Freitag fünf und drei Stamperl!“ hört man nach fast jedem Wochenende. Immerhin, nach den letzten fünf Jahrgängen ist Facebook bei uns wieder abgemeldet, die peinlichen Bilder von Schnapsleichen findet man meist nur noch auf Snapchat, wo man sie nach 24 Stunden sowieso nicht mehr sehen kann.

Und warum sollte man denn in meinem Alter nicht trinken? Es ist doch ganz normal, beim Essen mit Freunden ein Bier zu trinken und sich abends gemeinsam in einer Bar zu treffen. Auch Grillen am Fluss ist ohne ein Bier, Despo (eigentlich: Desperados; Biermixgetränk mit Tequila) oder eventuell Vodka Bull kaum vorstellbar. Auch ich will kein Spielverderber sein und deswegen trinke ich oft mit meinen Freunden gemeinsam, denn wenn du mal einen Abend nüchtern bleiben willst, kassierst du mindestens einen schiefen Blick, meistens wirst du auch noch mehr oder weniger scherzhaft als „Langweiler“ bezeichnet. 

Alkohol ist die Droge unserer Gesellschaft und es wird fast nichts dagegen unternommen, die schädlichen Auswirkungen dürften, zumindest unterbewusst, jedem bekannt sein. Trotzdem trinken die Menschen gerade in meiner Generation gefühlt 5 Liter Bier in der Woche, oder eben vergleichbar viel Hochprozentiges – was übrigens gar nicht so teuer ist wie man glaubt.

Warum wir trinken? Also zumindest hier, in einer Kleinstadt mit keinerlei Möglichkeiten für die Jugend haben wir einfach keine anderen Optionen, wie wir unsere Freitag- und Samstagabende sonst verbringen sollten. Wo sonst sollte sich der ganze Jahrgang treffen, miteinander Spaß haben, wenn nicht in dem Club, den es bei uns schon seit 1982 gibt? Man könnte also schon fast behaupten, der hohe Alkoholkonsum entspringt einer Art Alternativlosigkeit und gleichzeitig auch einer Art des Auflehnens gegen das System, welches uns Tag für Tag dazu zwingt, in einem Stuhl zu sitzen und stur auswendig zu lernen, was der Lehrer an die Tafel schreibt. Die Nachmittage verbringen wir gezwungenermaßen mit Hausaufgaben und Lernen für den nächsten Kurztest, die nächste Ex, Klausur oder Ausfrage. „Wenn du nicht mithalten kannst, kannst du ja auf die Realschule gehen“ ist einer der Sätze, die wir fast jedes Jahr zu Ohren bekommen. Nur für uns gibt es diese Möglichkeit nicht mehr, alles was wir haben, wenn wir jetzt abgehen, ist ein in den meisten Fällen eher mittelmäßiger Hauptschulabschluss. Und aus genau diesem Grund feiern wir an den Freitagabenden und übertreiben es so viel zu oft, weil wir ja keine andere Möglichkeit dazu haben. Frustsaufen ist fast schon akzeptiert bei uns, wenn jemand nicht gut drauf ist, Liebeskummer oder sonstige Probleme hat, wird er als erstes am nächsten Freitag mit zum Saufen geschleppt, einfach mal „den Kopf frei kriegen und ’n bissl Spaß haben“ – vollkommen egal ob diese Person dann schon um zehn Uhr nicht mehr von dem Eimer loskommt, der ihr neuer bester Freund geworden ist. Anstatt unsere Probleme zu lösen ertränken wir sie in der nächsten Flasche, die wir in die Finger bekommen können.

Concrete jungle where dreams are made of…

Die Stadt der Träume, das World Trade Center, die Freiheitsstatue, der Times Square und  das Empire State Building.

 

All das, Wahrzeichen von New York und heute habe ich alles gesehen.

Begonnen haben wir unsere Tour natürlich mit der obligatorischen Fährenüberfahrt nach NYC.. Je näher wir der Stadt gekommen sind, desto größer ist meine Aufregung und Nervosität geworden.
Als ich dann dort von der Fähre gegangen bin konnte ich es erst einmal nicht fassen. Ich war tatsächlich in den Staaten, in New York City, der Stadt in der Träume wahr werden.
Unsere Lehrerin hat uns dann durch die halbe Stadt gehetzt um uns alles zu zeigen, was man anscheinend unbedingt gesehen haben muss: Die Statue des Bullens und des kleinen Mädchens, die Wall Street, China Town, Little Italy und natürlich das Empire State Building.

Oben auf dem Empire State Building war ich einfach nur komplett überwältigt. Vom 86sten Stockwerk eines Wolkenkratzers auf New York hinunterzusehen gehört definitiv zu einem der Erlebnisse, die ich nie wieder vergessen werde. Auch das Liberty Observation Deck konnte das nicht toppen. Der Ausblick war großartig, man hat unfassbar weit gesehen und man fühlte sich so frei und einfach nur glücklich wenn man auf das Straßennetz von NYC hinuntergeblickt hat.

Die Straßen von New York waren einfach so unglaublich gefüllt, stressig, hell, und… lebendig. Die Anonymität und das pulsierende Leben in den Straßen dieser Metropole hat einen schon vom ersten Augenblick dort überwältigt und mitgerissen. Auf dem Times Square konnte man gar nicht aufhören, sich umzusehen und einfach nur zu starren. Alles hat sich so schnell verändert, Menschen strömten von der einen Richtung in die andere, Autos hupten, es roch nach Essen und Benzin.
Ich bin ein absoluter Großstadtmensch und wenn ich es mir irgendwann einmal leisten kann werde ich auf jeden Fall mitten in der Großstadt leben…

NYC ist auf jeden Fall einen Besuch wert und es lohnt sich durchaus, auch nicht nur in Center City sondern auch in den anderen Vierteln umherzulaufen, wo du dich zwischen dem tausendsten Starbucks und forever21 fragst, wo die eigentlichen Bewohner dieser Stadt sich befinden. Dort findest du nämlich nur Touristen, im Gegensatz zu den Stadtvierteln, die sich nicht mehr ummittelbar in der Stadtmitte befinden.

