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Die Andere

Die Andere

// Der dritte Teil; hier gehts zum Ersten. // Sie liebte ihren Bruder, auch wenn sie das vor ihren Freunden niemals zugegeben hätte. Alles, was Familie betraf, wurde dort mit dem Adjektiv „uncool“ versehen, denn niemand ihrer Freunde hatte ein besonders gutes Verhältnis mit ihren Eltern. Sie mochte ihren Freundeskreis, wirklich, schließlich hatte sie auch lange genug dafür gekämpft, ein Teil davon zu werden. Früher, da war sie das uncoole Mädchen gewesen, mit dem niemand befreundet hatte sein wollen. Sie hatte…

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Er

Er

// Der zweite Teil; zum ersten geht es hier. // Er beobachtete sie oft von fern und sah einmal, wie sie eine dieser beschriebenen Seiten mit verzerrtem Gesicht ausriss und wegwarf, und, rein zufällig natürlich, ging er später an eben jenem Mülleimer vorbei und fischte die liniierte und eng beschriebene Seite heraus. Er war zwar erst zwölf Jahre alt und doch verstand er mehr von der Welt um ihn herum, als den meisten Erwachsenen lieb war. Zum Beispiel wusste er,…

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Sie.

Sie.

// Der erste Teil einer kleinen Geschichte, an der ich gerade arbeite // Sie war ein sehr unsicherer Mensch, fühlte sich unter Menschen nie ganz wohl und war am Liebsten allein. Allein war hier vielleicht der falsche Begriff, schließlich war sie nie wirklich einsam, die Worte begleiteten sie überall hin, bildeten eine Welt in ihrem Kopf, die die Anderen nie so ganz verstehen konnten, denn deren Kopf war nicht so wie ihrer mit diesen wirbelnden schwarzen Gebilden gefüllt, die ihr…

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Wortakrobat

Wortakrobat

Schwarz auf weiß, sie wispern, flüstern, verlaufen, tanzen durcheinander, er auf ihnen, sie haben keine Macht über ihn aber er über sie. Sie bilden goldene Brücken für ihn, er vergoldet sie, findet immer die richtigen, nie die falschen, weiß immer wo sie zu finden sind und verirrt sich nie in diesem Labyrinth der Worte, das Tag für Tag größer wird, doch er, er ist ein Wortflüsterer, Wortkünstler, ein Wortakrobat.

immer wieder schockverliebt

immer wieder schockverliebt

immer wieder schockverliebt, das bin ich, wenn ich dich sehe, du bist neu, aufregend, irgendwie gutaussehend, musikalisch, belesen? die Zahnrädchen in meinem Kopf bewegen sich, irgendwas schnappt ein und mein limbisches System, genauer gesagt mein Amygdala – auch Mandelkern genannt was übrigens ein ganz schön unromantischer Name für so etwas gefühlvolles ist – schreit so richtig schön laut: ohmeingott, potentieller Traumtyp oder Traumfrau, mir egal, dass ich dich eigentlich nicht kenne, du vielleicht die AfD wählst und Feministen „übertrieben“ findest,…

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irgendwann Berlin

irgendwann Berlin

hier, da wo ich wohne, in diesem Kaff mit 18.000 Seelen, das eigentlich zu groß ist, um es Kaff zu nennen, hier wohne ich und träume. ich träume von Dingen die niemals passiern, von Dingen die niemals gewesen und von Dingen, die hoffentlich irgendwann einmal doch geschehn. so wie hoffentlich, irgendwann, Berlin. hier, kennt fast jeder jeden, vielleicht auch nicht, aber eigentlich schon, getratscht wird über alles, was anders ist Clubs gibt es nicht, nur den einen und der ist…

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Eine Stimme, die gehört werden will

Eine Stimme, die gehört werden will

Bis vor nicht allzu langer Zeit habe ich den Menschen aus meinem Leben nicht oft erzählt, dass ich einen Blog habe. Wenn Freunde Bescheid wussten, wussten sie auch, dass sie es nicht anderen Leuten weitererzählen sollten. Nicht unbedingt, weil ich mich dafür geschämt habe, eigentlich eher, weil ich keine Lust auf deren Reaktionen hatte. Und weil ich mich nicht mit ihnen auseinandersetzen wollte. Als ich vor circa zwei Wochen mit einer Freundin über meinen Blog geredet habe, saß jemand anderes…

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Du

Du

Als du mir gegenüber standest schlug mein Herz bis zum Halse während es gleichzeitig in die Hose rutschte, mein Gesicht lief rot an, während zeitgleich alles Blut daraus wich, meine Hände zitterten während ich zur Statue erstarrte.

Laute Erinnerungen

Laute Erinnerungen

Musik, laute Musik. Mein Handy warnt mich „Bei längerem Hören auf dieser Lautstärke kann es zu einer Verschlechterung der Hörfähigkeit kommen.“ und ich füge der Leiste noch zwei weitere weiße Quadrate hinzu. Ich kann und will nicht mehr hören. Nicht von der Außenwelt, nicht von meinen eigenen Gedanken die ich in meinem Kopf nicht mehr kontrollieren kann. Erinnerungen steigen auf, erst verschwommen, je schärfer ihre Konturen werden, desto tiefer schneiden sie in mein Herz. Was ich habe verblasst, während alles…

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