Travel Diary – Jersey Shore

 

Hallo wundertoller Mensch. 🙂

Für mich ist es gerade 22.32, gut, das ist eigentlich noch nicht besonders spät aber nachdem wir erst vor zwanzig Minuten heimgekommen sind war es ein sehr anstrengender und vor allem sehr langer Tag.
Nach Wildwood sind wir circa 2 1/2 Stunden gefahren, die Hinfahrt davon habe ich mit Lernen zugebracht… Auf der Rückfahrt bin ich dann einfach eingeschlafen weil ich so unfassbar müde war.
Nun zu den wichtigeren Dingen:
Nein, ich bin leider nicht im Ozean schwimmen gewesen, auch wenn ich es gerne getan hätte. Dafür gab es zwei Gründe, zum einen, dass ich die letzten drei Tage krank im Bett gelegen bin und kein Interesse daran hatte, wieder krank zu werden und zum anderen, weil die Strömung dort um diese Jahreszeit wahnsinnig gefährlich ist. Lifeguards gab es natürlich auch keine mehr, weil die Saison schon lange vorbei war und so habe ich mich damit zufrieden geben müssen, am Strand entlang spazieren zu gehen und schöne Bilder zu machen.
Funfact: Die gefährliche Strömung, die dich ins Meer hinauszieht heißt Riptide, was dem Song eine ganz neue Bedeutung gibt und ich bis gestern nicht wusste…
An amerikanischen Stränden gibt es anscheinend fast überall sogenannte “Boardwalks” was im Grunde genommen eine lange, erhöhte Strandpromenade mit lauter kleinen Shops mit Souvenirs, Essen oder albernen T-Shirts aber auch Dinge wie Jahrmarktstände gibt an denen man Plüschtiere gewinnen kann, wenn man gewillt ist, 4$ pro Versuch dafür auszugeben

Eine Sache, die ich von diesem Tag mitgenommen habe? Sand.
Nein, das ist kein Witz, ich habe tatsächlich überall Sand, ich muss mir irgendetwas überlegen, wie ich meinen Rucksack wieder sandfrei bekomme… Merkt euch das, wenn ihr an der Ostküste an einen Sandstrand fahrt, nehmt nur Dinge mit, aus denen ihr den Sand einfach wieder herausbekommt und plant ein, zu duschen selbst wenn ihr nicht schwimmen wart…

Ansonsten gibt es gerade eigentlich nichts interessantes zu erzählen, deswegen bekommt ihr einfach nur noch ein paar Bilder und Grüße vom Strand bevor es übermorgen ab nach New York geht. 🙂

One Liberty Observation Deck – Oder der bisher genialste Tag dieses Schüleraustausches….

Achja, ich habe euch ja gesagt, dass der Labour Day ein ganz besonderer Tag war. Wer jetzt verwirrt ist sollte sich eventuell den Post über die Tage 2 bis 5 durchlesen. 😉

Wie dem auch sei, am Labour Day, also dem amerikanischen Tag der Arbeit, bin ich mit meiner Gastfamilie nach Philadelphia, das von den Bewohnern hier übrigens meist Philly genannt wird, gefahren und sind erstmal ein wenig in Center City herumgelaufen und mir wurden die ganzen verschiedenen Dinge gezeigt, die es dort so zu sehen gab, was dazu geführt habe, dass ich am nächsten Tag, als ich mit meiner Austauschgruppe noch einmal in Philly war, alle mit random Facts über die Stadt genervt habe. Wusstet ihr zum Beispiel, dass nach dem Gentlemen’s Agreement eigentlich kein Gebäude höher sein durfte, als der Hut der Statue von William Penn, die auf der Town Hall steht? Als das Comcraft Center dieses Agreement gebrochen hat, hat das Phillies Baseball Team plötzlich nur noch verloren, die logische Schlussfolgerung war also: Sie sind verflucht, weil das Abkommen gebrochen wurde. Der Fluch wurde dadurch aufgelöst, dass das Comcraft Center eine zweite William Penn Statue auf seinem Dach errichten ließ.
Nur so als kleiner Funfact am Rande… 😀
Wie dem auch sei, der Höhepunkt dieses Tages war das Liberty Observation Deck, das ist ein Wolkenkratzer, in dem man von der Spitze aus auf die Stadt hinunterschauen kann. Es war eine der genialsten Erfahrungen, die ich bis jetzt in meinem gesamten Leben gemacht habe und ich bin meiner Host Family so unfassbar dankbar, dass sie mir das ermöglicht haben.
Als ich dort oben im 57sten Stock aus dem Auszug stieg ist mir erst einmal die Luft weggeblieben. Die Aussicht dort oben war einfach gigantisch und es war unglaublich schön, die Stadt von oben zu sehen. Egal wer ihr seid, wie alt ihr seid, wenn ihr jemals nach Philadelphia kommt, dann müsst ihr euch das unbedingt ansehen, denn das ist eines der Dinge, die man in seinem Leben nicht vergessen wird.
Ich glaube wir waren so circa drei Stunden dort oben, saßen an den Fenstern, haben nach draußen gesehen, Fotos gemacht, skizziert und uns die Tour angehört.
Zum Abschluss noch Bilder von dem spektakulären Ausblick dort und von dem Tag in Philly: